Netzidentität – Online-Reputation: der gute Ruf im Netz

Treffpunkt Internet: Identität im Netz - © Rike / Pixelio.de
Treffpunkt Internet: Identität im Netz - © Rike / Pixelio.de
Ein guter Ruf in der Online-Welt hilft auch in der realen Welt manchmal weiter. Überwachen und steuern Sie deshalb gezielt, was über Sie geschrieben wird.

Schon mal den eigenen Namen gegoogelt? Nein, dann wird es aber höchste Zeit. Insbesondere dann, wenn Sie im Netz der Netze recht aktiv sind. Der Datenspeicher Internet erinnert sich auch noch nach längerer Zeit an alles, was über eine Person gesagt und berichtet wurde: Unbedachte Kommentare in Blogs, Meinungen und Aussagen auf Facebook, Kurzmitteilungen per Twitter, Partyfotos – all dies kann jeder jederzeit aus dem Netz herausfischen und sich einen Eindruck von der Person machen, über die er liest, die er auf Fotos und in Videos sieht. Unter Umständen kann der Gesamteindruck bei negativen Einträgen die Karriere stark beeinträchtigen. Doch was tun, wenn man es gar nicht selber war, der anstößige Fotos auf Flickr veröffentlicht hat oder eine andere Person eine lästerliche Äußerung in einem Forum über die eigene Person hinterlässt?

Leider ist es gar nicht so einfach, solche unerwünschten Inhalte aus dem Internet wieder heraus zu bekommen. Denn man kann einen Seitenbetreiber rechtlich nicht zwingen, Beiträge oder Kommentare zu löschen, solange es sich nicht um den Tatbestand der Beleidigung, üblen Nachrede oder Verleumdung handelt. Einziger Weg in so einem Fall: Eine freundliche E-Mail an den Webmaster mit der Bitte um Löschung. Die E-Mail-Adresse des zuständigen Seitenbetreibers findet man im Impressum oder über die Denic.

Online-Monitoring

Doch es gibt Wege sich einen guten Ruf im Internet zu schaffen oder die negativen Fundstellen mit positiven Informationen zu überlagern und so unerwünschte Aussagen in der Tiefe des Webs untergehen zu lassen. Denn in der Regel zählen lediglich die ersten 20 bis 30 Suchmaschinenergebnisse, die mit dem Suchbegriff des eigenen Namens erzielt werden. Der erste Schritt zu einem guten digitalen Ruf ist also eine Recherche zur eigenen Person. Doch eine Momentaufnahme reicht nicht in der hektischen, sich ständig ändernden Online-Welt. Deshalb ist es ratsam die Ergebnisse zur eigenen Person regelmäßig zu checken. Dies geht kostenlos und einfach mit Google Alerts. Eine weitere Möglichkeit ist MonitorThis.

Auch lohnenswert: Ein gezielter Blick in diverse Personensuchmaschinen:

  • yasni.de
  • 123people.de
  • Pipl.com
  • Wink.com

Den "guten Ruf" aufbauen oder wieder herstellen

Um den eigenen Ruf im Netz aufzubauen oder wieder herzustellen, muss man selbst aktiv werden. Denn je mehr positive Einträge im Netz unter gutem Ranking über die eigene Person zu finden sind, desto mehr treten die negativen Beiträge in den Hintergrund. Zunächst sollten gezielt Profile bei Facebook, Xing, Twitter, Flickr, YouTube, Mr. Wong, Yigg und ähnlichen sozialen Netzwerken erstellt werden. Weiterhin hilfreich ist es, eine Domain unter dem eigenen Namen zu registrieren und dort ebenfalls ein Profil mit Lebenslauf und Links auf interessante Berichte über die eigene Person zu hinterlegen. Auch ein eigener Blog ist nützlich, um Content unter dem eigenen Namen zu erzeugen. Und wenn alle Maßnahmen nicht helfen, den beschädigten Ruf wieder ins rechte Licht zu rücken, dann gibt es noch kostenpflichtige Reputations-Dienstleister, die negative Einträge finden, löschen und mit einer Reputations-Strategie behilflich sind.

Bildnachweis: © Rike / Pixelio.de

Quellen und weitere Informationen:

eTrainerin, Dozentin und Autorin, Anja Wotzikowski

Martina Rüter - Als freiberufliche Webgestalterin beschäftige ich mich sowohl mit dem web-gerechten Texten als auch mit barrierefreiem Webdesign. ...

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