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Naturparks in Mecklenburg-Vorpommern

Erholung und Entspannung in der Ruhe der Großschutzgebiete

Sonnenuntergang an der Müritz - Lars Hartfelder
Sonnenuntergang an der Müritz - Lars Hartfelder
Sieben Naturparks gibt es in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sind durch zahlreiche Seen, Flüsse und große Wälder sowie seltene Tier- und Pflanzenarten gekennzeichnet.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über ein großes Netz an Naturparks, die vor allem durch ihre Vielseitigkeit überzeugen. Aktiv-Urlauber finden zahlreiche Rad- und Wanderwege vor. Sie bieten ausreichend Möglichkeiten für eine naturnahe Erholung. Unzählige seltene Tier- und Pflanzenarten sind in den Großschutzgebieten zu Hause.

Insel Usedom

Mit seinen 720 Quadratkilometern ist der Naturpark Usedom der größte in Mecklenburg-Vorpommern. Die östlichste deutsche Ostseeinsel ist ein beliebtes Urlaubsziel. Vor allem die "königlichen" Seebäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck erfreuen sich großer Beliebtheit. Die abwechslungsreiche Landschaft auf Usedom ist ideal geeignet zum Wandern und Radfahren. Seeadler, Weißstorch, Eisvogel, Kamingimpel und Fischotter können in der freien Natur beobachtet werden. Zum Naturpark gehören der Nordteil des Kleinen Stettiner Haffs, ein Streifen des Festlandes, der Peenestrom und das Achterwasser. Die Naturparkverwaltung ist bestrebt, den Tourismus so sanft wie möglich zu etablieren. Umweltverträgliche Freizeitangebote werden deshalb besonders gefördert. Die Naturparkverwaltung hat ihr Zuhause im Klaus-Bahlsen-Haus in der Stadt Usedom (Bäderstraße 5).

Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See

Der 672 Quadratmeter große Naturpark befindet sich im Herzen von Mecklenburg-Vorpommern, zwischen den Städten Waren (Müritz), Malchin, Teterow, Demmin und Dargun. Er zeichnet sich durch seine besonders große Vielfalt aus. Neben zahlreichen Seen, durchbrechen immer wieder kleine Hügel und Flüsse die Landschaft. Im Umfeld der Peene erstreckt sich das größte Niedermoorgebiet Deutschlands. Hier leben viele seltene Tiere, wie beispielsweise Schreiadler und Fischotter. Wanderer können oft beobachten, wie sich die Biber im Wasser tummeln. Der Naturpark zeichnet sich durch zahlreiche Informationstafeln, ein umfangreiches System von Wegweisern sowie fünf Beobachtungstürmen aus. Die Ranger beantworten den Urlaubern gern Fragen und verraten ihnen schon mal die besten Beobachtungspunkte. Der Naturpark erhielt 2006 eine Auszeichnung für eine besonders hohe Qualität. Die Naturparkverwaltung befindet sich in Basedow, Dorfstraße 124.

Mecklenburgisches Elbetal

Das mecklenburgische Elbtal ist eines der beeindruckendsten und sehenswertesten in Deutschland. Die zahlreichen Nebenflüsse prägen das Gebiet im westlichsten Naturpark des Bundeslandes. Zwischen den kleinen Hafenstädten Boizenburg und Dömitz liegt der 426 Quadratmeter große Naturpark, der sich 65 Kilometer an der niedersächsischen Grenze entlang schlängelt. Das Gebiet ist Bestandteil des 400 Flusskilometer langen UNESCO-Biosphärenreservats "Flusslandschaft Elbe". Der Naturpark bildet einen Kontrast zu den sehr trockenen Standorten der Binnendünen- und Heidekomplexe Mecklenburg-Vorpommerns. Die Naturparkverwaltung befindet sich in Boizenburg, Am Elbberg 8.

