Mit dem Hund im Schnee spielen

Hund im Schnee - Sylvia Schöbe
Hund im Schnee - Sylvia Schöbe
Hunde brauchen auch im Winter viel Bewegung. Spiele im Schnee halten nicht nur warm, sondern wecken auch die Lebensfreude.

Hunde spielen gern. Es hält sie nicht bloß fit, sondern schärft auch ihre Sinne. Sie können ihr Jagdverhalten ausleben und sich wohltuend auspowern. Ausreichende Beschäftigung bekämpft Langeweile, macht nicht nur glücklich, sondern entspannt nebenbei den Organismus des Hundes auf effektive Weise. Auf das Spielen sollte daher nicht verzichtet werden.

Wenn es jedoch draußen kalt ist und sogar Schnee liegt, vernachlässigen viele Besitzer, ihr Tier im Freien zu unterhalten. Dabei ist es gar nicht so schwierig, den Hund auch im Winter auf fantasievolle Weise zum Spielen anzuregen.

Mit dem Hund auf Spurensuche gehen

Ausführliche Winterwanderungen sind gesund. Noch besser ist es jedoch, das gründliche Austoben und eine spannende Beschäftigung im Freien zu ermöglichen. Hat es geschneit, kann man zum Beispiel mit dem Hund auf Spurensuche gehen. Dazu sollten Sie ihn allerdings zu Zweit begleiten, so dass einer von Ihnen eine Fährte legen kann. Das bedeutet, einfach gemütlich durch den Schnee zu stapfen und Schuhabdrucke zu hinterlassen.

Lenken Sie Ihren tierischen Freund ab, so dass er den Fährtenleger nicht beobachtet. Währenddessen kann Ihr Partner eine ca. 300 Meter lange Spur in den Schnee treten. Anschließend sollte er sich hinter einem Baum, einen Busch oder ähnlichem verstecken. An warme Kleidung sollte dabei vorher unbedingt gedacht werden!

Nach ungefähr fünf bis zehn Minuten können Sie sich mit dem angeleinten Hund auf die Suche nach dem "Vermissten" begeben. Lassen Sie dem Tier ein bisschen Zeit und beeinflussen Sie es nicht. Der Hund wird viel Spaß daran haben, die Fährte zu erschnüffeln. Die anschließende Freude über das Auffinden kann gleich für ein kurzes Tobespiel genutzt werden. Das wird nicht nur den Vierbeiner erwärmen.

Spielzeug des Hundes suchen

Das Suchen von Spielzeug ist ebenfalls eine schöne Beschäftigung, die im Schnee durchgeführt werden kann. Das Verstecken kann dabei auf verschiedene Weise erfolgen. Ist der Hund beim Spaziergehen abgelenkt, schnüffelt beispielsweise interessiert an Steinen und Sträuchern, können Sie sein mitgenommenes kleines Spielzeug weit abseits in den Schnee werfen, so dass er es nicht auf den ersten Blick wahrnimmt. Anschließend können Sie den Hund auf die Suche schicken. Die Schwierigkeit bei diesem Spiel besteht darin, dass es diesmal keine Spuren gibt, die das Versteck verraten. Um das Spielzeug zu entdecken, muss er sich anstrengen und das Gebiet systematisch absuchen. Deshalb sollten Sie seine Leistung nach dem Auffinden auch loben und Freude zeigen.

Das Lieblingsspielzeug des Hundes lässt sich auch wunderbar im Schnee verscharren. Buddelt der Hund gern und kennt dieses Spiel beispielsweise bereits vom Strand, kann man es gleich ein wenig tiefer vergraben. Noch schwieriger wird es, wenn das Tier dabei nicht zuguckt.

Über Hindernisse springen

Auch für das Springen über Hindernisse kann der Schnee nützlich sein. Besonders, wenn sie mehrere Zentimeter dick ist, wirkt die weiße Pracht schonend auf die Gelenke. Sie federt ab und belastet nicht. Bevor man den Hund jedoch über Äste springen lässt, die man leicht zwischen Baumstümpfen oder aufgestapelten Steinen platzieren kann, sollte der Vierbeiner seine Muskeln ein wenig aufwärmen können. Längeres Spazieren gehen und ein wenig joggen reichen bereits aus, um die Verletzungsgefahr zu minimieren.

Schneeballschlacht mit dem Hund

Eine "Schneeballschlacht" wird nicht nur Ihrem Hund Spaß bereiten. Formen Sie dafür jedoch keine Schneebälle. Das wäre zu gefährlich. Nehmen Sie stattdessen etwas losen Schnee und werfen Sie ihn über den Kopf des Tieres. Sie werden sehen, wie viel Freude es daran hat, die Flocken aus der Luft zu schnappen.

An den Schutz der Pfoten denken

Es gibt noch viel mehr Beschäftigungen, die Sie mit Ihrem Hund im Schnee durchführen können. Denken Sie jedoch daran, dass das Laufen im Schneematsch, über Eiskristalle und Streusalz die Pfoten angreifen kann. Um schmerzhafte Entzündungen zu verhindern und ein unbeschwertes Spielen zu ermöglichen, sollten die empfindlichen Ballen geschützt werden. Daher ist es empfehlenswert, die Pfoten vor dem Spaziergang im Schnee mit speziellem Pfotenschutz-Balsam oder Vaseline einzureiben.

Spiele und spannende Beschäftigungen sind für den Hund auch im Winter notwendig. Ausgiebiges Rennen und Toben wärmt nicht nur den Körper, sondern auch das Gemüt. Lassen Sie sich ruhig von Ihrem Vierbeiner anstecken.

Literaturhinweis:

Brigitte Rauth-Widmann: Hundespiele - Hunde motivieren und beschäftigen. KOSMOS Verlag, Stuttgart 2009

Sylvia Schöbe - Liebe Leser und Leserinnen, Vielen Dank für das Interesse an mir und meinen Artikeln. Dann möchte ich mich einmal kurz ...

rss