Es gibt einiges zu sehen und zu entdecken in den Museen der Stadt Flensburg.

Museumsberg

Der Flensburger Museumsberg hat es in sich. Der Aufstieg aus der Innenstadt geht am schnellsten über die Treppen in der Verlängerung der Rathausstraße. Hier oben bieten dann zwei Museumsgebäude auf 3.000 Quadratmetern einen Einblick in die Kunst- und Kulturgeschichte des Landesteils Schleswig vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Bauernstuben, Volkskunst, Skulpturen, Möbeln, Porzellan, Silberarbeiten sind die Schwerpunkte im Heinrich-Sauermann-Haus. Im Hans-Christiansen-Haus werden Bilder vom Klassizismus bis zur Gegenwart gemeinsam mit Möbeln ausgestellt. Besondere Schwerpunkte sind eine Jugendstilabteilung mit Werken des in Flensburg geborenen Künstlers Hans Christiansen und Kunstwerke des Expressionismus von namhaften Künstlern, darunter Erich Heckel, Ernst Barlach und Emil Nolde. Im Heinrich-Sauermann-Haus ist auch das Naturwissenschaftliche Museum Flensburg untergebracht. Die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Geologie des nördlichen Schleswig-Holsteins werden in einer spannenden Ausstellung gezeigt.

Rund um den Museumshafen

Am Hafen befindet sich ein zweiter Museumskomplex, der sich den Themen Schiffbau, Seefahrt und Handel verschrieben hat. Dazu gehört das Flensburger Schifffahrtsmuseum, das sich mit Schifffahrt und Schiffbau beschäftigt. Im selben Haus befindet sich das Flensburger Rummuseum. Dies arbeitet die Geschichte der Rumstadt Flensburg auf, die inzwischen wirklich fast gänzlich Geschichte ist.

Nur über die Straße muss der Besucher des Schifffahrtsmuseums gehen, um den nicht übersehbaren Museumshafen Flensburg zu finden. Er wird von einem „Verein zur Wiederherstellung und Infahrthaltung traditioneller Segelschiffe und anderer historischer Wasserfahrzeuge“ betrieben. Und da sind dann auch Schiffe zu sehen, wo die Instandhaltung noch viel zu tun hat. Die neueste Erwerbung ist ein Motor-Ewer, der seit Januar 2008 in Flensburg liegt. Dazu gehört noch die Museumswerft Flensburg am Museumshafen. Hier wird der Segelschiffbau wie im 19. Jahrhundert betrieben. Es gibt hier auch ein Cafe und eine „Werft für Kinder“. Und seit 2006 ist auch die Sportschifffahrt museal im Flensburger Hafen vertreten. Der Verein Klassische Yachten Flensburg präsentiert hier historische Yachten.

Sie gehört zwar nicht zum Museumshafen, liegt aber meist nicht weit entfernt an der Schiffbrücke: die Alexandra, der letzte seegehende Salondampfer Deutschlands. Sie feiert übrigens dieses Jahr ihr 100-jähriges Dienstjubiläum.

Abgerundet wird das maritime Erbe durch ein Fischereimuseum im ehemaligen Fischereihafen.

Weitere Museen und museale Einrichtungen

Zwei Windmühlen stehen noch in der Stadt. Die Johannismühle von 1808 und die Bergmühle von 1792. Die im Norden der Stadt stehende Bergmühle, ein Galerieholländer, wird von einem Verein gepflegt und gelegentlich für Besucher geöffnet.

Im Gericht ist die gerichtshistorische Sammlung zu sehen. Dort gibt es einiges an Informationen über die preußische Verwaltung zu erfahren. Ein Schreibtisch mit Spucknapf von 1885 wird zu diesem Thema gezeigt. Und dann gibt es noch historische Tatwerkzeuge und eine Gefängniszelle zu bestaunen.

Nach dem 2. Weltkrieg kamen viele Flüchtlinge nach Flensburg, darunter ein hoher Anteil aus Ostpreußen. Die Johannesburger Heimatstube erinnert an Ostpreußen und die Stadt Johannesburg in dieser ehemals preußischen Provinz.

In der Marineschule Mürwik ist ein wehrgeschichtliche Ausbildungszentrum untergebracht. Dies dokumentiert durch eine einzigartige Sammlung militärgeschichtlicher Objekte über 150 Jahre Geschichte der deutschen Seestreitkräfte. Das Zentrum ist beschränkt zugänglich.

Ein Museum ist Phänomenta am Nordertor eigentlich nicht, sondern ein Ort, um Natur und Technik im Experiment erleben und begreifen zu können. Wissenschaft zum Anfassen bieten über 150 spannende Experimentierstationen im Science-Center. Die Besucher können die Ionenorgel zum Klingen bringen und Ihren eigenen Körper als Stromleiter erleben. Spiegelungen und optische Täuschungen zeigen, dass Augen nicht immer das sehen, was sie zu sehen glauben.