
- Im Camp Nou zaubert Messi für den FC Barcelona - LaureÃ
So deutlich war es noch nie: Der 22-jährige Offensivkünstler des katalanischen Spitzenclubs, FC Barcelona, "sackte" sage und schreibe 473 von 480 möglichen Punkten der 96-köpfigen Jury ein. Laut des französischen Sportmagazins "France Football" erreichte Messi damit das beste Ergebnis in der 54-jährigen Geschichte der Wahl zum Fußballer Europas.
Erdrutschartiger Sieg für Argentiniens Dribbelwunder Messi
Titelverteidiger Christiano Ronaldo wurde dadurch deutlich mit 233 Punkten auf den zweiten Platz verwiesen. Ihm folgen die Spanier Xavier Hernández i Creus, genannt Xavi, (170 Punkte) und Andres Iniesta (149 Punkte). Beide sind Mitspieler von Linoel Messi beim FC Barcelona. Damit stellt der Club gleich drei Topkicker unter den ersten vier Platzierungen.
Dzeko ist der Beste aus der Bundesliga
Die beste Platzierung eines Bundesligaprofis erreichte Wolfsburgs Tormaschine Edin Dzeko (12 Punkte) und landete auf dem 13. Platz. FC Bayern Münchens derzeitig verletztes Mittelfeldjuwel, Franck Ribéry, erhielt lediglich einen Punkt und erreichte nur den 28. Platz. Besonders bitter aus deutscher Sicht: Zum wiederholten Male nach 2004 war kein deutscher Profi unter den besten 30.
Messi - der siebte Nicht-Europäer
Seit 1995 wird der so genannte "Ballon d'Or", der goldene Ball, auch an Nicht-Europäer verliehen. Dabei räumten die Kicker aus Übersee von den 15 möglichen Titeln gleich sieben Mal die Trophäe ab. Messi befindet sich daher nun in prominenter Gesselschaft nicht-europäischer Titelträger wie George Weah (der 1995 im Diensten des AC Mailands gleich als erster Afrikaner gewann), Ronaldo oder zuletzt Kaká, der 2007 mit der Ehrung bedacht wurde. Als letzter Deutscher wurde übrigens Matthias Sammer im Jahre 1996 (als Spieler von Borussia Dortmund) von der Jury, bestehend aus einer Auswahl von Europas Sportjournalisten, gewählt.
Mit Mühe und Titeln zum besten Fußballer Europas
Ganz leicht hatte es der viel umjubelte und als Maradonna-Nachvolger auserwählte Argentinier dabei nicht immer. Denn mit Argentinien, wo eben gerade die lebende Fußballlegende Diego Maradonna die Verantwortung als Chef-Coach trägt, war es in der WM-Qualifikation zur Endrunde in Südafrika 2010 lange Zeit eng. Letztlich qualifizierten sich die "Gauchos" erst durch einen knappen 1:0-Sieg in einem wahren Endspielg beim direkten Konkurrenten Uruguy.
Dennoch ging der nur 1,69m große "Floh" (“El pulga”), wie sein Spitzname lautet, als Favorit in die Wahl. Nicht zuletzt weil er mit Barça in der vergangenen Saison die spanische Meisterschaft, den Pokal und die begehrte Champions-League-Trophäe errang. Besonders beim Champions-League-Gewinn glänzte Messi: In zwölf Begegnungen steuerte der "Wirbelwind" ganze neun Treffer bei und war damit maßgeblich an Barcelonas Erfolg mitbeteiligt. "Es ist eine große Ehre für mich“, sagte Messi im Anschluss an die Wahl. Ihm wird am 6. Dezember 2009 die begehrte Trophäe in Paris überreicht.
