Möbel zum Lesen

Lesemöbel bieten Abschirmung und sind bequem

Alcove Sofa - vitra
Alcove Sofa - vitra
Ein Sofa mit hohen Seitenpaneelen eignet sich ebenso zum Lesen wie ein bequemer Sessel oder eine flexibel platzierbare Mini-Bibliothek.

Zum Lesen braucht man eine gewisse Ruhe und Ungestörtheit. Nur dann kann man abtauchen in die Welt der Phantasie und Gedanken, sich konzentrieren auf Sprache und Bedeutung. Möbel eigen sich deshalb immer dann besonders gut zum Lesen, wenn sie dem Leser eine ungestörte, konzentrierte Lektüre ermöglichen. Lesemöbel sollen aber nicht nur die Außenwelt fern halten, sondern auch bequem sein und ein hohes Maß an Komfort bieten.

Ungestörte Lektüre

Ein Möbel, das auf eine nahezu perfekte Weise zum Lesen einlädt, ist das Alcove Highback Sofa der beiden Brüder Ronan und Erwan Bouroullec. Das Sofa hat extrem hohe Rücken- und Seitenpaneele und bietet somit eine optimale optische und akustische Abschirmung. Man kann dort sowohl im Sitzen als auch im Liegen sich in aller Ruhe der ungestörten Lektüre hingeben. Die Bundesregierung wählte das Alcove Highback Sofa zur Ausstattung des G8 Gipfels, der im Jahr 2007 in Heiligendamm an der deutschen Ostseeküste stattfand. Ungestört konnten sich so Angela Merkel und Nicolas Sarkozy zum Plausch treffen. Ob die beiden nun große Politik gemacht haben oder einfach nur Privates ausgetauscht haben, bleibt im Alcove Sofa verborgen.

Das Prinzip der Abschirmung funktioniert auch sehr gut bei dem Wingback Chair von Tom Dixon, der 2008 erstmals auf der Möbelmesse in Mailand vorgestellt wurde. Der englische Designer macht nicht anderes als den altbekannten Ohrensessel der fünfziger Jahre neu zu interpretieren. Der Wingback Chair bietet ebenso wie das Alcove Sofa der Bouroullec Brüder optimale Bedingungen zum Lesen, denn er schottet ab und ist sehr bequem.

Zwischen Schreibtisch und Lesesessel

Lesen ist nicht nur Kontemplation, sondern oft auch eine Form von Arbeit. Der aktive, dynamische Leser macht sich Notizen, greift zu Nachschlagewerken oder weiteren Büchern. Eigentlich liest man auf diese Weise eher am Schreibtisch als in einem Sessel. Der 2008 für den Deutschen Designpreis nominierte Bookinist aus dem Hause Nils Holger Moorman bietet eine Art Zwischenlösung. Dort kann man wie am Schreibtisch arbeiten, dabei aber gleichzeitig auch entspannt lesen und den Sitzkomfort eines Sessels genießen.

Beim Bookinisten kann der Leser seine Bücher, Zeitungen und Zeitschriften handlich in dem integrierten Regalsystem unterbringen. Er hat so immer direkt die wichtigsten Nachschlagewerke und Lieblingsbücher zur Hand. Eine Lampe sorgt für optimales Lese-Licht. Unter dem Sessel befindet sich ein großes Rad. So kann der Leser seine Position verändern und mal am Fenster oder dann doch lieber ungestört in der Ecke lesen. Der Bookinist ist so etwas wie eine Minibibliothek, die auch bei wenig Platz sehr flexibel einsetzbar ist.

Peter Steinhauer, Christoph Steinhauer

Peter Steinhauer - Ich arbeite als freier Journalist in Berlin für Print und Internet. Studiert habe ich in Bonn und Köln die Fächer ...

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