Mikroblogging: Veröffentlichungen auf Twitter und Co.

Mikroblogging - pixelio.de/Konstantin Gastmann
Mikroblogging - pixelio.de/Konstantin Gastmann
Kurznachrichten über Twitter und Co. bietet eine neue Form der Kommunikation und bietet neue Möglichkeiten für die Kommunikation mit Kunden und Medien.

Mikroblogging bezeichnet das Veröffentlichen von kurzen Nachrichtentexten im Internet. Es lässt sich von dem Begriff „Bloggen“ ableiten und stellt einen sehr kleinen Blog dar. Also einen Blog, in dem nur Informationen mit geringer Textlänge veröffentlicht werden. Die in Mikroblogs wie Twitter veröffentlichte Nachrichtentexte sind öffentlich und somit für jeden Internetnutzer sichtbar.

Im Gegensatz zum Bloggen können die Autoren beim Mikroblogging mit den Lesern in Echtzeit kommunizieren. Dies macht Diskussionen über einen Beitrag zwischen den Lesern möglich. Eine weitere Besonderheit eines Mikroblogs ist die Existenz sogenannter „Follower“. Der Begriff Follower bezeichnet dabei Nutzer des Mikroblogs, die über ein Nachrichtenabonnement stets die aktuellsten Nachrichten eines Autors erhalten.

Anwendungsmöglichkeiten von Mikroblogging-Diensten:

  • Kundenakquise und -bindung
  • Markt- und Trendforschung
  • Wettbewerbsbeobachtung
  • Verbreitung von Pressemitteilungen, Blogbeiträgen oder Präsentationen
  • Interaktion und Dialog mit Kunden und Multiplikatoren

Twitter ist wohl der bekannteste Mikroblogging-Dienst. Über Twitter werden Textnachrichten mit einer maximalen Länge von 140 Zeichen zu veröffentlicht.

Auf Twitter ist eine große Auswahl an Informationen zu den verschiedensten Themen zu finden. Mit Hilfe einer Suchfunktion können Nutzer die für sich relevanten Informationen suchen und finden. Auf Twitter können die unterschiedlichsten Informationen veröffentlicht werden. Zudem können sich die Nutzer mit Hilfe von Twitter auch untereinander vernetzen und miteinander kommunizieren.

Aktuelle Zahlen zu Twitter

Der Internetdienst Twitter wurde 2006 gegründet und hat inzwischen 200 Millionen Nutzer, circa drei Millionen davon sind deutsche Accounts (Stand Januar 2011).

Wer nutzt Twitter?

  • Durchschnittsalter: 32,5 Jahre
  • 74% männliche Nutzer
  • 78% besitzen Abitur
  • 2/3 sind Blogbetreiber
  • 50% der Nutzer sind aus der Marketing- und Medienbranche

Quelle: DIM (Deutsches Institut fürMarketing)

10 Tipps wie Unternehmen den Mikroblogging-Dienst Twitter erfolgreich einsetzen können

  1. Vor dem Beginn mit Twitter sollten die Unternehmensziele klar definiert sein, die mit der Aktivität in Twitter verfolgt werden sollen. Dabei ist es auch wichtig, die Zielgruppe klar zu definieren, um die veröffentlichten Inhalte auf genau diese Zielgruppe richtig abzustimmen. So werden die Follower nur mit Informationen versorgt, die für sie auch relevant sind.
  2. Das Twitter-Profil sollte die wichtigsten Informationen über das Unternehmen erhalten. Um das Profil individueller zu gestalten, kann das Logo als Profilbild genutzt werden. Außerdem ist ein Link auf die Unternehmenswebseite oder auf den Blog des Unternehmens sinnvoll. Um sich von anderen Twitter-Accounts abzuheben, kann auch das Hintergrundbild an das Corporate Design des Unternehmens angepasst werden.
  3. Der beste Weg zu neuen Followern ist, selbst interessanten Tweets zu folgen. So macht man auf sich aufmerksam. Wenn das eigene Profil und die Tweets für den Twitterer interessant sind, stehen die Chancen gut, dass er dem eigenen Tweet zurück folgt. Um potenzielle Kunden als Follower zu gewinnen, eignet sich der „Follow me on Twitter“-Button oder ein Link zum Twitter-Profil in E-Mail-Signaturen, Unternehmenswebseiten oder Blogeinträgen.
  4. Sogenannte Hashtags dienen dazu, wichtige Stichworte im Tweet zu kennzeichnen. Eingeleitet wird ein solcher Tag mit einem "#" Rautenzeichen und dient der Kategorisierung der Informationen. So können die Tweets verschiedenen Begriffen zugeordnet und über die Suchfunktion leichter gefunden werden.
  5. Eine Beobachtung wichtiger Tweets in der eigenen Branche unterstützt die Marktbeobachtung. Interessante Inhalte für die eigene Zielgruppe sollte man "retweeten". Ein Retweet ist die Weiterleitung eines interessanten Tweets an die eigenen Follower.
  6. Twitter ist Dialog. Die Interaktion mit den Followern ist daher extrem wichtig. Eine schnelle Reaktion auf das Feedback von Followern, Antworten auf Rückfragen sowie auf Direct Messages sollte daher selbstverständlich sein. Auch ein Krisenmanagement funktioniert mit Twitter am besten, wenn man Fehler offen zugibt und gegebenenfalls auch Korrekturen vornimmt.
  7. Im Echtzeitweb gilt vor allem Aktualität. Die regelmäßige Pflege des Twitter-Profils und aktuelle Twitter-Feeds sind die Basis für treue Follower. Vernachlässigte Accounts führen dazu, dass Followers verloren gehen (unfollow). Unterstüzung beim Management des Twitter Accounts bieten Programme wie Tweetdeck oder Hootsuite.
  8. Um auch bei Konkurrenzunternehmen immer auf dem Laufenden zu sein und um keine Produkt- oder Branchen-News zu verpassen, sollten Unternehmen ihre Wettbewerber identifizieren und ihre Twitteraktivitäten beobachten.
  9. Da in Tiwitter auch viele Medien und Redaktionen vertreten sind, gestaltet sich eine Kontaktaufnahme zu Journalisten relativ einfach.
  10. Twitter eignet sich auch für den Hinweis auf die Veröffentlichung von Pressemitteilungen. So ist es möglich, Nachrichten in Sekundenschnelle zu verbreiten.

Nützliche Twitter-Tools

Twitter-Management: hottsuite.com, tweetdeck.com

Twitter-Monitoring: moniter.com, twillert.com

Twitter-Statistik: tweetstats.com, twittercounter.com

URL-Shortener: ow.ly, bit.ly

Bildquelle: Konstantin Gastmann/pixelio.de

Melanie Tamblé, Melanie Tamblé

Melanie Tamble - Melanie Tamblé ist Online-Marketing Expertin und Mitgründerin sowie Gesellschafterin der ADENION GmbH. Sie studierte ...

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