
- Neuer Porsche Boxster: Erste Fotos zum Zweisitzer - Porsche AG
Porsche Boxster, zum Dritten: Noch nie in der Geschichte des Stuttgarter Mittelmotorsportwagens sei eine Überarbeitung so umfassend ausgefallen, teilte die Porsche AG den Pressevertretern am 11. Januar 2012 zum Debüt der ersten Fotos des neuen Zweisitzers mit. Ein erheblich geringeres Gewicht, ein längerer Radstand, eine breitere Spur und größere Räder legten seine Väter dem Boxster der dritten Generation genauso in die Wiege, wie eine völlig neue Karosserie. Die Fahrdynamik, so der Sportwagenbauer, würde mittels dieser Maßnahmen noch weiter verbessert und durch eine neue elektromechanische Servolenkung unterstützt. Je nach Typ sollen die neuen Boxster bis zu 15 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen aber ihren Käufern dennoch bessere Fahrleistungen bieten. Was sich gemeinhin als Quadratur des Kreises anhört, ist bei Porsche glaubwürdig, denn schon der Neunelfer zeichnete sich stets als sportlich wie auch bescheiden im Kraftstoffverbrauch aus. Deutlich weniger als acht Liter auf 100 Kilometer sollen es beim neuen Boxster sein, dessen Publikumspremiere die Porsche AG für den Genfer Salon 2012 ankündigte.
Design Porsche Boxster: Nichts Neues! Oder doch?
Die Firma Porsche erfreut sich mit ihren Sportwagen seit rund einem halben Jahrhundert großer Beliebtheit. Mit ein Grund dafür ist nach Ansicht von Fachleuten die hohe Kontinuität, die der Hersteller bei der Gestaltung seiner Produkte an den Tag gelegt hat. Ein gebrauchter Porsche sieht nicht wie ein Gebrauchtwagen oder Auslaufmodell aus; etwas, was der Werterhaltung und dem Ansehen im Markt stets zum Vorteil gereicht hat. So entwarfen die Leute in Zuffenhausen zwar einen ganz neuen Boxster, doch dessen Linienführung wurde gegenüber dem Vorgängermodell nur behutsam weiterentwickelt. Etwas, was auch beim bereits 2012 vorgestellten neuen 911 / 991 so gehandhabt wurde.
Im Detail betrachtet erschließen sich dem Fan jedoch trotzdem einige gravierende Neuerungen. So beispielsweise die deutlich nach vorne gesetzte Frontscheibe, die insgesamt flachere Silhouette und die erfolgte Einführung von ausdrucksstarken Kanten. Das Verdeck kommt ohne den bisher bekannten halboffenen Deckel aus. Die scharfkantige Spoilerlippe zwischen den Rückleuchten, in die der ausfahrbare Heckspoiler intergriert ist, darf als neuer Eyecatcher herhalten. Übrigens eine Parallele zum neuen Neunelfer, dessen Design am Heck ebenfalls eine scharfe Kante aufweist. Ein Zitat des Stylings vom limitierten Carrera GT findet sich mit den Sicken rund um die seitliche Belüftungsöffnung und den Türen wieder.
Ein weiteres Zitat des von 2003 bis 2006 gefertigten Carrera GT: Wie schon beim Panamera, der Studie 918 und dem 911 / 991 erhielt auch der Boxster eine prachtvoll ausgestattete, ansteigende Mittelkonsole. Porsche verspricht eine verbesserte Ergonomie; ein Plus an luxuriöser Anmutung bietet sie auf jeden Fall. Eines stand beim Betrachten der ersten Fotos sofort fest: Edler, in den Details harmonischer aufeinander abgestimmt und hochwertiger in der Materialauswahl war noch kein Boxster vorher. Erste Betrachter äußerten sich angenehm überrascht, dass die Linien im Interieur gradlinig und ruhig, frei von modischen Spielereien und damit wohltuend beruhigend für das Auge gestylt wurden. Ruhe in einem Sportler? Klar, denn dort steht das Fahren im Vordergrund.
Die Motoren des neuen Boxster
Die neue Baureihe debütiert in der klassischen Porsche-Paarung Boxster und Boxster S. Beide Modelle werden von Sechszylinder-Boxermotoren mit Benzin-Direkteinspritzung angetrieben, deren Effizienz durch Bordnetz-Rekuperation, Thermomanagement und Start-Stopp-Funktion weiter gesteigert wurde. Das neue Triebwerk des Basismodells leistet 265 PS (195 kW) aus 2,7 Litern Hubraum – zehn PS mehr als der hubraumgrößere Vorgänger. Es basiert jetzt technisch auf dem 3,4 Liter-Motor des Boxster S. Dieser leistet nun 315 PS (232 kW) und damit fünf PS mehr als bisher. Beide Modelle sind serienmäßig mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe ausgestattet, das Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) mit sieben Gängen ist auf Wunsch lieferbar.
Mit PDK erreichen beide Sportwagen nach Aussage des Herstellers ihre Bestwerte in Verbrauch und Beschleunigung. Der Verbrauch mit PDK liegt beim Porsche Boxster bei 7,7 Litern auf 100 Kilometer; beim Boxster S bei 8,0 Litern auf dieselbe Distanz. Der Boxster spurtet mit Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde, der Boxster S in 5,0 Sekunden. Zur weiteren Steigerung der Fahrdynamik bietet Porsche für den Boxster als Option das Sport Chrono Paket an, das erstmals dynamische Getriebelager umfasst. Ebenfalls neu für den Boxster sind das Porsche Torque Vectoring (PTV) mit mechanischer Hinterachs-Quersperre. Die Markteinführung der neuen Boxster-Generation wurde für den 14. April 2012 angekündigt.
Modellautos zum neuen Porsche 911 finden Sie hier beschrieben
Preise und Markteinführung des neuen Boxster
Die Grundpreise betragen in Deutschland 48.291,00 Euro für den Boxster und 59.120,00 Euro für den Boxster S, jeweils einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die erste Generation dieses Sportwagens feierte im Jahr 1996 ihre Premiere. Porsche präsentierte Anfang 2003 eine Studie dazu, um die Publikumsreaktionen auf ein Modell unterhalb des 911 zu testen. Obwohl dieser Testballon sehr gut ankam, entstand in den darauf folgenden drei Jahren unter der internen Baureihennummer 986 ein Modell, dass sich deutlich von der Studie unterschied; vor allem der Serientauglichkeit geschuldet. Seit 2004 war mit dem 987 die zweite Generation des Boxster auf dem Markt, die sich optisch stark an ihren Vorgänger anlehnte; 2009 letztmals facegeliftet.
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