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Schon wieder eine neue Version, mag manch einer denken. Doch sind wir gerade mitten in der aktuellen Versionsoffensive für den beliebten Internet-Browser Firefox. Sie brachte uns im laufenden Jahr 2011 schon von der Version 3.5 im Januar bis zur heute erschienenen Versionsnummer 6.0. Auf der Agenda der freien Entwicklergemeinde Mozilla Corporation stehen in den kommenden Monaten noch die Versionen 7 und 8. Langeweile kommt aktuelle also keine auf.
Berechtigungs-Manager
Deutlich unauffällig sind zwei neue Funktionen, die beim Berechtigungs-Manager wohl erst noch weiter getestet werden sollen, bevor sie in einer späteren Version prominenter platziert werden. Zumindest gibt der Mozilla-Entwickler Sid Stamm in seinem Blog hierzu den Hinweis „This feature ist still experimental, but you can give it a shot…“ Frei übersetzt: Auch wenn die Eigenschaft noch experimentell ist, kann sie gerne getestet werden. Im Endstadium des Tools ist denkbar, dem Nutzer die Neugierde der besuchten Seiten vor Augen zu führen, meint der Programmierer.
Durch die Eingabe von about:permissions öffnet sich der Berechtigungs-Manager und gibt dem interessierten Anwender die Möglichkeit, für einzelne besuchte Internetseiten Passwörter zu speichern oder auch die Weitergabe des Standortes zu verhindern. Hier kann der Nutzer für jede Webseite verschiedene Einstellungen individuell vornehmen. Auch die Cookie-Verwaltung für diese Webseite kann festgehalten und der Umgang mit Pop-up-Fenstern geregelt werden.
Ob der gewöhnliche Nutzer viel mit dem Aufruf der neuen Speicherverwaltung über about:memory in der Adressleiste oder „Awesome Bar“, wie Mozilla sie nennt, anfangen kann, mag jeder selbst entscheiden. Die aufgerufene Ansicht scheint eher für Spezialisten gedacht. Ziel der Überarbeitung dieses Bereichs soll es sein, gelegentlich vorkommendes Ruckeln durch häufigeres Löschen nicht mehr benötigter Programmteile aus dem Speicher zu vermeiden.
Verbesserter Plugin-Checker
Allzu gewohnt ist schon die Möglichkeit, bei Youtube oder anderen Anbietern Filme direkt im Browser betrachten zu können. Damit dies ohne weiteres Zutun reibungslos ablaufen kann, bedarf es sogenannter Browser-Plugins. Das bekannteste Plugin dürfte der Adobe Flash Player sein. Diese Anwendung bereitet nicht immer nur Freude. Dies zeigt Apple deutlich dadurch, dass es auf seinen beliebten Produkten keine Flash-Programme laufen lässt. In der sonstigen PC-Welt ist der Gebrauch von Flash-Anwendungen jedoch Standard. Daher ist es besonders wichtig, die jeweils jüngste und vor allem sicherste Variante auf dem Rechner zu haben. Im Add-On Manager findet sich deshalb ab Version Nr. 6.0 oberhalb der gelisteten installierten Plugins der Link „Überprüfen Sie, ob Ihre Plugins aktuell sind.“ Durch einfache Wahl werden die vorhandenen Ergänzungsprogramme überprüft und erforderlichenfalls zur Aktualisierung empfohlen. Eine sinnvolle Erweiterung zur Verbesserung der Anwendersicherheit.
Panorama für Tabs
Auch in Firefox 5.0 schon enthalten war die Möglichkeit, Tabs im Panorama-Modus zu betrachten und anzuordnen. Von Vorteil ist dies bei vielen geöffneten Tabs, verbessert es doch deutlich die Übersicht. Die aktuelle Verbesserung liegt in der verbesserten Ladegeschwindigkeit bei vielen angelegten Gruppen. Aufzurufen ist diese Funktion entweder über den Menüpunkt Ansicht - Symbolleisten - Anpassen, wobei im letzten Schritt der Nutzer das Symbol einfach in die Symbolleiste zieht oder durch Drücken der Tastenkombination Strg+Shift+E . In einem kleinen Video zeigt Mozilla, wie einfach die diese Art der Tab-Verwaltung zu bewerkstelligen ist.
Anpassung von Add-ons
Durch die derzeit häufigeren Versionswechsel kommt es für den langjährigen Anwender von Firefox immer wieder vor, dass lieb gewonnene kleine Zusatzprogramme - Add-ons - noch nicht für die neueste Version des beliebten Internet-Browsers angepasst wurden. Dadurch entfällt der Gebrauch zumindest so lange, bis es hierfür eine Anpassung gibt. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet wiederum ein Add-on: Die Versionskontrolle von Firefox wird durch den offiziellen Compatibility Reporter einfach abgeschaltet. So laufen auch ältere Erweiterungen unter neuer Umgebung weiter – meistens.
Sicherheit geht vor
Wie so häufig bei Software-Updates empfiehlt es sich, vorher eine Sicherung der Daten und Dateien durchzuführen. Für die Produkte Thunderbird und Firefox klappt dies vorzüglich mit dem frei erhältlichen Programm MozBackup. Danach können beruhigt die neuen Funktionen getestet werden.
Neben den aufgeführten neuen und neuesten Funktionen gibt es noch eine Vielzahl an kleineren Fehlern, die von den Entwicklern im Hause Mozilla behoben wurden. Auch an die Software-Kollegen, welche Anwendungen und Inhalte für das Internet und für den Firefox-Browser schreiben, wurde mit einigen Detailverbesserungen gedacht.
Die vorgestellten Neuerungen und die Aussichten auf kommende Hilfen für den Nutzer sind gelungen bzw. vielversprechend. Ob der häufige Versionsnummernwechsel das halten kann, was er verspricht, kann erst in Zukunft endgültig entschieden werden. Zweifel an der Notwendigkeit dieses kurzfristigen Versionswechsel-Rhythmus konnten durch die letzte Aktualisierung nicht ausgeräumt werden. Manchmal ist weniger auch mehr.
Quellen: www.mozilla.org, www.chip.de
