Kopfläuse

Läuse sind zwar lästige Gäste, aber letztlich ungefährlich

Wie machen sich Kopfläuse bemerkbar? Wie wird man die Plagegeister wieder los?

Es gibt mehrere Arten von Parasiten, die den Menschen befallen können. Einige dieser Schädlinge übertragen Krankheitserreger, die teilweise tödliche Krankheiten (Parasitosen) verursachen können. Zu den Parasiten zählen Läuse, Flöhe oder Milben. Diese Organismen leben auf der Hautoberfläche und können bereits durch direkten Kontakt Hautreizungen hervorrufen. Sie schädigen ihren Wirt durch Stiche oder Bisse, sowie giftige Ausscheidungen. Im Folgenden wird die Kopflaus vorgestellt. Kopfläuse sind zwar lästig, aber nicht wirkliche gefährlich.

Symptome bei Kopfläusen

Das erste Anzeichen für einen Kopflausbefall ist meist ein ungewöhnlich starker Juckreiz. Besteht der Verdacht, dass sich die Tiere auf dem Kopf ausgebreitet haben, sollten die Haare und Kopfhaut genau untersucht werden, eventuell mit einer Lupe. Dazu spreizt man das Haar mit einem Kamm Strich für Strich auseinander. Häufiger als die Läuse selbst findet man deren Eier in den Haaren - die so genannten Nissen. Sie sind mit bloßem Auge als kleine Punkte sichtbar und kleben besonders in der Nähe der Haarwurzeln an den Haaren fest.

Die flügellose Kopflaus (Pediculus humanus capitis) gehört zur Gattung der Tierläuse (Phthiraptera) und wird 3 - 4 Millimeter lang. Im Gegensatz zu Flöhen und Wanzen verbringen sie ihr ganzes Leben auf ihrem Wirt. Alle 2 - 3 Stunden stechen sie zu und saugen Blut. Der Stich ist im Allgemeinen harmlos. Die größte Gefahr ist das ständige Kratzen. Es kann dadurch zu offenen Wunden kommen, die sich bei Kontakt mit den Ausscheidungen der Läuse entzünden. Die Folge sind hässliche eitrige Hautausschläge. In diesem Fall ist unbedingt einen Arzt aufzusuchen.

Wie breiten sich Kopfläuse aus?

Bevorzugte Opfer der Kopfläuse sind 5 - 10-jährige Kinder. Kopfläuse breiten sich besonders in Schulen und Kindergärten aus, da Kinder hier häufig die Köpfe eng zusammenstecken. Beim gemeinsamen Lesen eines Buches, beim Spielen oder beim Kuscheln mit Freund oder Freundin krabbeln die Tiere von einem Kopf zum nächsten. Sie gelangen über Mützen, Schals und Jacken, die eng zusammenhängen, von einem Menschen zum nächsten. Und auch durch Haarbänder, Bürsten und Kämme ist eine Übertragung möglich. Kopfläuse sitzen in stoffbezogenen Kissen und Turnmatten sowie in Sitzlehnen im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Bis zu einer Woche können die Insekten in den Textilien überleben.

Maßnahmen zur Bekämpfung

Neben der Behandlung mit dem vom Arzt empfohlenen Präparat ist es bei parasitärem Befall außer einer gründlichen Körperhygiene auch ganz wichtig, die Bettwäsche, Schmusetiere, Decken usw. gründlich zu waschen. Die übrigen Familienmitglieder sollten ebenfalls mitbehandelt werden, auch wenn bei Ihnen das typische Jucken und die Hauterscheinungen noch fehlen sollten. Bis zum Auftreten der ersten Symptome nach einem Befall können bis zu vier Wochen vergehen. Behandlungsunterstützend erweisen sich auch Vollbäder. Die temperaturempfindlichen Larven und Nymphen werden abgetötet, die Ausbreitung des Milbenbefalls wird begrenzt.

Zur Behandlung von Parasiten gibt es verschiedene gut wirksame Präparate. Weitere Informationen zu den entsprechenden Therapeutika finden sie im Artikel Präparate gegen Parasitenbefall.

Präparate gegen Läuse für Kinder und Schwangere

Bei Kindern und Schwangeren sieht man von der Behandlung mit lindanhaltigen Mitteln ab. Bei diesen Personengruppen werden bevorzugt so genannte Pyrenoide (Gift der Chrysanthemenblüte) und Crotamiton angewendet. Nach einem Vollbad werden vom Nacken her die Lösungen am ganzen Körper verteilt. Nach einer Einwirkzeit von circa 14 Stunden (Pyrenoid) oder durch mehrmaliges Auftragen an aufeinander folgenden Tagen (Crotamiton) wird die Lösung wieder abgewaschen. Die Wirksamkeit von Crotamiton ist gegenüber lindanhaltigen Mitteln und Pyrethroiden nicht so gut. Eine Therapie muss eventuell abermals erfolgen.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell die fachliche Beurteilung durch einen Arzt nicht ersetzen kann! Besprechen Sie sich also im Zweifelsfall mit Ihrem Hausarzt.

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Albert Haufs - Herzlich willkommen auf meinem Profil! Hier nur kurz die wichtigsten Infos zu meiner Person. Ich arbeite seit mehreren Jahren als ...

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