
- Nanga Parbat - Senator Film
Ein Berg schreibt Geschichte: Der Nanga Parbat ist nicht der höchste Berg der Welt, aber wie kein anderer schrieb er deutsche Geschichte. Die Nationalsozialisten versuchten ihn mehrmals zu bezwingen und schlachteten die dramatischen Ereignisse gnadenlos für ihre Zwecke aus. Viele hervorragende Bergsteiger verloren ihr Leben, bis im Juli 1953 ein Tiroler den Durchbruch schaffte und den Gipfel erreichte. Viele anschließende Besteigungsversuche endeten tödlich. 1970 beschlossen die Brüder Messner den Nanga Parbat zu erklimmen. Nur einer von ihnen kehrte nach Hause zurück. Gerüchte um falschen Ehrgeiz und um die Geschehnisse am Berg selber verfolgten Reinhold Messner viele Jahre lang. Als die Leiche seines Bruders Günther 2005 geborgen werden konnten, war klar, dass der passionierte Bergsteiger Messner keine Schuld an dem Tod seines Bruders trug. Der Regisseur Peter Vilsmaier war fasziniert von der Geschichte des Berges und verfilmte gemeinsam mit Reinhold Messner die Geschehnisse rund um die Besteigung.
Nanga Parbat - Der Film
Schon in frühster Jugend beschließen zwei Brüder den Nanga Parbat zu besteigen. Zu dieser Zeit galt er als sportliche Herausforderung. Schwere Hänge, unbeständiges Wetter, eine Naturgewalt, die ihres Gleichen sucht war eine Aufgabe, der sich Günther (Andreas Tobias) und Reinhold Messner (Florian Stetter) stellen wollten. Die abenteuerliche Expedition findet 1970 ihren Anfang und führt die beiden Brüder in einem waghalsigen Weg durch Kabul über den Hindukusch bis zum Himalaya.
Drama an der Rupalwand
Schlechtes Wetter, immense Kosten und Günther Messners Höhenkrankeit schweben wie ein Damoklesschwert über der Expedition. Sie droht zu scheitern. Vor diesem Hintergrund macht sich die Expedition auf den Weg Richtung Todeszone, aber schnell ist abzusehen, dass Günther den Strapazen nicht gewachsen ist. Reinhold Messner beschließt seinen Bruder zur Sicherung des Lagers zurück zu lassen und den Gipfel ohne ihn zu erklimmen. Der jüngere Messnerbruder ist gekränkt. Immer muss er damit leben der ewige Zweite zu sein, einige Stunden nachdem Reinhold sich auf den Weg gemacht hat, folgt er ihm. Trotz Erschöpfung schaffen es die beiden Brüder bis zum Gipfel.
Keine Hilfe in Sicht
Eine Nacht im eisigen Sturm schwächt den angeschlagenen Günther noch mehr. Reinhold Messner trifft eine folgenschwere Entscheidung. Er riskiert den schwierigen Abstieg über die Rupalwand, die bisher von keinem bezwungen wurde, um seinen Bruder so schnell wie möglich ins Lager zu bringen. Immer noch hofft der ältere Bruder, dass die zweite Gruppe von Felix Kuen (Steffen Schroeder) zu ihnen stößt um zu helfen. Der österreichische Bergführer ist zu dem Zeitpunkt mit eigenen Problemen beschäftigt und nicht dazu in der Lage den Brüdern zu helfen. Hinzu kommen zwischenmenschliche Probleme, die schon im Lager für Reibungen gesorgt haben. Die Brüder sind auf sich alleine gestellt. Obwohl Reinhold alles versucht sich und seinen Bruder zu retten fordert der Berg seinen Tribut. Eine Eislawine reißt Günther in den Tod und begräbt ihn im ewigen Eis. Erschöpft und mit schwersten Erfrierungen kämpft sich Reinhold ins Tal und wird von Einheimischen gefunden.
Schwere Vorwürfe gegen Reinhold Messner
Für den Triumph, den Gipfel des Nanga Parbat bezwungen zu haben zahlt Reinhold Messner einen hohen Preis. Herrligkoffer wirft dem Bergsteiger bei seiner Rückkehr in die Heimat vor seinen Bruder auf dem Gewissen zu haben. Es dauert über 30 Jahre, bis Reinhold Messner seine Unschuld beweisen kann.
Ein Drama als Rechtfertigung?
Der Film Nanga Parbat ist sehr facettenreich. Naturgewaltige Bilder, die auf der Leinwand gigantisch wirken und dem Zuschauer nur annähernd Nahe bringen können, was für ein Erlebnis es ist in Natura vor dem Massiv zu stehen. Zwischenmenschliche Gefühle, Ehrgeiz und der Kampf gegen die Naturgewalten bestimmen die Geschichte der Besteigung des Nanga Parbat durch Reinhold und Günther Messner. Dramatische Bilder lassen den Zuschauer fühlen, gegen welche Gewalten die Brüder am Ende ankämpfen mussten.
Ein klein wenig beschleicht einem am Ende der Schluss, das Reinhold Messner verzweifelt versucht die Ereignisse aus seiner Sicht zu beschreiben und eine Rechtfertigung für die Geschehnisse zu zeichnen. Obwohl der Bergsteiger bei Interviews zu dem Film betonte die dramatische Geschichte inzwischen verarbeitet zu haben.
Premiere von Nanga Parbat in München
Als ob Petrus seine Hand im Spiel hatte, zeigt sich München zur Premiere des Films Nanga Parbat winterlich. Schnee und Kälte lassen die Akteure und Besucher vor dem Kino zittern. Nach einem heißen "Jagertee" geht es den meisten schon besser. Gut gelaunt präsentieren sich die Gäste auf dem roten Teppich. Das Model Davorka liess sich selbst von der Kälte nicht abschrecken. Vor den Plakaten zu dem Film zieht sie ihren Mantel aus und präsentiert sich sexy wie eh und je. Eis, Schnee und Kälte konnten auch die Schauspielerin Uschi Glas nicht aufhalten. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten präsentierte sie sich vor dem Kino und strahlte in die Kamera. Michael "Bully" Herbig durfte bei einem Joseph Vilsmaier Film nicht fehlen. Flapsig wie veralberte er die bibbernden Zuschauer und zeigte den Fotografen, wie "echte Männer" mit der Kälte umgehen.
Die Hauptakteure: Florian Stettner, Andreas Tobias, Joseph VIlsmaier und Reinhold Messner
Die Darsteller Florian Stettner, Andreas Tobias, Regisseur Joseph Vilsmaier und Reinhold Messner zeigten sich auch am Ende des Films in bester Laune. Ihr Film fand bei den Zuschauern großen Anklang und sorgte für jede Menge Diskussionstoff.
Ab dem 14. Januar 2010 dürfen die Kinogänger den Film auf den deutschen Leinwänden sehen und die unglaublichen Naturgewalten des Nanga Parbat zu spüren.
