Die gesamte Behandlung der Meridian-Energie-Techniken nach Franke umfasst 5 Schritte:

Die Atemgleichgewichtsübung

Sie soll die rechte und linke Gehirnhälfte angleichen.

Das Thymusklopfen

Dabei wird die Thymusdrüse im ¾ -Takt beklopft. Gleichzeitig wird eine Formel ca. 5 Mal wiederholt, die ermutigen und motivieren soll

Der Heilende Punkt

Er liegt etwas oberhalb des Herzens auf der Brust und wird laufend im Kreis gerieben, während ein Vorbereitungssatz gesprochen wird.

Die 14 Meridianpunkte

Jetzt kommt es zu eigentlichen Behandlung: Die 14 Hauptpunkte werden in einer bestimmten Reihenfolge jeweils 7-10 Mal leicht beklopft, während der Behandlungssatz fortlaufend wiederholt wird.

Die Handrückenserie

Der Handrücken-Punkt wird laufend beklopft, während die Augen eine vorgegebene Abfolge von Blickrichtungen durchführt und nach Anleitung abwechselnd gesummt und gezählt wird. Dadurch kommt es nochmals zu einer deutlichen Reduzierung des belastenden Gefühls.

Angst vor Spinnen und Krankenhäusern

Die 27-jährige Psychologiestudentin Julia K. hat seit ihrer Kindheit eine unerklärliche Angst vor Spinnen. Sie wohnt mit ihrem Freund in Stuttgart an einem Waldrand, wo im Sommer und Herbst besonders viele Spinnen ihre Netze spannen. Wenn Julia eine von ihnen sieht, muss ihr Freund sie „wegmachen“, denn es ist ihr unmöglich, im gleichen Raum mit einer Spinne zu sein. Wenn ihr zufällig eine über den Weg huscht, erschrickt sie zu Tode und kann sich kaum beruhigen.

Julia ist ihr eigenes Verhalten peinlich, da sie sonst nicht so emotional reagiert. Nur bei Spinnen „rastet sie aus“. Auf weiteres Befragen gibt sie zu, auch eine unerklärliche Angst vor Krankenhäusern zu haben. Deshalb gehe sie niemanden in einem Krankenhaus besuchen, auch nicht, wenn in der Verwandtschaft ein Kind geboren wurde, was ja ein erfreulicher Anlass für einen Krankenbesuch wäre. Julia selbst musste einmal wegen eines kleinen Haushaltsunfalls in einem Krankenhaus notversorgt werden. Als sie in der Ambulanz saß, waren ihre Angstsymptome heftiger als die Schmerzen ihrer Verletzung.

Julia K. trifft Rainer Franke anlässlich einer Fernsehaufzeichnung in einer Frankfurter Zoohandlung. In einem durchsichtigen Plastikgefäß wartet hier eine Vogelspinne auf sie. Rainer Franke versucht vorsichtig, Julia an die Vogelspinne heranzuführen. Doch sie weigert sich, auch nur ein paar Meter an das Gefäß heranzugehen.

Rainer Franke startet die M.E.T.-Behandlung. Für Julia legt er zunächst den Behandlungssatz „Meine Angst vor Spinnen, meine Angst vor Spinnen“ fest. Doch schon bald spürt Julia keine Angst mehr – es ist Ekel, der sie davon abhält, sich der Spinne zu nähern.

Der Behandlungssatz wird nun in „Mein Ekel vor der Spinne, mein Ekel vor der Spinne“ abgeändert. Doch während Rainer Franke weiter klopft, ändern sich auch Julias Gefühle. Plötzlich ist von Ohnmachtsgefühlen die Rede, von ihrer Angst, die Kontrolle zu verlieren. Rainer Franke beklopft die Meridiane für diese Ängste. Plötzlich atmet Julia stark aus und fühlt sich von einem Moment auf den anderen sichtlich besser. Rainer Franke setzt die Handrückenserie an, um den Erfolg zu festigen. Julia kann näher an das Behältnis mit der Spinne gehen.

