
- Stiftpalette Drache und fertiges Bügelbild - Yvonne Salmen
In deutschen Kindergärten finden sie aktuell als Bastelmaterial weite Verbreitung: Die bunten, zylinderförmigen Plastikperlen sind eine Erfindung der dänischen Firma HAMA. Mit ihnen lassen sich sowohl flache Motive als auch dreidimensionale Objekte gestalten. In jedem Fall ist das Gestalten mit Bügelperlen eine Geduldsarbeit, die jedoch vielen Kindern Freude bereitet.
Zubehör für das Gestalten mit Bügelperlen
Bügelperlen gibt es in vielen verschiedenen Farben, als transparente Version und sogar mit Glitzereffekt. Ein farbig bunt gemischter Beutel lässt viele Gestaltungsmöglichkeiten offen, doch die Perlen werden auch farblich sortiert in unterschiedlich großen Gebinden angeboten. Zu den Perlen gehören die passenden Stiftplatten, das sind weiße Kunststoffplatten mit vielen kleinen, weißen Stiftchen zum Aufstecken der Perlen. Die Stiftpaletten, die man auch Steckpaletten nennen kann, geben die äußere Form der jeweiligen Figur vor. Es gibt einfache Grundformen wie Herzen und Sterne aber auch Tier- und Pflanzenmotive, Märchengestalten und viele andere figürliche Schablonen. Auch schlicht rechteckige Paletten sind erhältlich, auf ihnen können frei gestaltete Bilder entstehen.
MAXI-Bügelperlen für kleine Kinder
Für Kinder von etwa drei bis fünf Jahre gibt es extra große Bügelperlen, die sich bei der Firma Hama MAXI-Perlen nennen. Erst ab einem Alter von etwa fünf Jahren sind Kinder feinmotorisch in der Lage, mit den kleinen Bügelperlen zu hantieren. Die Maxi-Perlen unterscheiden sich weder in der Handhabung noch in der Farbigkeit von den normalen Bügelperlen, sie sind nur auf Grund ihrer Größe einfacher zu greifen. Die Motive erscheinen dadurch relativ grob gerastert, was der Bastelfreude aber keinen Abbruch tut. Für Kinder unter drei Jahren sind Bügelperlen nicht geeignet, denn es handelt sich auch bei der Maxi-Version um verschluckbare Kleinteile.
Was braucht man noch, um mit Bügelperlen zu basteln?
Zwei weitere Dinge sind für den Gebrauch der Bügelperlen notwendig: ein Bügeleisen und ein ausreichend großes Stück Backpapier. Es gibt auch spezielles Bügelpapier zu kaufen, aber das Backpapier erfüllt seinen Zweck ebenso und ist deutlich kostengünstiger. Hierbei versteht es sich von selbst, dass das Bügeleisen nicht in Kinderhände gehört, sondern dass den Kleinen nur der reine Bastelvorgang überlassen ist. Das letzte „Finish“ mit dem heißen Eisen ist Sache der Erwachsenen. Und noch eines: Ohne eine gute Portion Geduld läuft beim Basteln mit Bügelperlen gar nichts. Besonders ungeduldige Kinder brauchen manchmal auch einige elterliche Hilfe.
Wie funktioniert das Basteln mit Bügelperlen
Hat man alle Materialien und Soft Skills beisammen, dann kann es losgehen: Die kleinen Perlen werden nach eigenem Belieben oder auch nach Vorlage auf die Stiftpaletten gesteckt. Damit verleiht das Kind dem Motiv die Farbigkeit. Ein fertig gestaltetes Bügelbild muss mit großer Vorsicht behandelt werden, denn die Bügelperlen fallen leicht wieder von ihren Stiften herunter. Um das Ganze zu fixieren, legt der Erwachsene ein Stück Backpapier auf das Objekt und bügelt es auf heißer Stufe einige Sekunden lang, sodass die Perlen miteinander verschmelzen. Ein gutes Indiz für das Aneinanderhaften der Perlen ist es, wenn das Motiv am Backpapier kleben bleibt. Nicht klebende Stellen kann man mit der Spitze des Bügeleisens nachbehandeln. Das Bügelperlenbild ist direkt nach der Fertigstellung natürlich sehr heiß, ungeduldige Kinderhände sollten in den ersten Minuten keinesfalls danach greifen. Ein weiteres beliebtes Bastelmaterial ohne Hitzeeinwirkung ist der Playmais.
Hama Bügelperlen, 3000 Perlen im Beutel „The Original Beads“, etwa fünf Euro
Hama Stiftpalette Drache, etwa 15 Zentimeter, etwa 1,25 Euro
