Möbelkauf - Was muss beachtet werden?

Holzschnitzerei - Susanne Große
Holzschnitzerei - Susanne Große
Neue Möbel einzukaufen geht meist mit schwierigen Entscheidungen einher. Ein Fehlkauf hat fatale Folgen. Tipps und Tricks, um diesen zu vermeiden.

Die Wohnungseinrichtung ist für die meisten Menschen der Kern des privaten Lebens. Umso wichtiger ist es, das richtige Mobiliar zu finden. Der Mensch will sich wohl fühlen, denn schließlich braucht jeder ein Rückzugsgebiet im großen Trubel des Lebens. Dabei spiegeln Möbel auch ein bisschen die Bewohner wieder. Ob die Wohnungseinrichtung ein Mix aus verschiedenen Stilrichtungen ist, von einem Innenarchitekten gestaltet oder nach Lust und Laune zusammengekauft wurde, immer bildet sich ein Stück Identität und Authentizität zu Hause ab. Das Angebot in den Einrichtungshäusern und Möbeldiscountern ist meistens so groß, dass die Käufer verwirrt werden. Dann kann die Vielfalt des Angebots zu Fehlkäufen führen. Diesen begegnet man am besten mit der Hilfe von Freunden oder anderen Vertrauten. So kann der Möbelkauf gleich ein richtiger Event werden. Ob es der kleine Geldbeutel ist, den der Möbelkäufer zur Verfügung hat, oder das extra angesparte Geld, das Ziel ist für alle gleich: Es sollen Möbelstücke gekauft werden, die die Wohnung zum Mittelpunkt des privaten Lebens machen.

Möbel einkaufen mit Metermaß und Spontaneinkäufe

Mit Zollstock und Metermaß bewaffnete Käufer ziehen durch die Verkaufsräume. Der Platz für das neue Möbelstück ist bereits zu Hause genau ausgemessen worden.

Und doch kommt es quer durch alle Käufergruppen zu Spontankäufen. Die müssen an sich nicht die schlechtesten sein, jedoch ist nach Spontankäufen das Jammern in den Wochen nach dem Kauf oft groß. "Hätte ich mich doch nicht zu diesem Kauf hinreißen lassen", ist dann oft der Gedanke. Im Ausstellungsraum des Möbelhauses hat das Stück noch einzigartig ausgesehen. Und dann in der eigenen Wohnung passt weder die Form, noch die Farbe – das neue Stück passt überhaupt nicht zum Stil der eingerichteten Wohnung. Und plötzlich stellt man fest, dass es irgendwie altmodisch und gar nicht mehr avantgardistisch aussieht. Es erinnert plötzlich an ein Regal oder ein Bett, das man vor 15 Jahren bereits entsorgt hatte.

Aber dasselbe Problem kann sich auch bei den gut durchdachten Käufen stellen. Kein noch so gut geplanter Möbelkauf kann vor einem Fehlkauf schützen. Nur die Vorwürfe, die man sich in diesem Fall macht, sind kleiner. Denn schließlich hat man ja nichts unüberlegt gekauft. Man hat brav seine Hausaufgaben gemacht, nachgemessen und lange gesucht.

Möbel einkaufen - nie alleine

Es gibt keine Garantie dafür, das richtige Möbelstück zu finden. Aber es gibt Wege, um den Fehlkauf zu verhindern.

Als erstes – abgesehen vom Ausmessen – sollte man nie alleine nach Möbeln suchen. Freunde und Bekannte und seien sie auch noch so schlechte Ratgeber sind besser als gar keine Begleitung, denn die Beurteilungsfähigkeit kann bei der Fülle an Auswahl leiden. Jedes Gespräch über die anvisierten Stücke hilft weiter. Auch wenn der Freund einen ganz anderen Geschmack hat. Aber die Meinung der anderen lässt Gedanken aufkommen, die man selbst gerade nicht hatte. Und dann setzt ein Prozess des Suchens und Findens ein. Der Käufer beginnt damit, das Für und Wider der einzelnen Möbelstücke abzuwägen.

Als zweites sollte man sich – soweit möglich – ein paar Wochen für die Suche nach den neuen Möbeln Zeit lassen. Denn wenn man einmal dabei ist, die Kritik anderer am eigenen Geschmack anzuhören, dann sieht das Möbelstück beim vierten oder fünften Besuch im Möbelhaus vielleicht doch nicht mehr so schön aus wie beim ersten Besuch. Vielleicht ist ein Regal dann schon so langweilig wie das alte, gegen das man es eigentlich tauschen wollte. Schließlich setzt die Endphase des Entscheidens ein. Der Blick des Käufers hat sich geklärt, ein erneutes Nachmessen und Farbabgleichen mit den anderen Möbeln zu Hause ist erfolgt und das neue Stück ist gefunden. So kauft man vielleicht sogar das eine Möbelstück im Möbelhaus, das andere im Möbeldiscounter oder nimmt ganz einfach im Baumarkt einen Eimer Farbe mit und streicht eines der alten Regale oder einen der alten Stühle bunt an.

Wichtig aber ist einzig und allein, dass der Käufer sich in seinem gewählten zu Hause wiederfindet und wohl fühlt.

Susanne Große, Studio Leistenschneider Passfotos Düsseldorf

Susanne Große - Susanne Große ist Rechtsanwältin und freie Autorin in Düsseldorf. Ihre Interessenschwerpunkte sind Mietrecht, Reiserecht, ...

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