
- VW Eos II Maßstab 1:43 von Kyosho, neu am 10.02.2012 - Firma 1zu87.com
Ein neues Modellauto nach einem Vorbild eines Volkswagen bereicherte am 10. Februar 2012 die Regale der Fachhändler: Der VW Eos II feierte sein Debüt im Maßstab 1:43, also etwa runde 10 Zentimeter lang und satte 200 Gramm schwer. Hersteller der in Zinkdruckguss-/Kunststoff-Mischbauweise produzierten Miniatur ist die Firma Kyosho, die sich vor allem durch ihre hochwertigen Produkte im Maßstab 1:18 einen Namen machte. Besonders der Audi R8 und der seinerzeit ebenfalls von Kyosho gebaute BMW Z8 stehen für außerordentlich gute Modellautos. Im Maßstab 1:43 vergeben die Autohersteller die Aufträge zur Fertigung sogenannter Werbemodelle – also zu Modellen in der herstellerspezifischen Verpackung – zumeist an Minichamps oder Schuco.
Mit der Vergabe der Aufträge zur Verkleinerung der neuen B-Klasse und des neuen Mercedes SL machte die Daimler AG nicht alle Fans glücklich, weil die Modelle zwar gut sind, aber nicht so gut, als dass sie zu den Minichamps-Mercedes in den Sammlervitrinen passen würden. Dass die Firma Kyosho, die auch den Audi A1 und den Audi A8 verkleinerte, den facegelifteten Eos herausbringen durfte, darf als Überraschung gelten, denn VW hat in den letzten Jahren das Label Schuco bevorzugt. Der VW Eos wurde im Mai 2006 in den deutschen Markt eingeführt; das in diesem Artikel besprochene Modell zeigt das Facelift, das am 07. Oktober 2010 erstmals präsentiert worden ist.
VW Eos II Modellauto von Kyosho im Maßstab 1:43
Kyosho lieferte den kleinen Eos in der für VW neuerdings markentypischen Umverpackung aus, die an einen kleinen Ausstellungsstand erinnert; ein Diorama ganz für den Eos alleine also. Das Modell ist in der Farbe Reflex-Silber-Metallic unter der Artikelnummer 1Q1 099 300 A7W, in der Farbe Candy-Weiß unter 1Q1 099 300 B9A sowie im edlen Black-Oak-Brown-Metallic mit der Nummer 1Q1 099 300 B8R erhältlich. Sehr volksnah die Preisgestaltung von Volkswagen: In der Zubehörabteilung beim VW-Händler vor Ort werden lediglich 22,90 Euro je Modell verlangt; die Norev-Modelle der neuen Mercedes liegen bei knapp dreißig Euro; eine gleichgroße Miniatur vom Porsche 911 oder Panamera liegt bei 35,00 Euro.
Geringerer Preis gleich schlechte Qualität?
Angesichts des niedrigen Preises, den Volkswagen für seine brandneue Miniatur des VW Eos II verlangt, ist eine Frage nach der Qualität gerechtfertigt. Doch schon auf den ersten Blick zeigt sich, dass der Sammler keine wesentlichen Abstriche im Finish und der Detaillierung machen muss. Die Anmutung des Designs des Modells deckt sich mit derjenigen des Vorbildes. Lediglich die Lichtkante zwischen Fensterbrüstung und Türgriffen – neudeutsch Tornadolinie genannt – ist zu unscharf beim Modell; im Vorbild ist sie schärfer und damit auch markanter ausgestaltet. Gut aber hat Kyosho die Details beim neuen Kühlergrill herausgearbeitet, wie das Titelbild zeigt. Auch das Innenleben der Scheinwerfer ist perfekt gelungen und zeichnet die Details des Vorbildes exakt nach.
Hier geht es zum Vorbild: Der neue VW Eos II
Das gilt auch für den Innenraum, der im Finish nicht ganz an das Level herankommt, wie die Firma Minichamps aus Aachen es ihren Fans liefert, aber schlecht oder zu gering detailliert ist der kleine Eos in diesem Bereich nicht. Der Formenbau hat bei der Fertigung zu den Formen der Sitzanlage ganze Arbeit geleistet; die Umrahmung der an eine Sonnenbrille erinnernden Umrandung der oberen Lüfterdüsen erreicht dagegen das Minichamps-Niveau. Zu grobstollig dagegen wirken die Gravuren von Lenkradtopf und Mittelkonsole. Die Colorierung der Dekorflächen dagegen ist top und vorbildgerecht. Handbremshebel, Mittelarmlehne mit Ablagefach – alles, wie es sein soll. Dem Vorbild entspricht auch die schwarze Umrandung von Windschutzscheibe und deren Rahmen.
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Kritikpunkte an Chromumrandung und Hutablage / Verdeckdeckel
Nur der den Fahrgastraum umlaufende Chromrand scheint etwas überdimensioniert zu sein. Auch der Verdeckkasten und die Türbrüstungen sind nicht korrekt gestaltet; es wirkt, als fehle da noch etwas. Am Exterieur gefallen noch die Bügeltürgriffe, die separat aufgesetzt wurden und sehr gut verarbeitet aussehen. Am Unterboden haben sich die Formenbauer von Kyosho sehr viel Mühe gegeben und die wichtigsten Details sauber herausgearbeitet. Die Abgasanlage ist silbern hervorgehoben; die Hinterachse detailliert nachgeformt. Zu den Leichtmetallfelgen ist nichts zu sagen: Sie entsprechen dem heute üblichen Standard. Alles in allem erhält der Sammler mit dem neuen Eos also ein gutes Modell, das hilft, eine Lücke im Modellprogramm der Vitrine zu schließen.
