Es ist wie so oft, wenn etwas Neues auf den Markt kommt. Es wird belächelt. So ging es auch dem motorisierten Fahrrad, kurz E-Bike, als dieses vor etwa drei Jahren in Deutschland auf den Markt kam. Doch die Entwicklung und der Aufstieg des Fahrrads mit Hilfsmotor war und ist immer noch gigantisch. Landauf, landab hat es sich der Fahrrad-Handel längst auf die Fahne geschrieben das E-Bike mit ins Verkaufsprogramm aufzunehmen. Und auch die Tourismusbranche hat das motorisierte Zweirad längst für sich entdeckt. Ganze Ferienregionen werben für Radausflüge mit dem Elektrorad.

Was ist ein E-Bike und wer nutzt es?

Fahrrad-Erlebnis pur. Der Natur auf der Spur. Wer E-Bike fährt, der genießt! So wirbt die Branche von Radsport-Fachhandel und Tourismus gemeinsam für die neueste Errungenschaft. E-Bike fahren ist keineswegs nur etwas für bewegungsfreundliche Senioren. Nein, das Elektrorad ist sportlich und entspannend zugleich. Beim E-Bike handelt es sich um ein Fahrrad mit Hilfsmotor. Zunächst einmal gilt: Der Radfahrer darf und muss auch beim E-Bike weiter in die Pedale treten. Der Motor kann sich wahlweise im Vorder- oder Hinterrad befinden. Es gibt aber auch die Variante des sogenannten Mittelmotors, der über das Tretlager angesteuert wird. Die Stromversorgung erfolgt durch einen Akku. Der antriebsstarke Elektromotor bringt das Zweirad schnell in Fahrt. Aber der große Vorteil des E-Bike liegt vor allem in der Unterstützung im Gelände mit einem anspruchsvollen Höhenprofil. Im Anstieg spart der Radler mit dem Elektrorad viel Kraft und bergan geht alles viel leichter. Dies wiederum erlaubt längere Ausfahrten mit dem motorisierten Drahtesel.

Preisspanne beim E-Bike reicht von 1000 bis über 3000 Euro

Ein preiswertes E-Bike gibt es beim Discounter schon deutlich unter 1.000 Euro. Je nach Ausstattung und Motorisierung kann das motorisierte Fahrzeug im Fachhandel aber auch mal deutlich über 3.000 Euro kosten. Ausschlaggebend für den Preis ist die Akkuleistung. So gibt es den Lithium Ionen Akku mit einer Spannung von jeweils 36 Volt mit einer unterschiedlichen Kilowattleistung von 288 bis 558 Kilowattstunden.

Akkuleistung entscheidet auch über die Reichweite des E-Bike

Die Ladedauer für einen Lithium Ionen Akku beläuft sich in der Regel auf mindestens eine bis zweieinhalb Stunden. Dabei wird der Akku bis etwa 80 Prozent aufgeladen. Je nach Ausführung sollten für ein Vollladung zwischen mindestens zweieinhalb bis vier Stunden einkalkuliert werden. Empfehlenswert für eine unterbrechungsfreie längere Radtour ist die Anschaffung eines zweiten Akkus. Gelände und zuweilen auch das Alter des Akkus entscheiden über die Reichweite des E-Bike. Den Herstellerangaben zur Folge liegt die Mindestreichweite bei 40 bis 60 Kilometern. Leistungsstarke Akkus erlauben eine Unterstützung der Pedalkraft zwischen 100 und 150 Kilometern.

Im Schwarzwald gibt es über 170 Gastronomiebetriebe mit E-Bike-Tankstellen

Mit dem eingebauten Rückenwind lässt es sich gemütlich durch die Landschaft radeln. Doch was tun, wenn wenn der Akku leer ist? Allein im Schwarzwald gibt es inzwischen über 170 E-Bike-Tankstellen. Während sich die Radler von der Tour bei einem Kaffee und Stück Kuchen, einem leckeren Mittagessen und einem Gläschen Wein oder einem erfrischenden Radler in der Wirtschaft erholen können, erhält auch der Akku eine Verschnaufpause. Und schon nach rund zwei Stunden (je nach Entladezustand) geht die Radtour frisch gestärkt weiter.

Mit dem E-Bike den Schwarzwald Panorama-Radweg erkunden

Der Schwarzwald Panorama-Radweg führt über die Höhen des Mittelgebirges. Tourenradler absolvieren die Strecke von Pforzheim im Norden bequem und kräfteschonend mit dem E-Bike bis hinunter an die Schweizer Grenze nach Waldshut-Tiengen im Süden. Die rund 280 Kilometer lange Distanz kann am besten in fünf Etappen abfahren. Eine Empfehlung ist neuerdings auch der neue Waggon für Radfahrer auf der Höllentalbahn zwischen Freiburg und Seebrugg. Hinauf oder hinunter geht es mit der Eisenbahn, dazwischen lässt sich der Schwarzwald mit dem Fahrrad erkunden.