Christian Kuhtz ist bekannt für seinen Erfindergeist, der voll im Sinne einer umweltfreundlichen Energieausnutzung steht. Nach dem Minimalprinzip, mit geringstem Aufwand den größtmöglichen Erfolg zu erzielen, verbaut er in seinen Konstruktionen überwiegend Teile vom Schrottplatz oder sonstigen Entsorgungsplätzen.

Ressourcen schonen und Müll vermeiden

Der Tüftler ermutigt hiermit all diejenigen, die nach alternativen Lösungen suchen, um Ressourcen zu schonen und Müll zu vermeiden. Sein in einigen Jahrzehnten erworbenes Wissen gibt er mit den von ihm veröffentlichten Heften der Serie „Einfälle statt Abfälle“ weiter. Die immer steigende Nachfrage basiert zum einen auf dem Interesse an zunehmend bewussterem Leben und der damit verbundenen Neudeklarierung der Werte. Gesunden und Erhalten der Umwelt rücken immer mehr in den Mittelpunkt der aktuellen Wertvorstellung als das noch vor dreißig Jahren der Fall war. Das Bewusstsein der begrenzten Kapazitäten der Ressourcen und Rohstoffe erfordern die fortwährende Suche nach Lösungen zur Müllvermeidung. In Christian Kuhtz ist dieser Grundgedanke ebenso manifestiert wie die ständige Suche nach noch optimalen Lösungsansätzen, diesem Grundsatz Folge zu leisten.

Ermutigung zum Selbstbau von Windrädern und Solaranlagen

Doch nicht allein die bestmögliche Energieausnutzung ist wichtiger Aspekt in seinen Konstruktionen, sondern sich auch eine gewisse Unabhängigkeit von Wirtschaft und Industrie zu schaffen. Seine Idee ist es, Leute zum Selbstbau von Anlagen zur alternativen Energiegewinnung zu ermutigen.

Eine der Devisen von Christian Kuhtz lautet: Abfall benützen heißt Umwelt schützen und erinnert damit daran, dass schon beim Kauf von Neumaterial der Verbraucher viel Schaden anrichte, da es unmöglich sei, den oftmals schon in die Dritte Welt ausgelagerten Herstellungsprozess des Endproduktes wahrzunehmen und zu verfolgen.

Christian Kuhtz beantwortet alle Fragen präzise und detailliert

In seinen detaillierten Ausführungen erläutert er das Für und Wider vom Einsatz von Fahrradketten beim Windradbau, die einerseits eine Leichtgängigkeit garantieren und andererseits einen fast unerträglichen Geräuschpegel verursachen. Ebenso beleuchtet er den wesentlichen Faktor der Masthöhe, den weitaus wichtigeren Aspekt als die Größe des Windrades. Der Konstrukteur geht auf die einzelnen Planungspunkte ebenso ein wie auf die Effizienz, beantwortet die Fragen, welcher Generator wozu passt, wie ein Propeller einfach zu bauen ist, woran der Bastler gutes Holz erkennt, wie ein Radlager auseinander und zusammen gebaut wird, wie der Propeller befestigt, dynamisch und statisch ausgewuchtet wird. Er klärt die Detailfragen der Mechanik wie Steuerung, Rahmenkonstruktion, Lager, Bremse und Sturmsicherung.

Die selbst gebauten Windräder von Christian Kuhtz

In seinem ersten Heft „Windkraft? - ganz einfach“ gibt er Anleitungen weiter, die für den Bau von zwei sehr einfach gehaltenen Windrädern konzipiert sind. Die sind besonders für diejenigen interessant, die sich erstmals mit dem Windradbau befassen. Hier erklärt Christian Kuhtz die Technik sehr anschaulich.

Sein erstes funktionierendes Windrad konstruierte er 1978 aus Schrott und Müll. Zwei Jahre später baute er ein weiteres mit aerodynamischen Flügeln, die aus dem Holz von Fußbodendielen hergestellt waren. Obgleich eine verbesserte Autolichtmaschine für den verbesserten Antrieb sorgt, so war der Einsatz einer Fahrradkette zu laut. Jahrelanges Tüfteln und Probieren optimierten seine Ergebnisse. Sechs Jahre später, 1986, baute Christian Kuhtz ein weiteres leichtes und transportables Windrad, welches er bereits 1981 in seinem Heft „Windkraft – ja bitte“ detailliert beschrieben hat. Sein erstes Heft befasst sich noch ausschließlich mit den Grundlagen des Baus eines Windrades in kleinem Maßstab. In seinem Nachfolgeheft „Windkraft – ja bitte“ sind bereits größere Windräder beschrieben, die auf dem gleichen Prinzip beruhen wie die kleinen Modelle. Die beschriebenen Windräder sind ohne Getriebe ausgestattet, um die gewonnene Energie ohne Verluste zum Generator zu leiten.

Sonnenkollektoren selber bauen

Grundsätzlich weist der Bastler darauf hin, dass bereits mit einem Quadratmeter Kollektorfläche 4 bis 5 Kilowattstunden Sonnenenergiemenge pro Tag erzeugt werden. Im Winter ist es weniger, was immer noch ausreichend sei, um Warmwasser zu bereiten oder eine Wohnung mitzuheizen.

Auch mit dem Selbstbau von Sonnenkollektoren befasst sich Christian Kuhtz akribisch. Und gibt sein Wissen, das auf praktischen Selbstexperimenten beruht, in einer Variantenvielfalt mit 12 Bauanleitungen weiter. So beschreibt er die Funktionsweise von einem Waschschüssel-Kollektor, einem Pott-Kollektor, einem Wärmekistenkollektor, einem Kanisterkolletor und einem Gartenschlauch-Kollektor.

Auch artverwande Themen erläutert er, wie unter anderem den Sonnenkühlschrank, der nach einem alten griechischen Prinzip funktioniert, wie man mit der Sonne kochendes Wasser bereiten kann, was eine Sonnen-Kochkiste ist und so weiter. „Der Herd bleibt aus!“ oder „AKW – NEE“ so die klaren Aussagen, des Autors.

Da Christian Kuhtz ausschließlich auf dem Postweg zu erreichen ist und er seine Originalhefte ausschließlich auf diesem Wege vertreibt, sind diese direkt von ihm unter Hagebuttenstraße 23, 24113 Kiel, zu beziehen.