
- Mobbing - Gerd Altmann - Pixelio.de
Das Internet ist voll mit Seiten, die sich mit Mobbing beschäftigen. Diese Tatsache macht über Mobbingvorkommnisse in unserer Gesellschaft eine klare Aussage. Nicht nur Dauerstress kann krank machen, sondern auch eine andauernde schlechte Arbeitsatmosphäre. Es gibt verschiedene Arten von Mobbing: Direktes und indirektes Mobbing, man kann vom Vorgesetzten, Gleichgestellten und Angestellten niederen Ranges gemobbt werden. Gemobbt wird dabei in jedem Bereich, zum Beispiel bei der Arbeit, aber auch in der unter Kindern in der Schule, im Internet...und so weiter.
Was passiert, wenn man gemobbt wird?
Eigentlich hat man sich auf die Arbeit gefreut, doch bald kehrt sich die große Freude in bitterem Frust um. Erste Tuscheleien wandeln sich um in offensichtliche Lästereien, wichtige Informationen zur Tätigkeit werden verheimlicht, Einweisung in neue Tätigkeitsfeldern werden allen anderen geboten - nur einem selbst nicht, man wird schlecht vor den Kunden oder anderen Kollegen hingestellt, man erntet herablassende Blicke oder Kommentare, es wird einem vorgeworfen, man würde mit Absicht Arbeit stehen lassen, mal ist man freundlich zu einem und mal nicht. Wo der Wind her weht ist dem Mobbingopfer nicht bekannt.
Mobbing als Neuling
Als neuer Mitarbeiter muss man sich nicht lediglich mit neuen Tätigkeitsfeldern und Computersystemen auseinandersetzen, sondern auch in die Gruppe der neuen Kollegen einfügen. Nur, welchen Platz nimmt man darin ein und in wie weit wird dies zugelassen? Entweder besteht kein Interesse, sich auf den neuen Kollegen einzulassen, weil der Sympathiepegel nicht direkt hoch schlägt, oder man bildet sich eine vorgefertigte Meinung über diesen, die nichts mit der Realität zu tun haben muss. Oftmals muss als Neuling entschieden werden: Muss ich dieselbe Meinung haben wie die anderen, mich immer anpassen? Ganz klar – Nein! Oder stehe ich zu meiner eigenen Meinung, die von den anderen gegebenenfalls nicht akzeptiert wird? Grund jedenfalls für Mobbing als Neuling sind oft Eifersucht und Ängste eines anderen oder der anderen Mitarbeiter.
Wie reagiert man am Besten bei Mobbing?
Man sollte sich als Mobbingopfer entscheiden: Möchte man hier weiter machen und sich mit der Situation auseinandersetzen oder will man ganz klar meinen Arbeitsplatz wechseln? Das kommt ganz darauf an, wie sehr man unter dem Mobben leidet und wie viel einem an dem Arbeitsplatz in einem bestimmten Unternehmen liegt. Manche Mobbingattacken kann man einfach nicht abstellen, entweder weil alle unter einer Decke stecken oder eben weil keiner dazu fähig ist, diesen Zustand zu ändern. Der Chef kann dies oft nicht beurteilen oder kriegt gar nichts von der Situation mit. Gerade als Neuling wird der Chef, sollte man ihn darauf ansprechen, ganz klar denjenigen Mitarbeitern Vertrauen schenken, die schon länger dabei sind. Hier riskiert man, sich auch beim Arbeitgeber unbeliebt zu machen oder den Arbeitsplatz zu verlieren. Manchmal ist das „verpetzen“ aber genau die richtige Entscheidung. Auf jeden Fall sollte man sich darüber bewusst sein, dass es sich tatsächlich um Mobbing handelt und nicht um eigene Hirngespinste in die man sich hinein gesteigert hat.
Sollte die Qual bei der Arbeit und die Angst vor Kündigung so groß sein, dass sie unerträglich wird und nicht mehr tragbar ist, empfiehlt es sich eine Anlaufstelle aufzusuchen wo man professionelle Hilfe und Rat erhält. Dort lernt man vielleicht, besser mit der Situation umzugehen und die Angst vor dem Arbeitsplatz mit der Zeit abzubauen.
Über eines sollte man sich immer bewusst sein: Mobber besitzen oftmals ein geringes Selbstbewusstsein. Also, nicht unterkriegen lassen. Wenn man mit den Entscheidungen, die man trifft im Einklang steht und man sich selbst treu bleibt, hat man letztendlich nichts zu bereuen.
Bildnachweis: © Gerd Altmann / Pixelio.de
