Motivationstheorien nach Maslow und Herzberg

Wie Unternehmen die Motivation ihrer Mitarbeiter steigern können

Klare Ziele wirken motivierend - Marcel Rolfes
Klare Ziele wirken motivierend - Marcel Rolfes
Die Kenntnis über Motivationstheorien, können einem Unternehmen helfen, auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter einzugehen und diese dadurch zu motivieren.

Unter dem Begriff Motivation versteht man die Energie, die etwa ein Mitarbeiter für eine bestimmte Handlung aufbringt. Dazu benötigt es einen Anreiz, für den diese Energie aufgebracht wird. Je größer der Wunsch zur Erreichung des Ziels ist, desto härter wird ein Mitarbeiter dafür arbeiten und desto länger wird er seine Bemühungen zu Erreichung des Ziels aufrecht erhalten. Diese drei Komponenten werden als Richtung, Aufwand und Ausdauer bezeichnet. Motivierte Mitarbeiter sind Grundvoraussetzung für ein gutes Betriebsklima, was die Kenntnis über Motivationstheorien für ein Unternehmen wichtig macht.

Die Maslow'sche Bedürfnispyramide - eine der bekanntesten Motivationstheorien

Die Bedürfnispyramide des amerikanischen Psychologen Abraham Maslow, versucht die Bedürfnisse von Menschen in eine Hierarchie zu bringen. Der eigentliche Name des 1943 veröffentlichten Modells, lautet daher Bedürfnishierarchie. Maslow unterteilte die Bedürfnisse des Menschen in fünf Kategorien:

  • Bedürfnis nach Selbstverwirklichung
  • Wertschätzungsbedürfnisse (auch Individual-Bedürfnisse)
  • Soziale Bedürfnisse
  • Sicherheitsbedürfnis
  • Physische Bedürfnisse

Die Tatsache, dass ein Bedürfnis umso wichtiger ist, je weiter es unten steht, ergibt, grafisch dargestellt, eine Pyramide. Maslow nimmt an, dass zunächst die physischen Bedürfnisse eines Menschen befriedigt sein müssen, ehe er versuchen wird, sein Sicherheitsbedürfnis zu befriedigen. Die drei unteren Stufen der Pyramide werden daher als Defizitbedürfnisse, die oberen beiden als Wachstumsbedürfnisse bezeichnet. Ist ein Bedürfnis befriedigt, hört es so lange auf handlungsmotivierend zu wirken, bis es als unbefriedigt wieder auftaucht. Nach Maslows Motivationstheorie motiviert das stärkste unbefriedigte Bedürfnis einen Menschen am meisten.

Die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg

Frederick Irving Herzberg, ein Landsmann Maslows beschäftigte sich ebenfalls mit den Bedürfnissen von Menschen, die in einer weiteren Motivationstheorie mündeten.

Laut Herzberg entscheiden zwei Faktoren über die Motivation von Menschen.

  • Motivatoren
  • Hygienefaktoren

Motivatoren sind innere Beweggründe, die bei Erreichen die Zufriedenheit erhöhen und dadurch motivierend wirken. Hygienefaktoren hingegen schaffen keinen Leistungsanreiz. Allerdings löst ihr Fehlen Unzufriedenheit aus. Zu den Motivatoren zählen:

  • Arbeit
  • Arbeitserfolg
  • Anerkennung
  • Verantwortung
  • Selbstverwirklichung

Beispiele für Hygienefaktoren sind:

  • gute Arbeitsbedingungen
  • Entgelt
  • Arbeitsplatzsicherheit
  • Arbeitsbedingungen
  • Unternehmenspolitik

Was bringt Unternehmen die Kenntnis über Motivationstheorien?

Motivierte Mitarbeiter sind Grundvoraussetzung für ein gutes Betriebsklima. Außerdem strengen sie sich mehr an, als unmotivierte Mitarbeiter und machen ihre Arbeit besser. Daher ist es für Unternehmen wichtig zu wissen, wie sie die Motivation ihrer Mitarbeiter steigern können. Die Kenntnis über Motivationstheorien ist dabei eine große Hilfe. So sollten zum Beispiel für jedes der Bedürfnisse nach Maslow, möglichst viele Motivationsanreize geschaffen werden. Je weiter ein Bedürfnis in der Pyramide unten steht, desto einfach ist dessen Befriedigung. So befriedigen Ruheräume und eine Kantine beispielsweise die physischen Bedürfnisse ohne große Kosten zu verursachen (da sie in den meisten Betrieben bereits vorhanden sind). Die Befriedigung der Wertschätzungsbedürfnisse oder das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung sind da schon kostenintensiver. Beispiele hierfür sind etwa ein Firmenwagen, Prämien und Weiterbildungen.

Quellen: Abraham H. Maslow: Motivation und Persönlichkeit. Rowohlt Tb., Reinbek 2002; Herzberg, Frederick; Mausner, Bernard; Snyderman, Barbara Bloch: The Motivation to Work. New York: Wiley

Sebastian Haberland - Ich wurde 1986 in Mannheim geboren und bin gelernter Industriekaufmann. Bereits in der Grundschule galt meine Leidenschaft dem Lesen ...

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