Neue Beeren im Garten

Aroniabeeren - Susanne Neubert/pixelio
Aroniabeeren - Susanne Neubert/pixelio
Johannisbeeren und Co. haben Konkurrenz bekommen. Beeren mit wohlklingenden Namen wie Aronia, Schisandra und Praline verlocken nicht nur den Hobbygärtner.

Neue Beerensorten mit angeblich besonders gesundheitsfördernder Wirkung, sind auf dem Vormarsch, aber noch lange nicht allgemein bekannt. Experimentierfreudige Hobbygärtner haben vielleicht schon den einen oder anderen neuen Beerenstrauch gepflanzt, denn in Gartenversandhäusern und Gartenmärkten werden die neuen Beerensorten und ihre teilweise verblüffenden Eigenschaften seit einiger Zeit angepriesen.

Die Aroniabeere

Diese Beere ist auch unter dem Namen "Perla magica" oder"Apfelbeere" bekannt. Sie gehört zu den Rosengewächsen und kann zu einem zwei bis drei Meter hohen Strauch heranwachsen. Im Mai, nach dem ersten Blattaustrieb, zeigen sich weiße Blütentrauben von bis zu dreißig einzelnen Blüten, welche vom Aufbau her an eine Apfelblüte erinnern, aber durch einen eher unangenehmen Duft auffallen.

Aus den Blüten bilden sich runde, violettschwarze Beeren, die im August gepflückt werden können. Das Fruchtfleisch ist tiefrot und schmeckt süß bis säuerlich herb. Wer Aroniabeeren ernten möchte, sollte die Sträucher frühzeitig mit Netzen abdecken, da die gesunden Früchte bei den Vöglen sehr beliebt sind.

Herkunft

Die Aronia kommt ursprünglilch aus Nordamerika und stellt nur wenige Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Sie wächst auf trockenen oder sumpfigen Böden, in Wäldern oder auf Berghängen. 1834 brachte man kultivierte Arten der Aronia nach Russland, wo sie heute noch auf riesigen Flächen angebaut werden. Mitte der Siebziger Jahre wurde in der ehemaligen DDR eine Aronia-Plantage aufgebaut.

Heilwirkung

In der ehemaligen Sowjetunion wurden bereits vor fünfzig Jahren Nachweise für die heilende Wirkung der Aronia aufgezeigt. Dr. Wesselin Denkow und Doz. Dr. Rumjana Denkowa haben in ihrem Buch "Obst als Heilmittel und Kosmetikum" einiges über die Heileigenschaften der Aronia niedergelegt.

Zitat: "Die Aroniabeeren besitzen vielseitige Heileigenschaften. Diese verdanken sie vor allem ihrem reichen Inhalt an verschiedenen Bioflavonoiden mit Vitamin-P-Aktivität, die die normale Durchlassfähigkeit und Geschmeidigkeit der Blutgefäßwände gewährleisten, in Zusammenwirkung mit anderen mineralischen Bestandteilen und Vitaminen die Cholesterolablagerung verhindern und deshalb bei Arterienverkalkung und Hypertonie, aber auch Störungen des Nervensystems angewendet werden."

Das würde bedeuten, dass die Aroniabeere zu hohem Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und der Arterienverkalkung entgegenwirkt. Außerdem wirkt sich der Verzehr von Aroniabeeren, aufgrund ihres Vitamin-C-Gehaltes, günstig auf die Abwehrkräfte des Organismus aus und aufgrund ihrer schleimlösenden Wirkung ist die Aronia ein gutes Heilmittel gegen Bronchitis.

Trotz der anerkannten Heilwirkung der Aroniabeere ist von einer Selbstmedikation abzuraten. Bei einer Erkrankung ist ein Arztbesuch unumgänglich.

Die Vitalbeere (lat. Schisandra chinensis)

Die Vitalbeere ist eine chinesische Heilpflanze. Ihr chinesischer Name lautet "Wu Wei Zi", was "Kraut der fünf Geschmäcker" bedeutet.

Es handelt sich um eine winterharte, sich selbst befruchtende Schlingpflanze, die im Halbschatten ihren Standort haben sollte. Sie benötigt einen gleichmäßig feuchten normal durchlässigen Boden und hin und wieder ein wenig Dünger.

Während des Sommers entstehen aus den kleinen, weißen Blütentrauben rote Früchte, die wie Johannisbeeren aussehen und von September bis Oktober geerntet werden können.

Probiert man die kleinen Beeren, weiß man, warum die Chinesen ihnen den Namen Wu Wei Zi gegeben haben: Das Fruchtfleisch und die Schale der roten Früchte schmecken süß und sauer, ihre Samen schmecken stattdessen salzig, bitter und scharf.

Verwendung der Beeren

Aus den getrockneten Blättern, Trieben und Beeren lässt sich ein Tee zubereiten. Dafür nimmt man für eine Tasse ein bis zwei Messerspitzen Tee, gießt mit heißem Wasser auf und lässt das Gemisch einige Stunden ziehen.

Die Beeren können auch frisch gegessen werden (mehrmals täglich drei bis vier Beeren) oder zu Fruchtsaft, Gelees oder Marmelade verarbeitet werden.

Die Hersteller von Energy-Drinks und die Produzenten von Kräutertees haben die gesunde Beere entdeckt und planen eine Vermarktung in großem Stil.

Heilwirkung der Vitalbeere

Die heilende Wirkung der Vitalbeere war den Chinesen bereits vor 2000 Jahren bekannt. Sie werden in der chinesischen Heilkunde bei Diabetes, Schlaflosigkeit und Asthma, bei Erkältungskrankheiten, schlechter Sehfähigkeit und Depressionen angewendet.

Außerdem gelten die Beeren als ein sexuelles Stärkungsmittel für beide Geschlechter.

Nachweislich wirken die Beeren stärkend auf Nieren und Leber. Sie reinigen das Blut und enthalten wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Trotzdem wird auch hier von einer Selbstmedikation ohne verherigen Arztbesuch abgeraten.

Der Pralinenbaum

Der Pralinenbaum, auch Kupferfelsenbirnenbaum genannt, gehört zu den Obstgehölzen, ist sehr pflegeleicht und kann auf allen Böden gepflanzt werden. Er kann bis zu fünf Meter hoch werden, ist winterhart, verträgt Trockenheit und unser Stadtklima. Im Arpil erscheinen die lockeren, weißen Blütentrauben, aus denen sich bald hellrote Beeren bilden, die sich später dunkelviolett verfärben.

Ungefähr ab Juli können die "Pralinen" geerntet werden. Ihr Geschmack erinnert an Kirschen und Mandeln. In der Küche können die Beeren zu Saft, Marmelade und Kompott verarbeitet werden.

Quellen.

www.gartengemeinschaft.de

www.botaflora.de

www.wwf.de

www.aroniabeere.de

Anke Obst - Hallo zusamen! Mein Name ist Anke Obst und ich bin noch recht frisch bei suite101. Von Beruf bin ich Beamtin bei der Stadt Essen und in ...

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