
- Straßenschäden - Thorben Wengert-pixelio.de
Der Schnee taut. Darunter wird es offensichtlich. Die Straßen in der Republik sehen an etlichen Ecken aus wie der berühmte Schweizer Käse – über und über mit Löchern übersät. Und täglich werden es mehr.
Schlaglöcher - nicht nur unschön, sondern auch gefährlich
Neben der Tatsache, dass die Schlaglöcher das Straßenbild in Deutschland eher „uneben“ erscheinen lassen und einem irgendwann der Po schmerzt, wenn man als Autofahrer wieder mal eines übersehen hat und mit Volldampf durch das Schlagloch gesteuert ist, können die Risse im Straßenbelag mitunter auch gefährlich werden. Geplatzte Reifen, Dellen in der Karosserie oder Lackschäden: Fährt der Autofahrer ungebremst durch ein Schlagloch, können schnell Reparaturen im mehrstelligem Bereich fällig werden.
Schlaglöcher – wer haftet?
Die Kommunen sind dazu verpflichtet, auf Schlaglöcher hinzuweisen. Deshalb stellen die Straßenbauämter Warnschilder auf, um im Falle eines Unfalls nicht haftbar gemacht werden zu können. Doch in diesen Tagen ist das nahezu illusorisch. Könnten doch fast an jeder Ecke solche Warnschilder stehen. Rauscht ein Autofahrer also durch ein frisch entstandenes Schlagloch, kann er theoretisch im Einzelfall die Gemeinde haftbar machen und fordern, dass ihm die Reparaturkosten ersetzt werden. Allerdings nur, wenn er nachweisen kann, dass das Straßenbauamt wirklich nicht vor der Gefahr gewarnt hat und der Schaden am Auto eben durch das Durchfahren des Schlaglochs entstanden ist. In der Realität beweist sich das Durchsetzen und das Rechtbekommen als schwieriges Unterfangen.
Schlaglöcher – wie sie entstehen
Die unschönen Schlaglöcher entstehen vor allem in den Wintermonaten – nämlich dann, wenn Wasser in poröse Stellen von Straßen eindringt und dann gefriert. Das gefrorene Wasser dehnt die ursprünglich kleinen Risse weiter aus und der Asphalt wird locker. Umso mehr Autos nun über die kaputte Straße fahren, desto schneller bricht der Asphalt auf. Nun lösen sich Einzelteile aus der Straße. Auch bereits erneuerte Asphaltbeläge platzen im Winter gern wieder auf.
Schlaglöcher – was dagegen getan wird
Jetzt in den Wintermonaten ist eine richtige Sanierung der Straßenzüge schwierig. Zumeist müssen sich die Straßenbauämter damit begnügen, „Erste Hilfe“ zu leisten. Die Schlaglöcher werden gesäubert und mit Kaltasphalt wieder aufgefüllt. Der Nachteil des Kaltasphalts ist, dass er nicht so langlebig ist wie die heiße Variante. Das reparierte Loch kann zwar erst einmal halten, muss aber nicht. Oft müssen die Straßenbauämter im Sommer dann noch einmal nachbessern.
Weil gerade jetzt im Winter viele Straßenbauämter mit unendlich vielen "Baustellen" und Kratern in den Straßen zu kämpfen haben, bietet der Autoclub Europa (ACE) auf seiner Webseite einen Schlaglochmeldedienst an. Hier können Schlaglöcher benannt und erfasst werden. Der ACE leitet das gemeldete Schlagloch an die zuständige Gemeinde weiter. Diese kann dann die Reparatur beziehungsweise die Ausbesserung des Asphalts veranlassen.
