Museum mit dem Lebenswerk von Leonardo da Vinci

Umfangreichstes Informationszentrum über Leonardo in der Toskana

Der vitruvianische Mensch - Christine Rödel
Der vitruvianische Mensch - Christine Rödel
Dem Genie, Leonardo da Vinci, ist das Museum in Vinci, bei Empoli, gewidmet. Internationale Forscher und Studenten besuchen das einzigartige Gesamtwerk in Italien.

Leonardo da Vinci war einer derjenigen, dessen Lebensdauer nicht ausreichend war, um seinen gesamten Ideenreichtum zu verwirklichen. Dennoch wurden zahlreiche Niederschriften und Aufzeichnungen weiter verfolgt, weiterentwickelt, nachgebildet und realisiert. Das ihm gewidmete Museum in seinem Geburtsort Vinci, bei Empoli, verfügt über die umfangreichste Sammlung seiner Hinterlassenschaften.

Leonardo da Vinci das Genie

Das Genie, Leonardo da Vinci, war mit seinen Ideen und Werken zweifelsohne seiner Zeit weit voraus. Er wurde 1452 in der italienischen Toskana, in Vinci, geboren und mit seinen 67 Lebensjahren als Maler, Architekt, Ingenieur, Naturphilosoph, Mechaniker, Bildhauer , Forscher und Organisator von Festlichkeiten bekannt geworden. Wenn auch seine ersten Lebensjahre von Armut geprägt waren, so fand er in den späteren Jahren dennoch Anhänger, die sein Schaffen förderten. Er bekam in Mailand die Festanstellung am Hof der Sforzas.

Lebenswerk von Leonardo im Schloss Conti Guidi in Italien

Das Museum im Schloss Conti Guidi ist dem Lebenswerk von Leonardo da Vinci gewidmet. Der Graf Julius Masetti von Bagnano überließ es für diesen Zweck der Stadt Vinci. Es wurde anlässlich des 500. Geburtstages von Leonardo eröffnet.

Das dreistöckige Museum bezeugt in einer umfangreichen Sammlung von Maschinen und Modellen den Erfindungsreichtum des Genies. Im Erdgeschoss sind die wesentlichen Etappen seines Lebenswerkes im Zusammenhang zu den historischen, kulturellen und sozialen Ereignissen zu sehen. Geräte für den wissenschaftlichen Gebrauch, Anlagen des Brückenbaus, militärische Gerätschaften, mit Windkraft betriebene Maschinen und vieles mehr, vermitteln dem Betrachter das futuristische Denken des Meisters.

Leonardo entwirft 1492 fliegende Maschine

In der ersten Etage befinden sich die Nachbildungen seiner Konstruktionszeichnungen für die maschinelle Fortbewegung auf der Erde, im Wasser und in der Luft. Diese wurden anhand seiner zahlreichen Skizzen und Niederschriften rekonstruiert. Im Alter von über dreißig Jahren befasste sich Leonardo da Vinci mit dem menschlichen Flug. Hierfür studierte er intensiv den Flug der Vögel. Eine Zeichnung einer fliegenden Maschine existiert aus dem Jahre 1492. Einige Jahre später intensiviert er das Thema Wasser und dessen Gesetzmäßigkeiten. Er konstruiert Kanäle, Talsperren und den ersten Wasserzähler. Der von ihm entworfene Taucheranzug findet seinerzeit kaum Beachtung. Nebenbei entwirft er den Antrieb für einen Raddampfer, das Fahrrad mit Fahrradkette, Karren auf Rollenlager-Rädern, den Fallschirm und vielerlei mechanische und militärische Maschinen.

Einzigartiges Informationszentrum zieht weltweit Wissenschaftler an

In der zweiten Etage befindet sich die Bibliothek Leonardiana. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich der damalige Bürgermeister, Roberto Martelli, dem von Werk Leonardo da Vinci gewidmet. Im Jahre 1928 wurde die Bibliothek eröffnet und internationaler Treffpunkt für Studenten und Forscher.

In ihr befinden sich die bis 1910 herausgegebenen 300 wichtigsten Veröffentlichungen sowie die Sammlung von über 7.000 Monographien, in verschiedenen Sprachen, wie auch Chinesisch, Koreanisch, Japanisch, Hindi, Russisch, Tamil und viele mehr.

Ein weiterer Saal verfügt über 25 Plätze. Hier laufen nach vorheriger Reservierung Dokumentarfilme über das Leben und Werk von Leonardo da Vinci. Dieses einzigartige Informationszentrum zum Gesamtwerk von Leonardo da Vinci zieht Wissenschaftler und Forscher aus der ganzen Welt in die Toskana.

Das Museum, in der Toskana, in Vinci, ist täglich von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet und die Bibliothek montags bis freitags von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

Christine Rödel, Christine Rödel

Christine Rödel - Ich bin in Thüringen geboren und aufgewachsen. Mitte der achtziger Jahre genügte der sich immer mehr verengende Radius nicht ...

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