MM - Das private Archiv von Marilyn Monroe: Bildbandrezension

MM - Das private Archiv von Marilyn Monroe - Knesebeck Verlag
MM - Das private Archiv von Marilyn Monroe - Knesebeck Verlag
Der Bildband zeigt unveröffentlichte Dokumente und Fotos der Sexbombe Marilyn Monroe, die auch heute noch als Verkörperung des amerikanischen Traums gilt.

Norma Jean Baker, besser als Marilyn Monroe weltbekannt, zählt auch 50 Jahre nach ihrem rätselhaften Tod zu den größten Sex- und Mode-Ikonen des 20. Jahrhunderts. Die Faszination der Filmdiva ist immer noch ungebrochen, denn Marilyn Monroe verkörperte perfekt den amerikanischen Traum. Doch hinter ihrer glitzernden Fassade verbarg sich eine verletzliche und sehr einsame junge Frau, die letztlich an ihrem Ruhm zu Grunde ging. Der im März 2011 im Knesebeck Verlag veröffentlichte Bildband "MM - Das private Archiv von Marilyn Monroe" lässt den Leser intensiv am Leben einer berühmten Legende teilhaben.

Die Idee hinter dem Bildband

Mark Anderson, ein erfolgreicher Fotograf, bekam vor einiger Zeit von Millington Conroy den Auftrag, die sogenannte "Monroe Collection" fotografisch zu erfassen. Conroy ist der Neffe von Marilyn Monroes Freundin Inez Melson, der in zwei unscheinbaren Aktenschränken unzählige private Dokumente und Fotos der Diva aufbewahrte. Mark Anderson zog die Autorin Lois Benner, die sich seit langer Zeit mit dem Leben Marilyn Monroes befasste, zu seinen Fotoarbeiten hinzu. Beide erhofften sich, in diesen Dokumenten die Antwort auf Marilyns bisher ungeklärten Tod zu bekommen und näheren Einblick in ihr Leben zu erhalten.

5.000 Dokumente und Fotografien

Die unscheinbaren Aktenschränke der verstorbenen Inez Melson hatten wahre Schätze zu bieten. Über 5.000 persönliche Briefe, Verträge, Fanpost und Zeitungsausschnitte fanden Mark Anderson und Lois Brenner vor. Aus den Dokumenten geht hervor, dass Marilyn Monroe im Grund ihres Herzens eine ganz normale Frau geblieben ist, die in regen Briefkontakt mit befreundeten Personen stand. Interessant sind auch die vorgefundenen Kassenbons, aus denen ersichtlich ist, welche Bücher, Kleider und Dinge des persönlichen Lebens die Stil-Ikone gekauft hat. Vorgefunden wurden weiterhin Klatschmagazine, auf deren Cover Marilyn Monroe abgebildet ist.

Göttin der Leinwand oder normale Frau?

"MM - Das private Archiv von Marilyn Monroe" zeigt eine völlig neue Sicht auf das Leben der Leinwandgöttin. Der Leser erfährt, wie sich die Schauspielerin vermarktete und als "MM" selbst inszenierte. Die Autorin Lois Banner erklärt in einer Einführung die Entstehungsgeschichte des großformatigen Bildbandes. Mark Andersons Fotos sind kunstvoll arrangiert und werden von Lois Banner auf pastelligem Untergrund kommentiert. Der Bildband mit seinen 336 Seiten ist sehr hochwertig und auf Grund der Fülle der Fotografien entdeckt der Leser beim erneuten Betrachten der Fotos immer wieder Erstaunliches.

Fazit

Fans von Marilyn Monroe werden an diesem qualitativ sehr hochwertigen Bildband ihre helle Freude haben. Der Mythos um die Sexbombe Marilyn Monroe bekommt mit diesem Buch neuen Aufschwung, denn Lois Banner und Mark Andersen zeigen die Diva als Mensch mit allen ihren Facetten. Ein Werk, dass sich von bisherigen Monroe- Biografien wohltuend abhebt. Ein geniales Dokument über ein Leben, welches bis heute rätselhaft ist. Das Rätsel um den Tod der Diva konnten auch die unzähligen Dokumente und Fotos nicht klären.

"MM - Das private Archiv von Marilyn Monroe" von Lois Banner und Mark Anderson, erschienen im März 2011 im Knesebeck Verlag, 336 Seiten, Großformat, 39,95 Euro, ISBN 978-3-86873-277-1

Die Autorin bedankt sich beim Knesebeck Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: Knesebeck Verlag

Gabriele Pagenhardt von Mainberg, Gabriele Pagenhardt von Mainberg

Gabriele Pagenhardt von Mainberg - Vor einigen Jahren war ich für ein Berliner Internet-Magazin im Bereich Veranstaltungs- und Ausflugstipps tätig und für ...

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