
- Musikfest Bremen - Landgericht - © Musikfest Bremen - fotoetage
Wie der Sommer in Lesmona, Shakespeare im Park, das Festival Breminale oder das Straßenzirkusspektakel La Strada gehört das Musikfest Bremen zu den bedeutenden wiederkehrenden kulturellen Höhepunkten Bremens. Vom 27. August bis 17. September 2011 warten 40 Konzertveranstaltungen auf die Besucher. Auch die Reihe Musikfest Surprise in der Überseestadt erfährt vom 6. bis 10. September eine Fortsetzung. In die zweite Runde geht vom 28. August bis zum 4. September das Arp-Schnitger-Festival.
Eröffnung des Musikfestes Bremen 2011 mit "Eine große Nachtmusik"
Wie gewohnt wird auch 2011 das Musikfest mit einer beachtlichen Zahl an Konzerten eröffnet: Am Samstag, 27. August, ab 19.30 Uhr geht es los. Mit nunmehr 24 Konzerten an acht Spielstätten stehen sogar noch drei mehr zur Auswahl als beim Musikfest 2010. Es wird in drei Zeitschienen gespielt, so dass sich die Besucher aus jedem Block das Konzert ihrer Wahl aussuchen können – somit an einem Abend in den Genuss dreier Konzerte kommen. Weite Wege müssen sie dafür nicht auf sich nehmen, da sich die Spielstätten alle rund um den Marktplatz, also im Zentrum Bremens befinden. In den Pausen zwischen den Konzerten warten kulinarische Stärkungen sowie "stimmungsvolle Illuminationen".
Mit dabei bei der Großen Nachtmusik sind in diesem Jahr unter anderem das Bach Collegium mit Masaaki Suzuki, das Seoul Philharmonic Orchestra, die Krimi-Autorin Donna Leon mit Alan Curtis und seinem Complesso Barocco, Spark, Chanticleer, das Enrico Pieranunzi Quintett und das Ensemble Contraste, das Tangos von Astor Piazzolla präsentieren wird. Die Zeitschienen für den Eröffnungsabend: 19.30 Uhr, 21.00 Uhr und 22.30 Uhr. Für 66 Euro (48 Euro ermäßigt) können sich die Besucher ihren individuellen Konzertfahrplan zusammenstellen. Dabei ist lediglich zu beachten, dass ein Konzert im St. Petri Dom oder im Großen Saal der Glocke dabei sein muss und mindestens eins an einem der sechs weiteren Spielorte: Unser Lieben Frauen Kirche, Obere Rathaushalle, Schütting, Haus der Bürgerschaft, Innenhof des Atlantic Grand Hotels und Innenhof des Landgerichts. Eine kleine Knobelaufgabe für Konzertliebhaber.
Musikfest Surprise in der Überseestadt Bremen
Raus aus der Schublade, rein in die Überseestadt: "Unkonventionell, frisch, aufregend", Musik, die in keine Schublade passt, soll im BLG-Forum in der Überseestadt ihren Platz bekommen. Vom 6. bis zum 10. September wird es hier täglich Konzerte geben, die ungewöhnlich, eben nicht klassisch klassisch sind. Mit dabei sind:
- 6. September: die Geigerin Viktoria Mullova mit einem Mix aus Klassik, Jazz und Gypsy
- 7. September: der Gitarrist Gene Pritsker mit Klassik, Minimal, Drum 'n' Bass, Jazz, Pop, Hip Hop, Metal, Soul und Rock
- 8. September: Ensemble Ausonia mit der französischen Barockoper Castor et Pollux
- 9. September: Ensemble S. Percussion aus Brooklyn mit Musik von Steve Reich, John Cage und eigenen Kompositionen
- 10. September: der Pianist Bertrand Chamayou mit Musik von Franz Liszt
2. Arp-Schnitger-Festival
Zum zweiten Mal wird 2011 mit dem Arp-Schnitger-Festival dem Orgelbauer der Barockzeit Arp Schnitger Tribut gezollt. Schnitger (1648-1719) stammte aus der Wesermarsch. Noch heute finden sich in der Umgebung Bremens einige seiner am besten erhaltenen Orgeln: in der Friedhofskapelle in Grasberg, in Dedesdorf, Cappel und in Ganderkesee. Im Rahmen des Festivals finden in der Zeit vom 28. August bis 4. September Konzerte statt in Cappel (28. August), Ganderkesee (30. August), Golzwarden (31. August), Hamburg-Neuenfelde (1. September), Osterholz-Scharmbeck (2. September) und Weener (4. September). Das Arp-Schnitger-Festival ist Teil der Initiative, die anlässlich des 300. Todesjahres des Orgelbauers 2019 dessen Orgeln in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen sehen möchte. 2012 soll der nächste internationale Orgelwettbewerb stattfinden, der 2010 seinen Auftakt nahm.
