Mimik und Körpersprache von Katzen

Katze bei der Körperpflege - Sylvia Schöbe
Katze bei der Körperpflege - Sylvia Schöbe
Mimik und Körpersprache verraten viel darüber, wie sich die Katze fühlt. Wer sie besser verstehen will, sollte vor allem Ohren und Schwanz beobachten.

Katzen können mit Hilfe ihrer Körpersprache deutlich zeigen, wie sie sich gerade fühlen. Dabei spielt die Mimik eine entscheidende Rolle. An ihr kann man meist schon erkennen, dass etwas "im Busch" ist, noch bevor das Tier beispielsweise zu fauchen anfängt oder einen Buckel bildet.

Wenn Katzen entspannt sind

Wenn Katzen entspannt dösen, haben sie die Augen halb geschlossen. Die Ohrmuscheln sind nach vorn geneigt, und das ganze Gesicht wirkt ruhig und gelöst. Auch wenn sich die Samtpfote sicher fühlt, ist sie trotzdem wachsam. So sind selbst beim Träumen die Tasthaare aufgerichtet. Falls sich ein Feind nähert, kann er schnell wahrgenommen werden.

Wenn Katzen aufmerksam und aufgeregt sind

Aufmerksamkeit zeigen die Tiere, indem sie ihr Gegenüber mit großen Augen anschauen. Die Partien um Nase und Schnauze sehen dabei angespannt aus. Der Kopf ist nach oben gereckt, und man kann regelrecht erkennen, wie die Katze die Ohren spitzt. Ist ihre Aufmerksamkeit auf ein Objekt gelenkt, erhebt sie spielerisch die Pfote, um danach zu greifen.

Die Ohren verraten auch zuerst, wenn die Samtpfote aufgeregt ist und ein ungewöhnliches Geräusch hört. Dann drehen sich die Ohrmuscheln sofort in die Richtung, aus der es kommt. Katzen sind in der Lage, ihre Mundwinkel zusammenzupressen, so dass ihr ganzes Gesicht angespannt wirkt und ihre Unruhe zum Ausdruck bringt.

Wenn die Katze Gefahr wittert

Wittert die Katze Gefahr, ist sich aber unsicher, ob sie ihren Gegner angreifen oder besser flüchten soll, öffnet sie ihre Schnauze ein wenig. Sie zeigt ein Teil ihrer Fangzähne, um den potentiellen Feind zu beeindrucken. Ist sie schließlich überzeugt, dass sie die Attacke wagen kann, verzieht sie ihr Gesicht zu einer Grimasse. Die Ohren werden angelegt. Eine gekräuselte Nase, zusammengekniffene Augen und ein angespanntes Gesicht verleihen ihr ein gefährliches Aussehen. Dieser Eindruck wird durch das Aufblitzen der spitzen Fangzähne und ein warnendes Fauchen noch verstärkt. Das ist die letzte Chance für den Gegner: Ergreift er jetzt nicht die Flucht, wird er angefallen.

Der Schwanz zeigt die Stimmung an

Der Schwanz enthüllt ebenfalls an, in welcher Stimmung sich das Tier gerade befindet. Anders als beim Hund bedeutet Schwanzwedeln bei einer Katze, dass sie unsicher ist und nicht weiß, was sie tun soll. Wird der Schwanz dagegen still nach oben gehalten, zeigt sie, dass sie sich wohlfühlt. Auch gern gesehene Menschen begrüßt sie auf diese Art.

Das Beobachten des Schwanzes kann für den Besitzer nützlich sein, wenn er blutige Kratzer vermeiden will. Wird der Schweif niedrig gehalten und seitlich gepeitscht, deutet die Katze an, dass sie wütend und erregt ist. Wer sie jetzt nicht in Ruhe lässt, wird ihre Krallen zu spüren bekommen, da sie selbst ein Streicheln als Bedrohung empfinden würde. Aggressivität wird auch angezeigt, indem der Schwanz hoch aufgerichtet ist und aufgeplustert wirkt. Somit will das Tier vor allem größer erscheinen und mögliche Gegner in die Flucht schlagen.

Die Ohren verraten die Stimmung der Katze

Auch die Ohren verraten viel über die momentane Gefühlswelt der Katze. Bewegen sie sich im Halbkreis, versucht der Stubentiger herauszufinden, woher ein bestimmtes Geräusch kommt. Er bleibt dabei selber völlig regungslos, damit er ein potentielles Beutetier nicht davon schreckt. Steht die Katze kurz vor einem Angriff, hat sie die Ohren am Kopf angelegt, um sich vor Verletzungen zu bewahren. Ruhige und gerade aufgerichteten Lauscher zeigen dagegen an, dass es ihr gut geht.

Was der Katzenbuckel bedeutet

Der berühmte Katzenbuckel muss nicht immer etwas Negatives bedeuten. Ist das Fell dabei glatt angelegt, ist es vielmehr ein Ausdruck für Wohlbefinden. Erst, wenn die Katze den Körper seitlich dreht und das Fell sträubt, will sie größer und bedrohlicher erscheinen, um ihren Gegner zu imponieren.

Quellen

  • Franz Knuf: Katzen, Südwest Verlag, München 1999
  • Beobachtung von Katzen

Sylvia Schöbe - Liebe Leser und Leserinnen, Vielen Dank für das Interesse an mir und meinen Artikeln. Dann möchte ich mich einmal kurz ...

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