Update Oktober 2012

Annika Beck steht als jüngste Spielerin in den Top 100 der Weltrangliste. Die 18-jährige Bonnerin verbesserte sich durch ihren Sieg beim ITF-Turnier in Ismaning auf Platz 86 der Weltrangliste. Damit ist Beck gut drei Wochen jünger als die Engländerin Laura Robson, die in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen in London mit Andy Murray die Silbermedaille im Mixed-Wettbewerb gewonnen hatte.

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Was für ein Triumph für Annika Beck: Die Spielerin aus dem Porsche Talentteam Deutschland gewann in diesem Jahr den Juniorinnen-Titel bei den French Open in Paris und feierte damit den größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere. Im Finale des Grand-Slam-Turniers 2012 besiegte die 18-Jährige vom RTHC Bayer Leverkusen die Slowakin Anna Schmiedlova nach hartem Kampf in drei Sätzen 3:6, 7:5, 6:3.

French Open Champion bei den Juniorinnen: Annika Beck aus Leverkusen

Das Finale auf dem Sand von Roland Garros war offen und spannend vom ersten Aufschlag bis zum Matchball. Nach einem souveränen Start in ihr erstes Grand-Slam-Finale zeigte Annika Beck trotz eigener Führung plötzlich Nerven. Dreimal in Folge gab sie ihren Aufschlag ab und musste ihrer Gegnerin dadurch den ersten Satz überlassen. Im zweiten Satz führte die Deutsche dann bereits 3:0 und 4:1, bevor sie erneut den Faden verlor und schließlich den Ausgleich zum 5:5 hinnehmen musste. Doch in dieser kritischen Situation zeigte sie sich nervenstark: Sie gewann ihren Aufschlag und sicherte sich mit einem Break zum 7:5 den zweiten Satz. Damit war das große Zittern vorbei: Im dritten Satz fand Annika Beck zu ihrer alten Spielstärke zurück, mit der sie schon in der ganzen Turnierwoche überzeugt hatte, und holte trotz zweier Aufschlagverluste den Satz und den Titel.

Großes Lob von der deutschen FedCup-Chefin Barbara Rittner

„Sie hat ein tolles Turnier gespielt und diesen Sieg auf jeden Fall verdient. Er wird ihr für ihren weiteren Weg viel Selbstvertrauen geben“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner. Die Teamchefin des im Fed Cup spielenden Porsche Team Deutschland lobte auch den starken Auftritt der Spielerinnen aus dem Porsche Talentteam Deutschland in Paris: „Es war schön zu sehen, dass da einige Spielerinnen nachkommen, von denen wir in Zukunft noch einiges erwarten dürfen.“

Neben der frischgebackenen French-Open-Siegerin sind das vor allem Antonia Lottner und Dinah Pfizenmaier. Die erst 15-jährige Antonia Lottner (TC ZWS Moers 08) schaffte es in Paris bei den Juniorinnen über die Qualifikation bis ins Halbfinale. Noch weiter kam Dinah Pfizenmaier: Die Spielerin vom THC im VfL Bochum hat sich sensationell für das Hauptfeld des Grand-Slam-Turniers qualifiziert und musste sich dort erst in der zweiten Runde Victoria Azarenka (Weißrussland) geschlagen geben, der Nummer 1 der Welt.

Die Kaderschmiede des deutschen Damentennis: das Porsche Talentteam

Im Porsche Talentteam Deutschland werden im Rahmen der Premium-Partnerschaft zwischen der Porsche AG und dem Deutschen Tennis Bund (DTB) die vier hoffnungsvollsten deutschen Nachwuchsspielerinnen gefördert. Zu diesem Quartett gehört neben Annika Beck, Antonia Lottner und Dinah Pfizenmaier noch Carina Witthöft (Der Club an der Alster, Hamburg).

Quelle: GO