Migräne stellt in Deutschland einen der häufigsten Gründe für Krankschreibungen und Ausfallzeiten im Berufsleben dar. Die anfallsartigen Kopfschmerzen können sehr belastend sein, sie gehen mit Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit und Geräuschempfindlichkeit einher. Meist betreffen die Schmerzen den Kopf halbseitig und können im Vorfeld des Auftretens schon von Störungen der Wahrnehmung angekündigt werden. Auch Einschränkungen in der Beweglichkeit kann ein Migräneanfall bewirken. Frauen leiden dreimal so häufig an Migräne als Männer.

Kräuterbücher beschreiben natürliche Heilmittel

In Kräuterbüchern findet man viele Hinweise auf Heilkräuter gegen Migräne. Natürlich darf man dabei keine sofortige Wirkung ähnlich einer Schmerztherapie erwarten, aber bei Anwendung von regelmäßigen Teekuren können deutliche Linderungen der Symptome beobachtet werden. Viele Autoren beschreiben enthusiastisch die Wirkung von Kräuterkuren, die spezielle Wirkung auf den einzelnen Patienten kann man aber nur durch eine längere Behandlung belegen. Im ausführlichen Kräuterbuch von Maria Treben, einer in alternativmedizinischen Kreisen anerkannten Kräuterexpertin, sind viele Heilkräuter gegen Kopfschmerzen und Migräne beschrieben.

Schafgarbe als Heilkraut gegen Migräne

Schafgarbe hat in der Kräuterheilkunde eine wichtige Rolle. Als Tee getrunken wirkt sie gegen Migräne, Menstruationsbeschwerden, Magenschmerzen, Schmerzen bei Rheuma, zu schwache Nierentätigkeit und Appetitlosigkeit. Maria Treben beschreibt, Migräne könne sich vollständig verlieren, wenn regelmäßig Schafgarbentee zur Anwendung komme. Ein Anfall von Migräne sei mit einer Tasse Schafgarbentee sofort zu lindern.

Schafgarbe als Tee bereiten

Schafgarbe sammelt man, wenn sie in voller Blüte steht. An einem sonnigen Tag schneidet man die Blüten mit Stängel ab und bindet sie zu kleinen Sträußen, die man an schattiger Stelle zum Trocknen aufhängt. Vollkommen trocken werden die Kräuter in einer großen Schüssel mit einer Schere kleingeschnitten und luftdicht in Schraubgläser oder Vorratsdosen verpackt. Von diesen Trockenkräutern kommt ein Teelöffel auf einen Viertelliter kochendes Wasser und wird fünf Minuten ziehen gelassen. Der abgeseihte Tee soll heiß getrunken werden, bei einer Teekur trinkt man bis zu fünf Tassen über den Tag verteilt. Natürlich kann man das getrocknete Kraut auch in einer Apotheke kaufen.

Die Schlüsselblume als Heilkraut gegen Migräne

Die Schlüsselblume hat ebenfalls eine bedeutende Wirkung bei Migräne. Schon Sebastian Kneipp wusste von der Wirkung der Schlüsselblume und beschrieb sie in seinen Aufzeichnungen. Gesammelt wird die gesamte Blütendolde, getrocknet ist diese sehr lange haltbar. Auch dieses Heilkraut kann alternativ zum Selbersammeln in der Apotheke gekauft werden. Bei der Teezubereitung nimmt man einen Teelöffel getrocknete Kräuter und übergießt diese mit einem Viertelliter kochendem Wasser. Nach einer kurzen Zeit des Ziehens kann der Tee heiß getrunken werden. Er hilft gegen Migräne und Kopfschmerz und hat eine enorme blutreinigende Wirkung, die auch Rheuma und Gicht effektiv lindern soll. Hildegard von Bingen erwähnte in ihrem Kräuterwissen die Pflanze als "Himmelsschlüssel" und sprach ihr große Bedeutung zu.

Quellen:

Treben, M. "Gesundheit aus der Apotheke Gottes" (1980) ISBN 3850680908

Forschergruppe Klostermedizin

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel fachlichen Rat, zum Beispiel den eines Arztes, nicht ersetzen kann und dass es sich hier um eine alternativmedizinische Methode handelt.