Nachbericht zum Intel Extreme Masters 2011 auf der CeBIT

Das Intel Extreme Masters 2011 konnte erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Dem großen, internationalen Publikum bot man eSports auf höchstem Niveau.

Was für ein Event! Das Intel Extreme Masters 2011 auf der CeBIT hat für 5 Tage die Welt des eSports immer wieder aufs neue die Luft anhalten lassen. Mit einer großen Bandbreite von spannenden Spielern unter Beteiligung internationaler Profis und Weltklasse-Ikonen der ganzen Gaming-Welt versetzte es die zahlreichen Fans in Begeisterung. Von sportlicher Seite gab es dabei aber wenig Überraschungen.

In Starcraft 2 ist die koreanische Dominanz wieder einmal deutlich geworden

In Starcraft 2 duellierten sich die besten Spieler aus Europa und Amerika mit 3 eingeladenen Gästen aus Korea. Obwohl mit in der Szene durchaus sehr bekannten Namen dekoriert, konnten sich Moon, Squirtle und Ace in ihrer Heimat nie richtig durchsetzen und flogen schon in der ersten Runde aus der "2. Liga" des koreanischen Starcraft 2, GSL Code A heraus. Trotzdem schafften sie es, die ersten drei Plätze sehr überzeugend zu belegen und ließen dabei nie einen Zweifel an ihrer Klasse und Überlegenheit aufkommen. Man mag sich kaum ausmalen, was passiert wäre, wäre die koreanische Elite zu diesem Event eingeladen worden. Überraschenderweise konnte sich selbst IdrA, der es bis zu dieser Saison schaffte, sich in der ersten Liga der GSL, Code S, zu halten, nicht durchsetzen und musste das Turnier im Viertelfinale beenden.

Die Finalspiele waren gekennzeichnet von mutigen, teils auch ungewöhnlichen Strategien, die das Event für die vielen Zuschauer nicht langweilig machten. Am Ende konnte sich schließlich Ace, als der Sieger des Events gegen seinen Landsmann Moon durchsetzen. Damit geht ein großer Turniergewinn wieder an einen Protoss.

Ein wenig zu bemängeln war allerdings der gespielte Map-Pool. Weder die GSL Maps, noch die neuen Maps aus dem neuesten Patch wurden gespielt, stattdessen waren die alten Ladder-Maps von den Admins bevorzugt worden. Diese sehen gerade im Vergleich zu den neuen Maps doch mitlerweile arg imabalanced und zu Cheese-Taktiken motivierend aus.

Auch in CS, Quake Live und Leage of Legends konnten die Favoriten ihre Vormachtstellung unterstreichen

Gleich zweimal konnte am letzten Tag der Intel Extreme Masters 2011 ein Titel verteidigt werden. In Quake Live gewann der US-Spieler rapha gegen seinen russischen Opponenten Cooller und zeigte so, dass sein Gewinn im Vorjahr nicht nur ein Zufall war. In CS 1.6 schlug das ukrainische Team Natus Vincere die Polen im Dienste von Frag eXecutors. Wie beim letzten Intel Extreme Masters konnten sie den Titel und den Pokal für sich beanspruchen. Beide diese Finals gingen unerwartet eindeutig aus, waren jedoch trotzdem eine Demonstration von High-Level-Play und eine großartige Werbung für den eSport.

Zum ersten Mal auf den Intel Extreme Masters wurde dieses Jahr League of Legens gespielt. Hier setzte sich das zuvor favorisierte Team myRevenge aus Deutschland mit einer weißen Weste im gesamten Turnier durch. Somit war dieses Turnier sicherlich ohne große Upsets, doch blieb es in vielen Matches bis zum Schluss spannend und kein Team bzw. Spieler konnte je totale Dominanz für sich beanspruchen. Bei so namhaften Gegnern wäre das auch vermessen, zu behaupten.

Ein riesengroßer Zuschauerandrang verblüffte selbst die Veranstalter des Intel Extreme Masters 2011

Ein gutes Zeichen für einen Ausrichter, dass sein Turnier erfolgreich ist, ist sicherlich, dass die Türen zur Halle von der Security wegen zu großem Andrang geschlossen werden müssen. Genau dies war dieses Mal der Fall und zeigt wieder mal beeindruckend die Entwicklung des eSports in Deutschland. Am letzten Tag, dem Tag der Entscheidung, verfolgten zu Spitzenzeiten weit über 30.000 Zuschauer zusätzlich über die vielen eingerichteten Live-Streams die Spiele und brachten die Server das ein oder andere Mal an ihre Kapazitätsgrenze. Dies kann hoffentlich nur der Anstoß dafür, in Zukunft solche Events nur noch größer zu planen.

Dabei ließen sich die Veranstalter auch nicht davon einschüchtern, dass das Intel Extreme Masters an den meisten Tagen über einige Zeit parallel zur Live-Übertragung der GSL aus Korea gesendet wurde. Dem Erfolg des Events konnte selbst das nicht schmälern. Die vielen, teilweise sogar extra für das Intel Extreme Masters aus dem Ausland angereisten Zuschauer boten eine eindrucksvolle Atmosphäre über den ganzen Turnierverlauf, von den Gruppenspielen bis zu den Grand Finals, hinweg.

Wer die Live-Übertragung nicht sehen konnte, dem sei hiermit ans Herz gelegt, sich auf jeden Fall die VoDs und/oder Replays anzuschauen. Zwar kann die teilweise bei Live-Übertragung vorhandene Gänsehautstimmung so nicht mehr repliziert werden, aber so kann man sich wenigstens an Spielen auf allerhöchstem Niveau erfreuen.

Gerrit Neumann, Gerrit Neumann

Gerrit Neumann - Hallo, schön das Sie sich für mein Profil interessieren :) Ich bin 19 Jahre alt und studiere zur Zeit Physik in ...

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