Die ganze Behandlung dauert fast 20 Minuten. Mehrere Gefühle und verschiedene Ängste kommen bei der jungen Frau hoch. Doch zum Schluss kann sie das Behältnis mit der Spinne in die Hand nehmen und das Tier fasziniert betrachten.

14 Tage später berichtet Julia K. auf Nachfrage, sie habe zwischenzeitlich ein erstaunlich „normales“ Verhältnis zu Spinnen. Das Netz einer Kreuzspinne, das immer mal wieder vor ihr Wohnzimmerfenster gespannt ist, entfernt sie mit den Händen. Als sie im Keller eine Spinne in ihrem Waschzuber entdeckt, nimmt sie den Zuber und trägt ihn nach draußen, wo sie die Spinne ins Gras kippt. All das war ihr vorher nicht möglich gewesen. Zudem fällt ihr auf, dass sie seit der Behandlung an Krankenhäusern und Krankenwagen vorbeifahren kann, ohne dass sie Beklemmungen und Angstzustände bekommt.

Als Psychologiestudentin kann sich Julia diese Erfolge nicht so recht erklären und will daher ihre Diplomarbeit über M.E.T. schreiben und sich gleichzeitig näher mit der Methode auseinanderzusetzen.

Angst vor Schlangen

N. D. wurde bereits als 20-jährige von Rainer Franke behandelt. Damals ging es um ihren krankhaften Ehrgeiz, der ihr das Medizinstudium erschwerte. Die Behandlung war damals so erfolgreich verlaufen, dass sie im September 2005 zu einem M.E.T.-Seminar nach Frankfurt kam, um sich von Rainer Franke wegen ihrer Angst vor Schlangen beklopfen zu lassen.

Die mittlerweile 22-jährige, äußerst attraktive, intelligente junge Frau wusste sehr wohl, dass es in Deutschland nur wenige Schlangen gibt und dass sie nicht wirklich giftig sind. Doch sie hatte zwischen ihrem 15. und 17. Lebensjahr in einem Teil Amerikas gelebt, wo es vor Schlangen nur so wimmelte. Seither konnte sie noch nicht mal mehr Bilder von Schlangen ansehen und auch schlangenähnliche Artefakte machten ihr Angst.

Rainer Franke begann die Behandlungsserie mit dem Satz „Meine Angst vor Schlangen, meine Angst vor Schlangen“. Doch N.D. blieb verstockt, die Serie schlug nicht an. Auf ihre Gefühle befragt, gab die Patientin plötzlich Hass an. Während „Mein Hass auf Schlangen, mein Hass auf Schlangen“ beklopft wurde, änderten sich die Gefühle von N. D. wieder und sie gab zu, nun sehr traurig zu sein. Unablässig beklopfte Rainer Franke die Meridianpunkte bei N.D., während er sie weiter befragte. Was war die Ursache ihrer Trauer? N.D. konnte sich nicht erinnern. Rainer Franke beklopfte die Trauer. Langsam löste sich sichtlich eine Blockade bei der Patientin und sie erinnerte ihre Geschichte:

Während ihrer Zeit in Amerika wohnte sie bei einer Familie, die viele Katzen hatte. Zu einem der Kätzchen entwickelte sie bereits nach kurzer Zeit ein enges Verhältnis. Die Katze schlief in ihrem Bett und war ihr Trost, wenn sie sich nach Hause sehnte. Eines Tages kam N.D. von der Schule zurück und erfuhr, dass diese Katze von einer Schlange gebissen worden und an diesem Biss gestorben war. Die Trauer über den Verlust ihres Spielgefährten und der Hass auf die Schlangen hatte die Patientin bis dahin aus ihrem Bewusstsein verdrängt – sie äußerten sich nur noch in ihrer unerklärlichen Angst vor den Tieren.

Erst mit M.E.T. konnte sie sich wieder an die Begebenheit erinnern. Rainer Franke beklopfte die Trauergefühle und sicherte dann das positive Ergebnis mit der Handrückenserie. N.D. macht sich seither über Schlangen keine Gedanken mehr.