Am Stettiner Haff

Der Naturpark Am Stettiner Haff ist der Jüngste von Mecklenburg-Vorpommern. Er befindet sich an der Grenze zu Polen und erhielt erst 2005 offiziell diesen Status. Die Hauptvegetation sind weitläufige Wälder, sie machen in dem 530 Quadratkilometer großen Gebiet 45 Prozent aus. Charakteristisch sind die naturbelassene Haffküste, Niedermoorflächen, Binnendünen, magere Sandböden, Kiefernforste und Buchenwälder. Der seltene Schreiadler, Kraniche und Wiedehopf haben hier ihr Zuhause. 65 Naturdenkmale sind in dem Park ausgewiesen, darunter viele Stieleichen und Linden. In Ueckermünde (Kastanienallee 13) befindet sich die Naturparkstation.

Feldberger Seenlandschaft

Große Wälder, kleine Hügel, kristallklare Seen und flache Wiesen prägen den 340 Quadratkilometer großen Naturpark, der wiederum insgesamt 14 Naturschutzgebiete beheimatet. Das Gebiet befindet sich im Landkreis Mecklenburg-Strelitz, im südöstlichen Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte. Es erstreckt sich zwischen den Städten Fürstenberg, Woldegk und Neustrelitz. Der westliche Teil gehört außerdem zum Nationalpark Müritz. Das Wappentier des Parks ist der Fischotter. Hauptmerkmale des 1997 gegründeten Naturparks sind die zahlreichen Seen, Kesselmoore und Buchenwälder. Zu den größten Gewässern gehören der Carwitzer See, der Große Fürstenseer See, der Feldberger Haussee und der Schmale Luzin. Der Naturpark ist vor allem für Wassertouristen geeignet, die auf den zahlreichen Seen ausreichend Erholung und Abwechslung finden. Das Naturparkzentrum befindet sich in Feldberg, Strelitzer Straße 42, und ist ganzjährig geöffnet.

Sternberger Seenland

Östlich des Schweriner Sees gelegen, befindet sich der 540 Quadratkilometer große Naturpark Sternberger Seenland. Das Gebiet besteht aus Schmelzwasserseen, bewaldeten Sanderflächen sowie Urstromtälern der Warnow und der Mildenitz. Besondere Sehenswürdigkeit sind unter anderem der rekonstruierte slawische Tempelburg Groß Raden sowie die Klöster Dobbertin und Tempzin. Eisvogel, Fischotter, Gebirgsstelze und Fischadler sind im Sternberger Seenland zu Hause. Das Naturparkzentrum befindet sich in Warin, Am Markt 1.

Nossentiner-Schwinzer Heide

Insgesamt 60 Seen, große Waldgebiete und die Flüsse Nebel und Mildenitz kennzeichnen den 365 Quadratkilometer großen Naturpark. Die Nossentiner-Schwinzer Heide befindet sich im westlichen Raum der Mecklenburgischen Seenplatte, zwischen den Städten Malchow, Krakow am See, Goldberg und Plau am See. 60 Prozent der Fläche sind Wälder, 14 Prozent Flüsse und Seen. 21 Prozent werden mit Landwirtschaft betrieben, nur fünf Prozent nehmen Siedlung und Verkehr ein. Außerdem prägen zahlreiche Moore die Landschaft. Ein weiteres Kennzeichen sind die so genannten Sander, Kiesablagerungen aus der Eiszeit. Touristen können das Gebiet auf den zahlreichen Wander- und Radwegen erkunden. Der Naturpark ist ein wichtiger Brutplatz für viele seltene Vogelarten. Fisch- und Seeadler sowie Rohrdommel sind hier zu Hause. Das Kultur- und Informationszentrum "Karower Meiler" hat von April bis Oktober täglich, von November bis März montags bis freitags geöffnet. Adresse: Ziegenhorn 1, 19395 Karow.

Im Nachbarland Brandenburg gibt es elf Naturparks, die ebenfalls von einer reichhaltigen Arten- und Vegetationsvielfalt gekennzeichnet sind.

Lars Hartfelder - Lars Hartfelder, M.A. Geboren 1977 in Finsterwalde (Brandenburg). Arbeitet seit 2005 als freier Journalist in Cottbus, unter anderem ...

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