Freiheit auf zwei Rädern

Ost- Legenden im 1. Berliner DDR Motorradmuseum

DDR-Modelle mit Kultstatus - Erstes DDR Motorradmuseum
DDR-Modelle mit Kultstatus - Erstes DDR Motorradmuseum
Spitzen PS, voll verchromt und windschnittig - das lässt häufig nicht nur Männerherzen höher schlagen, doch im 1. Berliner DDR Motorradmuseum zählen andere Werte

Eleganz, Einzigartigkeit, Stil und Klasse haben am Alexanderplatz die Nase vorn. Zwischen Zweirädern mit extravaganter Optik und nicht zuletzt geschichtlichem Hintergrund finden sich im 1. Berliner DDR Motorradmuseum einige Mercedes-Exoten, die noch lange nicht vergessen sind: die Mercedes-SL Serie. Der Begriff SL-Klasse wurde Mitte der 1990er Jahre als Folge des neu eingeführten Begriffes E-Klasse geprägt und von diesem abgeleitet. Zuvor wurden Fahrzeuge dieser Klasse oft einfach „SL-Modell“ genannt. SL steht für „Super Leicht“.

Berühmte Mercedes-Fahrer und die Mercedes-SL-Classic Sonderausstellung

Auch Altkanzler Adenauer war schon von den Mercedes-Modellen fasziniert, denn er legte nicht nur Wert auf das Äußere seines Wagens sondern auch auf Zuverlässigkeit und Komfort. Der Mercedes-Benz-Typ 300 heißt deswegen bis heute "Adenauer-Mercedes". Im 1. Berliner DDR Motorradmuseum gibt es zu der Mercedes-SL-Classic-Serie eine Sonderausstellung, bei der es unter anderem einen SL 300, die Weiterentwicklung des "Adenauer-Mercedes" von dem in den Jahren 1954 bis 1957 nur 1400 Stück gebaut wurden, und einen 300 SE Coupé zu sehen gibt.

Im 1. Berliner DDR Motorradmuseum lassen sich nicht nur hochwertige Vierräder bestaunen

Das Motorrad in der DDR galt nicht nur als spritsparendes Fortbewegungsmittel, sondern viel mehr noch als Schlüssel in die Freiheit. Die günstige Alternative zum Trabbi spielte eine entscheidene Rolle, nur das Aussehen der Motorräder sollte mindestens mit dem Trabant mithalten können - und das konnte sich sehen lassen. Das Fahrgefühl auf den Motorrädern brachte eine nicht geahnte Unabhängigkeit mit sich. Modelle aus der „Ost-Zeit“, die im 1. Berliner DDR Motorradmuseum zu bestaunen sind, haben Kultstatus erreicht und bieten jedem „Motor-Verrückten“ einen Zeitsprung über die Mauer. Zu den Raritäten im Museum zählt ein Eskorte-Motorrad der Ära Honecker mit originalem DDR-Emblem an der Verkleidung. Inzwischen existieren von dem Eskorte-Modell nur noch sehr wenige Maschinen.

40 Jahre DDR Zweiradproduktion auf 2 Etagen am Alexanderplatz

Nahezu alle Modelle der Marken ETS, TS, ETZ, IWL, BK, AWO und Simson können auf 2 Etagen in den S-Bahnbögen am Alexanderplatz betrachtet werden. Neben einer Ausstellung auf ca. 1000 qm und 120 Motorrädern, Gespannen, Roller und Mopeds aus 40 Jahren DDR Zweiradproduktion entwickelt sich das Museum ständig weiter: neu im 1. Berliner DDR Motorradmuseum sind seit diesem Jahr eine Twin-MZ mit 496 ccm, auf Basis einer ETZ 250 und eine MZ ETZ 125 E, von der nur ein paar wenige Modelle gebaut wurden.Zu sehen ist auch ein Schwalbe-Roller, mit dem die beliebte DDR-Schauspielerin Agnes Kraus als „Schwester Agnes“ über die Dörfer fuhr.

Die Restauration der Motorräder und Autos, die Darstellung und das Ambiente machen den Besuch im 1. Berliner DDR Motorradmuseum zu einem einzigartigem Erlebnis. Mehr zum Museum, Öffnungzeiten und Anfahrt http://www.erstesberliner-ddr-motorradmuseum.de/