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Vor allem Autoren, die noch wenig Erfahrung mit Verlagen, Verträgen und Autorenleben haben, tun gut daran, sich einem Autorennetzwerk anzuschließen. Nicht zuletzt, damit ihnen schlechte Erfahrungen erspart bleiben. Um als Vollmitglied aufgenommen zu werden, muss der Autor mindestens eine Buchveröffentlichung in einem seriösen Verlag vorweisen können. Veröffentlichungen in so genannten Zuschussverlagen, Verlagen also, bei denen Autoren Geld dafür zahlen müssen, dass ihr Buch veröffentlicht wird, werden ebensowenig anerkannt, wie Bücher, die im Eigenverlag (zum Beispiel Book-on-demand) erschienen sind. Einige Autorenverbände bieten auch für Nicht-Autoren spezielle Mitgliedschaften an.
Das Syndikat – die ehrenwerte Gesellschaft
Die größte Vereinigung ist das Syndikat, die Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur, die 1986 auf Initiative von Fred Breinersdorfer gegründet wurde und mittlerweile auf über vierhundert deutschsprachige Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angewachsen ist.
Ziel des Krimiautorennetzwerks war und ist es, die deutschsprachige Kriminalliteratur zu fördern, sie einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen, den Mitgliedern ein Forum des Austauschs zu bieten, relevante Informationen aus der Krimi-Szene zu erfahren, Kontakte zu (ausländischen) Schriftstellerkolleginnen und -kollegen zu pflegen und Neueinsteiger mit kompetentem Rat zur Seite zu stehen. Einmal im Jahr veranstaltet das Syndikat die Criminale, das größte deutschsprachige Krimifestival.
Jeder, der einen Kriminalroman veröffentlicht hat, sei es als Buch in einem seriösen Verlag, als Hörspiel oder im Fernsehen – beziehungsweise jeder, der auf eine relevante Zahl von Veröffentlichungen mit kriminalistischem Inhalt verweisen kann, erfüllt die Aufnahmekriterien für eine Mitgliedschaft.
A.I.E.P.
Von Beginn an ist das SYNDIKAT Mitglied in der A.I.E.P. Die vier Buchstaben stehen für die 1986 in Kuba vom Mexikaner Paco Ignacio Taibo II und Julian Semionov (UDSSR) gegründete „Asociacion International de Escritores Policiacos“, zu deutsch: „Internationale Vereinigung der Kriminalschriftsteller“.
Mörderische Schwestern
Dieser Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen können Leserinnen, Verlagsfrauen, Literaturagentinnen, Übersetzerinnen, Buchhändlerinnen und Bibliothekarinnen, schlicht jedes weibliche Wesen, das Interesse an Kriminalliteratur hat, beitreten. Entstanden sind die Mörderischen Schwestern 2007 aus der deutschsprachigen Sektion der amerikanischen Organisation Sisters in Crime. Das Netzwerk besteht mittlerweile aus über 300 Mitgliedern, von denen die meisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen.
Hier werden alle Arten von Krimis besprochen, es ergeben sich Kontakte zu Experten unterschiedlichster Fachrichtungen und gemeinsame Aktivitäten für Autorinnen, Leserinnen und Krimifans. Die Krimiautorinnen unter den Mitgliedern erfahren zusätzliche Unterstützung durch individuell gestaltete Mentoringprogramme, Presseaussendungen und dem Austausch mit Kolleginnen aus aller Welt. Einmal im Jahr findet eine Vollversammlung mit Seminaren, Vorträgen, öffentlichen Lesungen und einem internen Fest statt. Grundsätzlich kann jede Frau, die sich für Krimis interessiert und sich mit den Zielen der Mörderischen Schwestern identifizieren kann, um eine Mitgliedschaft ansuchen.
Österreichische Krimiautoren – AIEP
Um Autorenmitglied bei den Österreichischen Krimiautoren, der Plattform österreichischer Kriminalschriftstellerinnen und Kriminalschriftsteller, zu werden, sind zumindest eine professionelle Veröffentlichung in einem ordentlichen Verlag in Form eines Romanes oder eines Kurzkrimis in einer Anthologie oder besondere Leistungen im Bereich des Krimigenres vorzuweisen. Nichtautoren können der Plattform entweder als Spezialisten oder Unterstützer beitreten. Auf der Website wird über Neuerscheinungen informiert und die Möglichkeit geboten, mehr über die Autoren und ihre schriftstellerische Tätigkeit zu erfahren.
Österreichische Krimiautorinnen
Ebenfalls nur auf weibliche Mitglieder beschränkt sich die Vereinigung Österreichische Krimiautorinnen. Kriminalschriftstellerinnen, die zumindest einen Kriminalroman oder eine Kurzgeschichte in einem anerkannten Verlag publiziert haben, können Vollmitglied werden. Alle anderen können als Spezialistinnen oder Krimifreundinnen an gemeinsamen Treffen und am allgemeinen Geschehen teilnehmen. Die Website gibt einen guten Überblick über das Schaffen österreichischer Kriminalschriftstellerinnen, informiert über Neuerscheinungen, aktuelle Termine und verschiedene Aktivitäten wie zum Beispiel über Lesungen und „Ladies' Crime Nights“.
