Der "Tatort" ist die beliebteste Serie im deutschen Fernsehen. Am Sonntag, den 23. Januar 2011, zeigt das Erste um 20:15 Uhr mit "Heimatfront" erneut eine Erstausstrahlung. Die Kommissare Kappl und Deininger aus Saarbrücken ermitteln in ihrem sechsten Fall.

Der Fall "Heimantfront"

Franz Kappl und Stefan Deininger finden Viktoria Schneider erschossen auf einer Kunstveranstaltung vor. Das Opfer wurde aus weiter Entfernung präzise getroffen, sodass gleich zu Beginn klar ist, dass der Mörder ein geübter Schütze sein muss.

Die Künstlerin der Performance, die sich kritisch mit dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan auseinandersetzt, verwendete für die Inszenierung Videos aus Therapiesitzungen traumatisierter Soldaten, was den Verdacht der Ermittler schnell auf vier Männer lenkt. Alle haben demnach ein Motiv, doch alle geben einander ein Alibi. Durch die starke Kameradschaft der Soldaten erweisen sich die Ermittlungen als sehr schwierig, denn für Kappl und Deininger gilt es den Zusammenhalt der Soldaten zu brechen.

Nicht zuletzt herrscht zwischen den Hauptkommissaren während den Ermittlungen im Soldatenmilieu nicht immer eitel Sonnenschein, ist man doch unterschiedlicher Meinung was den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan betrifft.

Regie: Jochen Alexander Freydank, Buch: Christiane Hütter, Christian Heider und Uwe Wilhelm (Quelle: www.daserste.de)

Das Ermittler-Team Kappl und Deininger

"Heimatfront" ist der sechste Fall, in dem Gregor Weber als Kommissar Stefan Deininger und Maximilian Brückner als Kommissar Franz Kappl ermitteln. Seit 2006 begeben sich die Beamten in Saarbrücken gemeinsam auf die Spur diverser Mörder.

Als Franz Kappl dem ewigen Zweiten Deininger als neuer Chef vorgesetzt wird, stößt der junge Bayer zunächst auf Widerstand und Ablehnung im Team. Hoffte doch jeder auf eine Beförderung Deiningers. Von Fall zu Fall lebt sich Kappl jedoch immer besser im Saarland ein.

Maximilian Brückner im Kurzporträt

Maximilian Brückner ist nicht nur der erste bayerische Kommissar im Saarland – er ist auch der jüngste Ermittler in der Geschichte des "Tatorts". Seinen ersten Fall „Aus der Traum“ löste er 2006 im Alter von 27 Jahren. Bereits 2005 hatte Brückner ersten Kontakt zum "Tatort". Mit den Münchner Beamten Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) stand er in "Tod auf der Walz" als Handwerker Gerry Neuner in Deutschlands beliebtester Fernsehserie vor der Kamera.

Maximilian Brückner wirkte in weiteren sehr bekannten Produktionen wie beispielsweise "Sophie Scholl – Die letzten Tage" (2005), "Wer früher stirbt ist länger tot" (2006) und "Kirschblüten – Hanami" (2008) mit.

Gregor Weber – Schauspieler, Koch und Autor

Gregor Weber ist bereits seit 2001 im Saarbrücker "Tatort" zu sehen. Zunächst war er als Assistent von Kommissar Max Palu (Jochen Senf) tätig und wurde am Ende der ersten Folge mit Franz Kappl vom Kriminaloberkommissar zum Kriminalhauptkommissar befördert.

Gregor Weber wurde im TV als Stefan Becker in der saarländischen Fernsehserie "Familie Heinz Becker" (1992-1998) bekannt. Zudem wirkte er beispielsweise bei der Küstenwache (1997-1999) mit und spielte in "Stauffenberg" (2004) den Adeligen Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg. "Spielzeugland", in dem Weber 2007 den SS-Mann Werner verkörpert, erhielt im Februar 2009 einen Oscar für den besten Kurzspielfilm.

Was so mancher Fan des "Tatorts" nicht weiß: Gregor Weber ließ sich 2006 von Kolja Kleeberg (Fernsehkoch bei der "Küchenschlacht") in dessen Restaurant VAU zum Koch ausbilden. 2009 veröffentlichte Weber das Buch "Kochen ist Krieg! Am Herd mit deutschen Profiköchen" in dem er seine Erfahrungen während der Ausbildungszeit und in verschiedenen Restaurantküchen zusammengetragen hat.

Wenn man einen "Tatort" verpasst hat

Die Kollegen unterhalten sich Montagmorgen im Büro über den spannenden Fall vom Vorabend und man selbst kann nicht mitreden, weil man den "Tatort" irgendwie verpasst hat. Kein Grund zur Sorge, denn die ARD stellt in ihrer Mediathek den am Sonntag ausgestrahlten Fall für eine Woche für die Nachzügler unter den Zuschauern zur Verfügung. Somit erfährt jeder auch im Nachhinein noch, wer der Mörder war.

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