
- Moros y cristianos - Frank Herbst
Morros y cristianos (Mauren und Christen) wird der Arroz congri auch genannt, weil der weiße Reis auf die Christen und die Bohnen auf die ehemaligen afrikanischen Sklaven auf der Insel hinweisen soll. Auf Kuba herrscht oft Mangel an Lebensmitteln, deshalb variiert dieses Rezept. Der Ursprung ist übrigens älter als die Revolution und beschränkt sich auch nicht auf Kuba. Die Menge der Zutaten richtete sich nicht nach der Waage, die es sowieso in den wenigsten Küchen gab, sondern nach dem, was der Markt gerade hergab. Man kann Arroz congri als Beilage verwenden, oder als Hauptgericht, dann kann man noch Fleisch oder Speck dazugeben. Sehr gut schmeckt es auch im Sommer kalt als Reissalat mit einem Mojito dazu.
Was braucht man für Arroz congri?
Ein einheitliches Rezept gibt es nicht, auch schmeckt das Gericht in jedem kubanischen Paladar anders. Als Reis nimmt man den überall erhältlichen parboiled Langkornreis. Die schwarzen Bohnen kauft man getrocknet im Asia-Laden, im türkischen Feinkostgeschäft oder im Bioladen. Man kann auch rote Bohnen nehmen, die in der Karibik ebenfalls verbreitet sind. Gehackte, getrocknete Chilis oder Chiliflocken bekommt man ebenfalls im Asialaden. Korianderblätter gibt es frisch beim Asiaten und vereinzelt auch im Bioladen, der ist leider nicht so aromatisch. Für die Tomaten kann auch Dosenware herhalten.
Zutaten für 4 Personen:
2 Tassen Langkornreis.
1 Tasse schwarze Bohnen
250 g Tomaten, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
1 Zwiebel, gehackt
1 Chili, gehackt oder Chiliflocken
2 EL Olivenöl
1/2 TL Salz
1/2 L Wasser
1/2 TL Zucker
1 grüner Paprika, entkernt und grob gehackt
1 Limette
Zubereitung des kubanischen Nationalgerichtes
Die Bohnen werden mit der dreifachen Menge Wasser über Nacht eingeweicht. Dazu kommt eine klein geschnittene Paprikaschote. Mit dem Wasser wird das Ganze dann fast gar gekocht. Hat man das Einweichen vergessen hilft nur die Schnellmethode: Man schütte die Bohnen in einem Durchschlag und wäscht sie unter fließendem Wasser. Anschließend mit 1 1/2 Liter Wasser in einem großen Topf aufkochen und noch zwei bis drei Stunden sanft köcheln lassen. Als Musik empfiehlt sich eine CD von Los Van Van aufzulegen.
Nebenbei wird der Reis gut gewässert, sonst wird er pappig. In einem großen Topf dünstet man Zwiebelstücke, Tomaten, Knoblauch und Chilis in Öl an und löscht sie anschließend mit Wasser ab. Wenn alles kocht, kommen die Bohnen, Salz und Pfeffer und Zucker dazu, dann der gut gewässerte Reis. Alles zusammen noch einmal aufkochen, evtl. noch Wasser dazugeben und dann 20 Minuten im geschlossenen Topf quellen lassen. Der Reis saugt die Flüssigkeit dabei auf. Ein Schuss Limettensaft und Korianderblätter runden das ganze ab.
Probieren Sie das kubanische Reisgericht als Hauptgericht mit Fleischeinlage oder im Sommer als kalten Salat. Es hält sich gekühlt mehrere Tage.
