Über viele Jahre hatte die deutsche Leichtathletik mit Verletzungen oder sogar mangelnder Qualität ihrer Athleten zu kämpfen. Bei der Weltmeisterschaft 2011 im südkoreanischen Daegu haben aber junge Talente auf sich aufmerksam gemacht und lassen auf eine bessere und erfolgreichere Zukunft hoffen.
Georg Fleischhauer (400 Meter Hürden)
Der erst 22-jährige Georg Fleischhauer (Dresden) hat zwar das Finale über 400 Meter Hürden verpasst, konnte aber durchaus auf sich aufmerksam machen. Immerhin lief er im Vorlauf 48,72 Sekunden und hat damit seine Bestzeit um knapp acht Zehntelsekunden verbessert. Das ist zudem die schnellste Zeit eines deutschen Hürdenläufers seit mehr als zehn Jahren.
Gesa Felicitas Krause (3000 Meter Hindernis)
Gesa Felicitas Krause ist zwar erst 19 Jahre alt, wird aber immer mehr zum neuen Stern im 3000 Meter Hindernislauf. Nachdem die symphatische Athletin 2011 bereits Junioren-Europameisterin wurde, lief sie im WM-Finale locker und ohne Druck auf einen wirklich guten 9. Rang und verbesserte gleichzeitig ihre persönliche Bestleistung auf 9:32,74 Minuten. Wenn sie gesund bleibt, wird man von ihr auch in der Zukunft noch viele gute Ergebnisse erwarten dürfen.
Yasmin Kwadwo (100 Meter)
Die 21-jährige, in Ghana geborene Yasmin Kwadwo hat bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Daegu mit ihrem Einzug ins Halbfinale auf sich aufmerksam gemacht. Sie startet für den Verein TV Wattenscheid 01 und bestreitet hauptsächlich Rennen über die 100 Meter sowie in der Sprint-Staffel. Mit ihrer Bestzeit von 11,29 Sekunden hat sie noch Potential. Die für Sprinterinnen üblichen Starts über 200 Meter werden von Yasmin Kwadwo nur selten in Angriff genommen. Ihr bisher größter Erfolg waren die Titelgewinne bei der U20-Europameisterschaft im Jahr 2009, bei denen sie U20-Europameisterin über 100 Meter und mit der Staffel über 4x100 Meter wurde.
Jan Felix Knobel (Zehnkampf)
Bei der Leichathletik-Weltmeisterschaft 2011 in Daegu machte der 22-jährige Zehnkämpfer Jan Felix Knobel mit einer exzellenten Leistung auf sich aufmerksam. Der in Bad Homburg geborene Zehnkämpfer konnte mit dem 8. Platz und 8200 Punkten zwar seinen Kollegen Pascal Behrenbruch nicht überholen, darf aber mit seinem Abschneiden bei seinem Weltmeisterschafts-Debüt durchaus zufrieden sein. Es bleibt zu hoffen, dass dieser talentierte Athlet gesund bleibt. Dann kann man in der Zukunft wohl noch einiges von ihm erwarten.
Sosthene Moguenara (Weitsprung)
Die 1989 geborene Athletin heißt mit vollständigem Namen Sosthene-Taroum Moguenera und zählt zu den hoffnungsvollen Talenten im Weitsprung. Mit ihrer Bestleistung von 6,83 Meter konnte sie sich für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Südkorea qualifizieren, wo sie allerdings ihr Leistungsvermögen nicht ausschöpfen konnte. Kurz vorher belegte sie mit 6,74 Meter den dritten Platz bei der U23-Europameisterschaft. Hin und wieder startet Sosthene Moguenara auch in der Sprint-Staffel.
David Storl (Kugelstoßen)
David Storl, der erst 21-jährige Kugelstoßer, wird von Fachleuten als Jahrhunderttalent bezeichnet. Der im brandenburgischen Rochlitz geborene Athlet, der im Jahre 2011 neben der deutschen Meisterschaft auch U23-Europameister wurde, hat in der Qualifikation der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu mit 21,50 Meter seine persönliche Bestleistung verbessert und damit so weit gestoßen, wie schon seit Jahren kein anderer deutscher Kugelstoßer. Im Finale dann verbesserte er sich noch einmal und wurde mit neuer persönlicher Bestleistung von 21,78 Meter Weltmeister im Kugelstoßen.
Quelle:
dlv.de
