Münster und das Münsterland mit Pferd und Rad – Reisen mal anders

Fahrradparkhaus in Münster - Siegmund Natschke
Fahrradparkhaus in Münster - Siegmund Natschke
Mit Münster verbindet man vieles, Tourismus nicht immer. Doch die Reise hierhin lohnt sich. Reiterferien oder Radeln - beides ist möglich.

Münster und das Münsterland entwickeln sich immer mehr zum Tourismus-Mekka. Das wurde jetzt auch politisch honoriert. Der neue NRW-Wirtschaftsminister, Harry Kurt Voigtsberger, hat dem Tourismusverband Münsterland e.V die Förderung von zwei neuen interessanten Projekten bewilligt. Michael Kösters, Geschäftsführer des Münsterland e.V., unterstrich die Bedeutung der Förderung für die gesamte Region: "Mit den Fördermitteln können wir unsere touristischen Kernkompetenzen weiter ausbauen und das Münsterland noch stärker profilieren. Wir erwarten mit der Umsetzung der Projekte weiter steigende Umsätze in der Tourismusbranche." Die Projektanträge wurden für zwei zentrale Bereiche der regionalen Tourismusvermarktung eingereicht, dem Pferdetourismus und dem Radtourismus.

Pferdetourismus – mit dem Vierbeiner das Münsterland entdecken

"SchRitt für SchRitt - Parklandschaft erleben: Netzwerke ausbauen - Wertschöpfung heben." Unter diesem Titel soll die Pferderegion Münsterland gestärkt werden. Die Kreise Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt, Warendorf und die Stadt Münster wollen gemeinsam mit dem Münsterland e.V. eine knapp 1.000 Kilometer lange münsterlandweite Reitroute realisieren und somit Reitern einen attraktiven Rundkurs ermöglichen. Besonders das Reiten in der freien Landschaft soll mit der Route unterstützt werden. Interessierte Tourismusbetriebe sollen Schulungsmöglichkeiten erhalten, um den Gästen einen hohen Service bieten zu können. Hierzu gehören neben den vielen Reiterhöfen auch die gastronomischen Betriebe. Insgesamt wird ein wesentlicher Beitrag zur Steigerung der Übernachtungszahlen und Generierung von Umsätzen in den beteiligten Betrieben gewartet.

Pferde-Tourismus belebt den Arbeitsmarkt in Münster

Auch für den münsterländischen Arbeitsmarkt kann die Förderung ein Gewinn sein. Der IPSOS-Studie (Deutsche Reiterliche Vereinigung, Warendorf) zur Folge, generieren drei bis vier Pferde in Deutschland einen Arbeitsplatz. Dies bedeutet, dass bei geschätzten 100.000 Pferden im Münsterland 25.000 Menschen einen Arbeitsplatz, der mit Pferden zusammenhängt, haben. Im gesamtdeutschen Vergleich ist das Münsterland zudem die Region mit der höchsten Dichte an Ausbildungsbetrieben für Pferdefreunde und es bestehen vielfältige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Um die stetig steigende Nachfrage nach touristischen Angeboten befriedigen zu können, möchten die beteiligten Partner ihre Möglichkeiten noch weiter ausbauen und das Münsterland auch zukünftig als die Pferderegion in Deutschland etablieren. Weitere Arbeitsplätze können so entstehen.

Mit dem Rad durch Münster – das zweite Standbein des Tourismus

Nicht nur mit dem Pferd kann man sich touristisch fortbewegen. Auch das Zweirad bietet sich an. Immerhin ist Münster die Fahrradstadt des Münsterlandes. Und passionierte Radfahrer wollen sich informieren. Bevorzugt im Internet. Die Auswahl eines Reisezieles ist daher mittlerweile maßgeblich von der Qualität der im Internet zur Verfügung gestellten Information abhängig. Durch den Aufbau eines geeigneten Internetsystems sollen die im Münsterland vorhandenen Radrouten möglichst schnell und in hoher Qualität an die Fahrradfreunde vermittelt werden, um somit zusätzliche Besucher für die Region Münsterland zu gewinnen. Darüber hinaus sollen die Routeninformationen für den Kunden sowohl in herkömmlicher Weise (zum Beispiel als Kartenausdruck) als auch in digitaler Form (zum Beispiel für die Verwendung in GPS-Navigationssystemen) nutzbar sein.

Pferde und Fahrräder – das sind die zwei Standbeine des Tourismus in Münster. Von der „lebenswertesten Stadt der Welt“ aus lassen sich das Münsterland und seine einzigartige Landschaft entdecken. Auf vier Beinen oder zwei Rädern.

Siegmund Natschke, Siegmund Natschke

Siegmund Natschke - Ich komme aus Münster/Westf. und habe dort Germanistik, Politikwissenschaft und Neuere Geschichte studiert. Meine Interessen sind ...

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