
- Mohalepte - The Moon and the Nightspirit
„The Moon and the Nightspirit“ – das sind Mihály und Ágnes, zwei Multitalente aus Ungarn, die den Hörer mit ihrer Musik in die Welt des Pagan und Folk entführen. Sie singen und spielen beide, ihr Repertoire an modernen und altertümlichen bis fast vergessenen Instrumenten ist groß, und während Mihály textet, kümmert sich Ágnes um das visuelle Artwork der bandeigenen Musik. Die Band ist beider Lebenswerk und sie gehen darin mit Leib und Seele auf. Nach „Of Dreams Forgotten And Fables Untold“, „Regö Rejtem“ und „Ösforrás” haben sie Mitte März 2011 nun mit „Mohalepte“ ihr viertes Album veröffentlicht.
Eine Reise ins eigene Ich – die Musik von „The Moon and the Nightspirit“
Wer sich auf „The Moon and the Nightspirit“ einlässt, wird sanft entführt. Ihre Musik ist eine Reise, weniger in ferne Länder als in die Natur selbst und die Tiefen der eigenen Seele. Sie ist Meditation und Ekstase zugleich, ein musikalisches Mandala aus ätherischen Klängen und Lauten. Wo man sie nun genau einordnen soll ist schwer: Es ist Pagan, es ist Folk, aber da ist auch noch etwas anderes. Selber bezeichnet sich die Band mittlerweile als Sylvan Folk Band. Hinter „The Moon and the Nightspirit“ steht ein Konzept, dem man sich kaum entziehen kann. Melodie, Artwork und Text bilden eine absolute Einheit. Hört oder sieht man das eine, versteht man das andere intuitiv. Und dass dieses Konzept gewachsen ist und immer mehr aufgeht, beweist die ungarische Band dieses Jahr mit ihrem neuen Album „Mohalepte“, was so viel bedeutet wie „Mit Moos überzogen“.
Von Wäldern, Mythen und Mutter Natur – der Inhalt von „Mohalepte“
Weiterhin bleiben Ágnes und Mihály ihrer Muttersprache treu. Hatten sie ihr erstes Album „Of Dreams Forgotten and Fables Untold“ noch auf Englisch aufgenommen, beweisen die drei darauffolgenden Alben zweifelsohne, wie fantastisch die ungarische Sprache sich in den Pagan-Klangteppich webt. „Mohalepte“ erzählt in seinen Texten von unberührten magischen Wäldern, der spirituellen Welt der Natur, alten Mythen und Sagen. In einem Interview sagte die Band dazu: „‚Mohalepte‘ lädt den Zuhörer in einen endlosen, unberührten Wald ein, einer verzauberten Ebene, alt wie die Erde selbst. Dieser unsichtbare Wald ist ein Symbol der Reise der menschlichen Seele. Ein Mensch muss diese ungezähmte Wildnis durchschreiten, er muss seinen/ihren Weg finden durch den dichten Wald um seine/ihre unbefleckte, sternglitternde Seele zu finden, die seit Urzeiten auf ihn wartet.“ Und genau das schafft „Mohalepte“ auch zu vermitteln, man muss nur die Augen schließen und man ist dort. Das ist nicht nur aus musikalischer Sicht beeindruckend, und setzt zudem neue Maßstäbe in puncto Inhaltsvermittlung.
Eine perfekte Einheit - bei „The Moon and the Nightspirit“ machen die Künstler alles selbst
Die weiter oben bereits angeführte homogene Einheit aus Melodie, Artwork und Text der Band kommt nicht zuletzt dadurch zustande, dass all diese Komponenten aus einer Hand, oder in diesem Fall zwei Händen stammen. Sogar die gesamte Studioaufnahme und Postproduktion wird von den beiden Musikern selbst übernommen. Ágnes und Mihály sind Künstler mit Leib und Seele, „The Moon and the Nightspirit“ ist ganz allein ihr Projekt, und so haben sie sich nun dazu entschlossen, ihr Label „Equilibrium Music“ zu verlassen und mit „Mohalepte“ das erste Album ohne Label zu veröffentlichen. Weder musikalisch noch technisch brachte diese Entscheidung irgendwelche erkennbaren Nachteile mit sich, im Gegenteil, beides hat sich mit der wachsenden Erfahrung aus den drei Vorgängeralben sehr positiv weiterentwickelt. Wer entsprechendes Equipment besitzt, sollte sich die wunderbare Qualität der Aufnahmen nicht entgehen lassen!
„Mohalepte“ überzeugt bis zum letzten Stück
Die Stücke einzeln zu bewerten und zu kritisieren ist kaum möglich, bilden alle acht schließlich ein einheitliches Werk. Kaum ein Stück sticht heraus, dafür haben sie alle einen Standard erreicht, der mich persönlich zu einer vollen fünf-Sterne-Bewertung für jedes einzelne davon hinreißen lässt. Das Album ist perfekt bis zur letzten Note, mitreißend, träumerisch, und wo in den Vorgängeralben vielleicht noch Verbesserungsbedarf bestanden hatte, ist auf „Mohalepte“ nichts mehr auszusetzen. Die musikalische Dichte dürfte selbst die überzeugen, die mit diesem Genre bisher keine Berührung gehabt haben, und zudem die Band weiter auf ihrem Weg nach oben unterstützen. In Deutschland sind sie 2011 gleich zweimal auf Festivals anzutreffen, auf dem Festival Mediaval in Selb und auf dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig. Eine Gelegenheit, die man nicht verstreichen lassen sollte, möchte man „Mohalepte“ auch live erleben.
Trackliste „Mohalepte“
- Öregerdo
- Felleg Útján
- Holdvarázsolt
- Kéregbölcso
- Idebenn
- Zöldparázs
- Mohalepte
- Tücskök Az Avarban
Offizielle Homepage von „The Moon and the Nightspirit“
