
- Weg vor Bunker Maginotlinie Hackenberg - Pascal Witry
Ein Besuch des historischen Friedhofs im lothringischen Veckring lässt sich problemlos mit einem beeindruckenden Rundweg zu den einzigartigen Bunker der Maginot-Linie kombinieren. Der Rundweg kann problemlos mit Mountainbike oder zu Fuss erkundet werden. Der Weg führt an zahlreichen Bunkern aus dem Krieg vorbei und ermöglicht es so dem Besucher, die Größe dieser unterirdischen Festung selbst zu bestaunen. Es gibt zwei Varianten des Weges. Beide Varianten sind anfangs über eine längere Strecke mit dem gleichen Schild gekennzeichnet, da sie einen großen Teil des Rundweges parallel verlaufen.
Festung Hackenberg erkunden
Man kann den Wagen am touristisch genutzten Eingang von der Festung Hackenberg in den Hügeln oberhalb Veckring parken und ab da mit dem Mountainbike entlang des Mannschaftseingang und dem Friedhof mit Kapelle weiterfahren. Man kann seinen Wagen stattdessen auch direkt beim Mannschaftseingang oder an der Kapelle parken und von dort aus zu der Mountainbike-Tour starten. Um zum Mannschaftseingang zu gelangen, braucht man nur auf der Feldstraße entlang dem touristischen Eingang weiter zu fahren.
Bunker und Panzersperre auf dem Hackenberg
In unterirdischen Räumen unter der Kapelle auf dem Gipfel über dem Bunker befand sich früher ein Kontrollposten der Festung Hackenberg. Neben der Kapelle sind noch Kuppeln der unterirdischen Festung mit ihren über zehn Kilometer langen Gängen im Innern des Berges zu sehen. Die Kapelle befindet sich auf einer Höhe von 347 Metern über dem Meeresspiegel. Entlang den beiden Kuppeln im Hang unterhalb der Kapelle geht es dann abwärts zu den anderen befestigten Stellungen. Ein etwa hundert Meter unterhalb der Kapelle nach links abzweigender Weg muss links liegen gelassen werden. Es geht geradeaus weiter bis zu einer Kreuzung, wo man nach links radelt.
Nach wenigen Metern fährt der Mountainbiker auf dem Weg oberhalb einer langen Mauer, welche als Panzersperre diente. Plötzlich steht der Mountainbiker auf einer Schneise vor einem gewaltigen Bunker. Der Kampfblock oberhalb des Weges gehört zusammen mit weiteren Blöcken zur Steilwand. Die hohe gemauerte Steilwand mündet in den breiten Graben vor diesen Blöcken. Diese Steilwand und Gräben sollten die Festung vor feindlichen Fahrzeugen schützen. Etwas weiter weg am unteren Ende der Steilwand und des Grabens liegt Kampfblock 25 unmittelbar am Weg.
Entlang schwer bewaffneter Bunker mit dem Mountainbike
Entlang der gesamten Strecke stehen in den Boden gerammte Eisenbahnschienen als schützendes Hindernis gegen Panzer. Schilder weisen darauf hin, dass die Wege des Waldes für Besucher freigegeben worden sind. Das ehemalige militärische Gelände neben den Wegen darf aus Sicherheitsgründen jedoch nicht betreten werden. Mountainbiker können sich problemlos auf den Pfaden in diesem Wald bewegen, solange sie die gekennzeichneten Wege nicht verlassen. Nahe dem Block 25 führen mehrere Stufen bergauf zu den Blöcken acht und neun.
Zuerst erreicht man den Block 9, welcher mit Bombenwerfern ausgerüstet war. Diese konnten bis zu 19 Kilo schwere Geschosse vier Kilometer weit schießen. Oben auf dem Block 9 ist noch ein versenkbarer gepanzerter Drehturm zu sehen. Ein weiterer Bombenwerfer befindet sich in einer Schießscharte des Bauwerkes. Folgt man dem Weg weiter über die Wiese, kommt man zum Block 8. Der Block 8 verfügt über drei Kanonenhaubitzen, welche etwa zwölf Kilometer weit schießen konnten. Die Fassade des Blocks wurde im November 1944 schwer beschädigt. Zurück beim Block 25 am Graben, kann man entlang weiterer Bunker den Rundweg zum Ausgangspunkt fortsetzen.
