
- Rosen im Garten - Rolf Handke (pixelio.de)
Während der Zeit der Schlingrosenblüte, im Juni und Juli, ist ein Spaziergang an fremden Gärten ein ausgesprochen sinnliches Erlebnis, denn einerseits gibt es eine bezaubernde Blütenpracht zu sehen und andererseits liegen betörende Düfte in der Luft. Aber so mancher Versuch, einen schönen Strauß zu pflücken, kann auch damit enden, dass man mit den Stacheln der Rosen in Berührung kommt.
Die besten Standorte für Rosen im Garten
Die Merkmale der Schlingrosen sind lange, weiche und biegsame Triebe. Viele haben auch wildrosenartige Blüten. Sie werden generell „Rambler“ genannt. Dies ist eine Ableitung aus dem Englischen, die so viel bedeutet wie „umherschweifen“, was auch das Wachstumsverhalten dieser Pflanzen auf jeden Fall zutrifft. Die Schlingrosen können bis zu 10 m hoch werden und damit Baumkronen locker das Wasser reichen, aber sie können auch über Mauern und Abhängen herabwachsen. Die wuchsfreudigen Ramblerrosen, wie beispielsweise die „Paul's Himalayan“ brauchen jedoch nur wenig Standplatz. Dieser kann im Halbschatten angelegt sein, allerdings auch wenn die Wurzeln eher im Schatten wohnen, brauchen die Triebe schon mehr Licht, sonst fällt die Blüte nicht so üppig aus. Des Weiteren mögen es die Ramblerrosen es auch, wenn von Zeit zu Zeit der Wind bläst. Obstbäume sind zum Beispiel ideale Partner für Schlingrosen. Am Anfang kann man den Wuchs der Jungpflanze mithilfe einer alten Leiter lenken, doch dann verhaken sich die stacheligen Triebe ganz von selbst an der Baumrinde oder im Geäst. Wenn die Pflanze ausgewachsen ist, überzieht ein dichter Blütenschleier den Baum. Besonders dekorativ sieht es aus, wenn einzelne Girlanden locker herunterhängen. Doch auch an anderen Bäumen, wie an der Kiefer oder an der Lärche, hangeln sich die Ramblerrosen nach oben.
Je nach Bedarf den Garten gestalten – die Unterschiedlichkeit der Rosen
Weiße bis zartrosa getönte Blüten sind ganz typisch für Schlingrosen. Sie stehen in großen Büscheln zusammen und verweben sich so, dass sie wie Vorhänge wirken. Doch es gibt natürlich noch Rosen in anderen Farben wie apricot, rot, violett oder gelb. Zur Blüte kommt es zwar bei den großen Ramblerrosen nur einmal im Jahr, doch ist der Eindruck während dieser Zeit so stark, dass er schon eine Vorfreude auf das kommende wecken kann. Und außerdem lässt sich die Freude an der Blütezeit auch dadurch verlängern, dass beispielsweise die Hagebutte, die eine schöne Herbstfärbung in den Garten bringt, in Kombination mit den Ramblerrosen gepflanzt wird. Die meisten Rambler besitzen kräftigen Stachel, doch es gibt auch welche, die diesbezüglich etwas milder sind. Das „Veilchenblau“ zum Beispiel trägt wenige Stacheln und „Lykkefund“ oder „ Madame Sancy de Parabère“ haben gar keine. Daher eignen diese sich hervorragend für Gärten, in denen Kinder toben oder für dekorative Sitzplätze. Mit den Ramblern lässt sich ein Garten mühelos gestalten. Mit sogenannten Rosengirlanden kann man beispielsweise einzelne Bereiche abtrennen. Sie verstecken langweilige Maschendraht-Zäune und begrünen Böschungen oder Mauerkronen. Für Kleingartenbesitzer gibt es Rosenzüchtungen, die höchstens drei Meter hochwachsen. Diese haben weiche und biegsame Triebe, sie stehen in üppigen Dolden zusammen und tragen kleine beziehungsweise mittelgroße Blüten. Ihre Blütenzeit ist durchgehend von Juni bis zum ersten Frost. Seit wenigen Jahren gibt es auch Rambler, die öfters im Jahr blühen wie etwa die „New Dawn“ oder die „Kirschrose“.
Da Ramblerrosen normalerweise dazu neigen, sehr schnell alles zu überwuchern, haben Züchter Schlingrosen entwickelt, die auch für kleine Gärten geeignet sind. Dies sind sogenannte Mini-Rambler, die kleinen Grundstücken ein zauberhaftes Aussehen verleihen, wenn sie an Blumenbögen oder Rankgittern wachsen.
