MMS (Miracle Mineral Supplement) in der praktischen Anwendung

Seit Jim Humble die Wirkweise dieses Mineralpräparats entdeckt und bekannt gemacht hat, wird es auch in Deutschland eingesetzt.

„Nun gut, es ist Ihr Krebs!“ So reagierte 2009 der Internist Dr. Friedrich Douwes in Bad Aibling, als eine seiner Patientinnen nach MMS verlangte. Obwohl er selbst ein Vertreter von komplementären Therapien in der Onkologie ist, war ihm MMS zu diesem Zeitpunkt unbekannt. Seine Patientin litt an einem Unterleibskarzinom und ihr Körper hatte wieder Metastasen gebildet. Douwes hatte ihr zu einer leichten Chemo in Verbindung mit einer Überwärmungstherapie geraten. Doch die Patientin wollte es erst einmal mit MMS versuchen.

Mit MMS bildeten sich die Metastasen zurück

Die an Krebs erkrankte Frau nahm über mehrere Monate drei Mal täglich MMS ein. Ihr Körper reagierte und die Metastasen bildeten sich zurück. Kein Einzelfall, wie Dr. Douwes mittlerweile weiß. Viele Krebskranke in Deutschland bekommen mittlerweile den Tipp, MMS einzunehmen – wenn auch nicht von ihren Ärzten. Zu groß ist die Angst, unseriös zu wirken, wenn man ein Produkt empfiehlt, für das es keine Zulassung, geschweige denn Studienergebnisse gibt. Zwar weiß die amerikanische Gesellschaft analytischer Chemiker bereits seit 1999, dass Chlordioxid der wirksamste Bakterienkiller ist, den die Menschheit kennt, doch nach wie vor ist es nur als Trinkwasserdesinfektionsmittel zugelassen.

MMS ist im Handel meist in zwei Komponenten erhältlich: Eine Flasche mit 25 %igem Natriumchlorit (NaClO²) sowie eine Flasche mit 9 %iger Salzsäure.

Nun werden in einem Wasserglas 2, 6 oder 10 Tropfen Natriumchlorit mit 2, 6 oder 10 Tropfen Salzsäure gemischt, immer im Verhältnis 1 : 1. Aus dieser kleinen Menge Flüssigkeit steigt sofort ein beißender Chlorgeruch auf. Diese Flüssigkeit muss nun drei Minuten lang geschüttelt werden, bis die chemische Reaktion abgeschlossen ist. Dabei wird sie gelblich braun. Dieses Gemisch füllt man nun mit stillem Wasser (ohne Kohlensäure) auf und trinkt es zügig aus.

MMS: Es ist nicht wirklich angenehm, es einzunehmen

Schon alleine der Geruch des Gemischs signalisiert dem Menschen: Gift. Er reagiert mit Abneigung und Übelkeit. Dabei wirkt Chlordioxid aufgrund von Oxidation antibakteriell und hat keinerlei Giftwirkung. Brigitte W. aus Karlsruhe hat MMS im Selbstversuch ausprobiert. „Es soll gegen alle möglichen Bakterien und Viren helfen. Ich habe es wegen meiner ständigen Herpesinfektionen eingenommen. Die ersten zwei, drei Mal ging es noch. Doch dann hatte ich ständig diesen beißenden Chlorgeruch in der Nase und mir widerstand das Zeug heftig!“ Dennoch hielt sie die empfohlene Einnahmezeit von zehn Tagen durch, auch wenn sie zwischendurch dachte, sie rieche selbst schon nach Chlor. „Ich hab gedacht, ich dünste das geradewegs wieder aus und rieche meilenweit gegen den Wind danach“, erzählt sie.

Eine Freundin von ihr, die MMS nahm, um eine wiederkehrende Pilzinfektion zu therapieren, brach den Selbstversuch ab. „Der Geschmack war einfach zu übel.“

Tipps zur Einnahme von MMS

Den meisten Menschen ist schon geholfen, wenn sie nach dem MMS-Gemisch ein Glas Apfelsaft nachtrinken oder dazu mischen. MMS sollte drei Mal täglich eingenommen werden, und zwar morgens nüchtern vor dem Frühstück, mittags vor dem Mittagessen und abends vor dem Schlafengehen. Als eine sinnvolle Anwendungsdauer gelten sieben bis zehn Tage. Danach sollte mit der Einnahme pausiert werden.

Am einfachsten ist es sicherlich, in die Behandlung einzuschleichen. Man startet also mit zwei Tropfen je Flüssigkeit und steigert sich täglich um ein oder zwei Tropfen. Brigitte W. hat das nicht gewusst und ist gleich bei zehn Tropfen eingestiegen. „Vielleicht hätte ich es anders leichter gehabt“, sagt sie lächelnd, „aber das Ergebnis hat schon überzeugt. Vorher hatte ich immer den einen oder anderen Herpes im Gesicht – jetzt bin ich schon seit Monaten frei davon.“

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.

Brigitte van Hattem, www.starphotografie.de

Brigitte van Hattem - Mein Name ist Brigitte van Hattem. Ich bin Medizinjournalistin, Fernsehredakteurin, Autorin und Texterin und betreibe ein medizinisches ...

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