
- Berliner Dom - Rebecca Haertel
In Mitte fing alles an. In Mitte befindet sich die Wiege Berlins. In Mitte findet man die Top Sehenswürdigkeiten Berlins - natürlich auch das weltberühmte Brandenburger Tor. Einst gab es zwei Städte: Cölln wurde 1237 erstmals erwähnt und Berlin, das 1244 erwähnt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wuchsen die Städte zu der heutigen turbulenten Hauptstadt zusammen.
Molkenmarkt und Nicolaiviertel - die ältesten Flecken Berlins
Der Verkehr tobt von allen Seiten am Molkenmarkt. Heute merkt man nicht mehr, dass er der älteste Platz Berlins ist. Das Rote Rathaus, der Sitz des Berliner Bürgermeisters, liegt auf der einen Seite des Molkenmarkts; direkt gegenüber befindet sich das Alte Stadthaus. Schon bald nach der Vollendung des Roten Rathauses (1868) stellten die Senatoren fest, dass die Räume nicht ausreichten. Als Ergänzung entstand das Alte Stadthaus. Es wurde 1911 fertiggestellt.
Etwas Ruhe findet man im historischen Nicolaiviertel. Urige Restaurants laden zum Verweilen ein - die vielen kleinen Läden zum Shoppen. Mitten im Nicolaiviertel ragt stolz die Nikolaikirche hervor. Sie ist die älteste Kirche Berlins und wurde um 1230 errichtet. Heute befindet sich im Inneren eine Ausstellung über die Geschichte der Nicolaikirche.
Die zweitälteste Kirche Berlins ist die St. Marienkirche in der Karl-Liebknecht-Straße, ganz in der Nähe des Fernsehturmes. Der Platz darum herum ist ziemlich leer und man kann sich gar nicht vorstellen, dass er einmal dicht bebaut war, bis der Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg die Gebäude zerstörte.
Regierung und Adel
Stolz blickt die Quadriga auf dem Brandenburger Tor (1791) Richtung Schlossplatz. Der Bezirk Mitte war auch Mittelpunkt der Regierung. Das Schloss, welches einst hier jahrhundertelang stand, gibt es nicht mehr. Es wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1950 abgerissen. An seiner Seite war viele Jahre der Platz der Republik - der Stolz der DDR-Regierung. Pläne, das Schloss wieder aufzubauen, gibt es. Auf der Prachtstraße Unter den Linden wohnten einst viele Reiche. Im Prinzessinnenpalais - das heute das noble Operncafé beherbergt - lebten bis 1918 Mitglieder der preußischen Herrscherfamilie, wie die Töchter von König Wilhelm III. Im Kronprinzenpalais kamen die späteren Kaiser Wilhelm I. und Wilhelm II. zur Welt. Die Wilhelmstraße war bis 1945 Sitz wichtiger Regierungsbehörden und stand als Synonym für die Deutsche Regierung.
Kultur
Das Zeughaus (1695-1705) weiß viel von Berlins Geschichte zu berichten. Es ist nicht nur das älteste Haus in der Straße Unter den Linden, sondern es beherbergt auch das Deutsche Historische Museum.
Auf die Geschichte Berlins spezialisiert sich das Märkische Museum.
Am Köllnischen Park
Di, Do - So: 10 - 18 Uhr, Mi: 12 - 20 Uhr
Apropos Museen - ein UNESCO Weltkulturerbe ist die Museumsinsel. Fünf erstklassige Museen helfen den Besuchern, ihr Wissen über Kunst und antike Geschichte zu vertiefen. Ein Highlight ist die Nofretete im Neuen Museum. Nicht auf der Museumsinsel, sondern gegenüber dem Berliner Dom (1894-1905) liegt das DDR Museum, wo man sich unterhaltsam über die Geschichte des ehemaligen „Arbeiter- und Bauernstaates“ informieren kann.
Karl-Liebknecht-Str. 1
Mo - So: 10 - 20 Uhr, Sa: 10 - 22 Uhr
Auch sonst ist kulturell in Mitte viel los. Hier findet man viele historische Theater. Die berühmte Staatsoper (Unter den Linden) gibt es schon seit 1743. Sie wurde jedoch mehrmals umgebaut. Zurzeit ist sie wieder wegen Sanierung geschlossen. Bemerkenswert sind auch das Deutsche Theater, das Berliner Ensemble (die Heimat von Bertolt Brecht), der Friedrichstadtpalast und Schinkels Schauspielhaus (das jetzige Konzerthaus) auf dem Gendarmenmarkt.
Viele behaupten, dass der Gendarmenmarkt der schönste Platz Europas sei. Wie Zwillinge wirken der Deutsche Dom und der Französische Dom. Sie wurden etwa zur gleichen Zeit im ersten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts errichtet. Der Französische Dom für die Hugenotten, die Einwanderer aus Frankreich und der Deutsche Dom für die Berliner.
Das moderne Berlin
Auf dem Alexanderplatz ist immer was los. Mitten heraus ragt der 368 Meter hohe Fernsehturm - das höchste Gebäude Deutschlands. Von oben hat man einen wunderbaren Blick über den Bezirk Mitte und das restliche Berlin. Touristen und natürlich auch Berliner erholen sich am historischen Neptunbrunnen, der einst vor dem Berliner Schloss stand. Auf dem Alex gibt es viele Möglichkeiten einen Einkaufsbummel zu machen. Beliebt ist das hochmoderne Einkaufscenter Alexa - wo auch die interessante Ausstellung „Loxx - Miniatur Welten“ untergebracht ist.
Die Friedrichstraße ist eine beliebte Einkaufsstraße. Das Kulturkaufhaus Dussmann (Friedrichstraße 90) bietet Bücher, CDs und DVDs auf mehren Etagen an. Es ist Montag bis Samstag von 10 Uhr bis Mitternacht geöffnet.
Lafayette ist die Berliner Dependance des französischen Kaufhauses. Obwohl nicht für jeden Geldbeutel geeignet, macht es Spaß, dort hindurchzuschlendern.
Seit dem 1. Januar 2001 bilden die drei ehemaligen Bezirke Mitte, Tiergarten und Wedding den neuen Bezirk Mitte. Für die meisten Berliner ist Mitte jedoch weiterhin der „Kern“ Berlins und nicht der neue Bezirk.
