Wer Bildagenturen Fotos verkaufen will, muss bestimmte technische Mindeststandards einhalten. Sie haben sich bewährt, weil Fotos mit diesen digitalen Daten für die üblichen, von den Kunden nachgefragten Verwendungszwecke geeignet sind. Zudem lassen sie sich wegen ihrer nicht allzu großer Datenmenge bei Bildbearbeitung und Bildübertragung noch vernünftig handhaben. Deswegen ist es sinnvoll, sich an diese Standards auch zu halten, wenn Sie die Fotos nicht über Agenturen, sondern direkt anbieten. (Siehe auch Informationen zur "Bilderläuterung".)
Anforderungen im Bildjournalismus
Wer überwiegend im tagesaktuellen Bildjournalismus arbeitet, kommt nicht mehr ohne Digitalkamera aus, wenn es um nichtaktuelle Bilder oder Zulieferungen für "stock agencies" geht, können auch Kleinbildkameras verwendet und die Filme nachher gescannt werden. Für die vergleichsweise geringen Auslösungen von Tageszeitungen reichen kameratechnisch gesehen viele einfache Kameras aus. Die Datenmengen, die sie liefern, werden vom Fotografen künstlich verringert und als digitaler Datensatz an Agenturen oder in Redaktionen übertragen. Aber auch für hochformatige Hochglanzmagazin, bei denen mit hochwertigem Papier und mit hohen Rasterweiten gearbeitet wird, reichen die der derzeitige digitale Spiegelreflexstandard aus. 14 Megapixel Auflösung reichen für DIN A3-Seiten aus, schreibt die Arbeitsgemeinschaft digitale Fotografie. Er informiert in einer pdf-Datei über übliche Standards.
Gängige Daten
Üblich sind Bilddateien im jpeg-Format mit einer einer Auflösung von 300 dpi. Die Bildkompression sollte bei Photoshop mit maximaler Qualität "Stufe 10" eingestellt werden, als Formatoption "Baseline standard", als Modus RGB, 8 Bit pro Kanal, und als Farbraum Adobe 1998 RGB gewählt werden.
Die Agenturen mögen es nicht, wenn die Bilddateien mit Filtern und Farbkorrekturen bearbeitet und nachträglich geschärft werden. Dabei gehen Informationen verloren, die möglicherweise notwendig sind für besondere Verwendungswünsche der Kunden. Zudem können die Agenturen un- oder kaum bearbeitete Dateien nach ihren Standards weiter behandeln.
Was die Agentur ullstein verlangt
"Ullstein bild" definiert um Beispiel, dass Bilddateien mindestens das Format DIN A 4, besser noch DIN A 3 aufweisen sollen, bei einer Auflösung von 300 dpi. Das ergibt dann - auf die längere Kante bezogen - eine Kantenlänge von 3508 beziehungsweise 4961 Pixel oder eine Bildgröße von 25 MB oder 50 MB. Kleinere Dateien lehnt ullstein bild ab. Wer analog fotografiert und dann die Bilder scannt, nimmt das Format DIN A 3 bei einer Auflösung von 300 dpi. Dies ergibt eine Kantenlänge von 4961 Pixel - auf die längere Kante bezogen - oder eine Bildgröße von 50 MB. Abgespeichert werden die Dateien als jpg oder jpeg. Auch das Foto soll im Dateinamen die Endung ".jpg" haben. Dann können die Dateien sowohl von Windows- als auch von Mac-Computern gelesen werden. Keine Leer- oder Sonderzeichen, auch keien Umlaute im Namen verwenden, damit es keine Probleme beim Öffnen gibt.
Wer Photoshop nutzt, verwendet folgende Kompression beim Speichern: Bild-Option/Qualität 10, Format baseline standard - niemals "mehrere Durchgänge" wählen -, Modus RGB mit 8 Bit pro Kanal, Farbraum Adobe 1998 RGB. Keine Bearbeltungen wie FIlter oder Farbkorrekturen, lediglich die standardmäßige Tonwertkorrektur. Nicht nachträglich schärfen. Weitere Informationen zum Fotoverkauf gibt es u.a. auch bei foto-marketing.info.
