
- Nahtoderfahrung - Scully van Funkel
Wissenschaftler Zalika Klemenc-Ketis und sein Team von der "Univerza za Mariboru" in Slowenien, widmeten sich dem Phänomen Nahotoderfahrung und untersuchten 42 männliche und 10 weibliche Personen, die unter einem Herzstillstand litten, verstarben und wiederbelebt werden konnten.
Die Überlebenden waren im Schnitt 53 Jahre alt und berichteten, nach erfolgreicher Reanimation, von ihren Erlebnissen, nach dem eigenen Exitus. Etwa 23 Prozent, der vom Totenbett auferstandenen Personen, erinnerten sich an metaphysische Wahrnehmungen. Nach eingehender Überprüfung, durch das slowenische Forscherteam, wurde festgestellt, dass der Handlungsablauf, während der Todes-Phase, durchaus Gemeinsamkeiten aufwies, obwohl die Befragten unterschiedlichen sozialen Schichten, Altersstufen und Glaubensgemeinschaften angehörten.
Zusammenhang zwischen Kohlendioxidwerten und Nahtoderfahrung beobachtet
Nachdem das Abgleichen der psychologischen und sozialen Profile keinerlei Erkenntnisse darüber brachte, warum die paranormalen Wahrnehmungen fast identisch waren, konzentrierte sich Zalika Klemenc-Ketis auf die körperlichen Vorgänge der Probanden. Laut seinen Untersuchungen, wiesen alle Patienten, mit Nahtod-Sinneseindrücken, einen erhöhten CO2 -Wert auf. Augfrund dieser Resultate, vermutet Klemenc-Ketis einen gravierenden Zusammenhang zwischen erhöhten Kohlendioxidwerten und einer erlebten Nahtoderfahrung.
Reagiert der menschliche Körper wie ein TV-Gerät?
Vor einigen Jahren widmeten sich Wissenschaftler der University of Southampton dem gleichen Thema. Dr. Sam Parnia beobachtete, dass die Gehirnfunktion vollständig beendet war, als die verstorbenen Patienten mit den übersinnlichen Erlebnissen konfrontiert wurden. Der Studienleiter folgerte daraus, dass das menschliche Bewusstsein eigenständig existieren kann und Erinnerungen speichert, unabhängig davon, ob die Organe eines Körpers noch intakt sind oder nicht.
Ein Gehirn könne keine subjektiven Gedanken formen, da es, genau wie alle anderen Zellen, lediglich Proteine und Chemikalien produziere. Es empfange Wellen und wandele sie in Bilder und Töne um, ähnlich wie ein Fernsehgerät. Demnach müsse das Bewusstsein auch getrennt vom Körper existieren können, schlussfolgerte er daraus.
Deutsche Soziologen untersuchten Nahtoderlebnisse
Soziologen der Universität Koblenz befragten Betroffene aus dem ganzen Bundesgebiet und bemerkten, dass die meisten reanimierten Patienten, die in Brandenburg Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen aufwuchsen, von horrorartigen Wahrnehmungen berichteten, während der überwiegende Teil der Überlebenden, die in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland oder Schleswig-Holstein gebürtig waren, regelrecht begeistert ihre positiven Nahtoderfahrung schilderten.
Am Ende des Tunnels leuchtet ein Licht
Anhand der mehrjährigen Studie, stellte sich gleichfalls heraus, dass die Erzählungen einerseits Ähnlichkeiten aufwiesen, andererseits immer individuell und einzigartig waren. Anfangs blickten die Verstorbenen durch einen Kanal, der entweder als sehr dunkel oder ausgesprochen hell beschrieben wurde. Am Ende des Tunnels bemerkten einige ein helles, blendendes, anziehendes Licht, das Güte, Sanftmut und göttliche Liebe ausstrahlte, andere wiederum spürten dessen dämonische, angstauslösende Anziehungskraft.
Persönlichkeitsveränderung nach einer Nahtod-Erfahrung
Alle Nahtod-Erfahrenen waren sich jedoch einig: Sobald der physische Körper seine Funktionen einstellt, löst sich die Seele und wird in eine andere Wirklichkeit versetzt. Diese Erkenntnis hatte zur Folge, dass die Betroffenen gravierende Veränderungen in der Persönlichkeit erkennen ließen. Mehrheitlich verloren sie die Angst vor dem Sterben, fühlten sich anderen Menschen und der Natur zugehöriger, lebten intensiver, wurden sozial engagierter, legten weniger Wert auf materielle Dinge und entwickelten eine große Freude am Dasein. Nur ein kleiner Teil der vorübergehend klinisch Toten litt fortan unter Depressionen, Panikattacken und hatte große Furcht vor dem erneuten Hinscheiden.
Quelle:Studie Zalika Klemenc-Ketis Quelle: Sudie Dr. Sam Parnia
