Mit Edu-Kinestetik Lernblockaden auflösen

Kinesiologische Übungen helfen bei Lernproblemen

Brain-Gym-Übungen aus der Edu-Kinestetik regen die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften an und wirken positiv auf Konzentrations- und Lernprobleme und Legasthenie.

Die Edu-Kinestetik wurde in den 1970er Jahren vom Lernforscher Dr. Paul E. Dennison entwickelt. Sie ist eine ganzheitliche Methode, unsere Lernfähigkeit zu erweitern, und basiert auf dem Wissen und den Erfahrungen der Angewandten Kinesiologie, der Lernpsychologie, der Gehirnforschung und der chinesischen Meridianlehre.

"Es geht bei der Edu-Kinestitik hauptsächlich um das Aufspüren von Energieblockaden beim Lernen und deren Auflösung", erklärt Dr. Anna Sattler, Mitglied des Österreichischen Berufsverbands der Kinesiologen. "Durch Bewegungsübungen und das Halten und Reiben von Reflexzonen kann das Gehirn trainert und aktiviert werden."

Kinesiologie und die Zusammenarbeit der Hirnhälften

Lernschwierigkeiten, Konzentrationsprobleme, Legasthenie usw. sind oft die Folge der fehlenden Zusammenarbeit der beiden Hirnhälften, die unterschiedliche Aufgaben haben. Die linke Hirnhälfte ist die rationale, mathematisch denkende. Hier sitzt auch das Sprachzentrum. Die rechte Hälfte dagegen funktioniert stärker gefühlsorientiert, kreativ, ganzheitlich, bildhaft. Die beiden Teile sind durch ein Bündel von Nervenfasern, das Corpus callosum, verbunden.

Kampf-Flucht-Muster bei Stress

Zum Lernen von Neuem, ja für jede Tätigkeit benötigen wir beide Hirnhälften. "Unter Stress handeln wir aber nach dem Kampf-Flucht-Muster - aus dem Überlebensinstinkt heraus gehen wir in unsere Dominanzen, agieren einseitig, nur mehr eine Gehirnhälfte steht uns zur Verfügung", so Kinesiologin Sattler.

Rechtshirn- und Linkshirndominanz

Nutzt zum Beispiel ein Schüler beim Schreiben der Deutschschularbeit nur die linke Hirnhälfte, wird die Geschichte sehr nüchtern, beziehungsweise dem Kind fällt auch nicht wirklich ein, was es schreiben soll. Dafür ist das, was aufs Blatt gebracht wird, oft fehlerfrei. Ein Schüler mit Rechtshirndominanz dagegen würde das Thema ausschmücken, er findet oft kein Ende und macht dabei viele Fehler.

Kinesiologischer Musekltest

Mit dem kinesiologischen Muskeltest können Auslöser für Konzentrations- und Lernprobleme oder Legasthenie aufgespürt werden. Durch Stressabbau und gezielte Bewegungen, die sogenannte "Brain-Gym" wird die Hirnintegration gefördert, Blockaden werden ausgeglichen und damit klares und entspanntes Denken - auch zum Beispiel im Büro! - erleichtert.

Brain-Gym-Übungen

Hier drei der bekanntesten Brain-Gym-Übungen:

  • Überkreuzbewegungen: Wir bewegen abwechselnd einen Ellenbogen und das jeweils gegenüberliegende Bein zueinander.
  • Liegende Acht: Wir zeichnen mit dem ausgestreckten Arm eine liegende Acht, das Zeichen für Unendlichkeit, in die Luft. Wir beginnen in der Mitte der Acht, starten immer nach oben rechts oder links. Hält man den Kopf dabei ruhig, so folgen die Augen sanft der Bewegung.
  • Gehirnknöpfe: Wir massieren mit Daumen und zwei Fingern der einen Hand die Akupunkturpunkte Nier 27 (rechts und links zwischen dem Schlüsselbein und der ersten Rippe) und halten mit zwei Fingern der anderen Hand den Nabel.

Positive Auswirkungen von Brain-Gym

Brain-Gym-Übungen regen die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften an. Das hat positive Auswirkungen auf Konzentrationsprobleme, Lernschwierigkeiten und Legasthenie.

Allgemeine Informationen zur Kinesiologie finden Sie im Artikel Kinesiologie: Geschichte und Methoden der Autorin. Eine weitere kinesiologische Technik, die bei Lernblockaden helfen kann, ist "Three in One Concepts".

Karin Martin, Karin Martin

Karin Martin - ... geboren und aufgewachsen in Wien absovierte ich eben dort mein Romanistik- und Publizistik-Studium. Später zog ich mit meiner ...

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