Alle Jahre wieder…
Jahr für Jahr zu Silvester überlegen wir Menschen uns, durch welches eigene Handeln wir unser Leben verbessern und unsere Lebensqualität erhöhen können. Unsere Gedanken dazu werden in ein, zwei Sätzen formuliert und bilden so unsere Vorsätze fürs neue Jahr. Typischerweise beziehen sich diese, dann darauf mit dem Rauchen aufzuhören, etwas Gewicht zu verlieren oder sich mehr Zeit für sich selbst zu gönnen. Obgleich diese Vorsätze am Tag ihres Entstehens, meist dem 31. Dezember, also dem Silvesterabend selbst, ernstgemeint sind und wir voller Zuversicht sind, dass wir sie einhalten und somit unser Leben im kommenden Jahr signifikant verbessern werden, sind sie leider am nächsten Tag oder spätestens in wenigen Wochen oftmals wieder vergessen. Das bleiben sie dann auch bis zur nächsten Jahreswende, wo wir uns wieder an sie erinnern und uns erneut voller Zuversicht vornehmen, dass ab kommendem Jahr nun alles anders wird. Aber warum fällt es uns bloß so schwer diese Vorsätze tatsächlich einzuhalten? Schließlich wollen wir doch tatsächlich endlich das Rauchen aufgeben oder einige Kilos verlieren.
Neues Jahr – neue Chance
Die Frage ist doch vielmehr, warum wir ausgerechnet das Jahresende beziehungsweise den Jahresanfang als die Chance sehen unsere Laster abzulegen. Die Jahreswende vermittelt einem das Gefühl, dass nun etwas Neues kommt und man möchte die Fehler vom vergangenen Jahr im neuen nicht wiederholen. Wenn wir aber ganz ehrlich zu uns selbst sind, müssen wir uns dennoch überlegen, ob wir ernsthaft etwas an uns verändern wollen, oder uns lediglich aufgrund der Tradition Vorsätze überlegen, die uns zwar gefallen, aber welche für uns mit zu viel Aufwand verbunden sind und wir diese daher ohnehin nicht einhalten werden. Denn Vorhaben wie Abnehmen oder Nichtraucher zu werden erfordern viel Disziplin und Durchhaltevermögen und können auch problemlos während es Jahres umgesetzt werden. Warum also beschließen wir nicht im Sommer mit unserem Vorhaben zu beginnen, so haben wir zu Beginn des neuen Jahres unser Ziel bereits erreicht und können uns neuen Vorhaben widmen.
Vorsatz Nächstenliebe
Anstatt uns Jahr für Jahr derselben, wenn auch nicht schlechten, Vorsätze anzunehmen, wie wäre es einmal mit etwas ganz neuem? Wäre es nicht toll, wenn wir es schaffen würden, während des Jahres all unsere Vorhaben in die Tat umzusetzten und dabei nicht nur uns selbst sondern auch anderen zu helfen? Ein solcher Vorsatz wäre eine Patenschaft für ein Kind in Not, zum Beispiel bei World Vision, zu übernehmen, oder eine Spende an eine wohltätige Organisation, wie die Caritas. Auch im kleineren Rahmen lässt sich Gutes zu tun. So kann man beispielsweise einen Tag dafür aufwenden, den eigenen Kleiderschrank auszusortieren. Kleidungsstücke, welche man nicht mehr trägt, die aber noch in Ordnung sind, könnte man problemlos spenden um Leuten, denen es weniger gut geht als uns selbst eine Freude zu machen und was noch viel wichtiger ist, ihnen wirklich zu helfen.
Tierfreunde können sich auch einfach an umliegende Tierheime wenden um dort beispielsweise mit einem der Hunde regelmäßig spazieren zu gehen.
Solche Vorsätze helfen unseren Mitmenschen oder den Tieren, die nicht das Glück haben in einer Familie zu Hause zu sein. Somit können wir gezielt etwas Gutes für andere tun und damit helfen. Wäre es nicht schön, wenn man all seine Vorsätze einhalten würde und damit anderen Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann? Wenn wir anderen Menschen helfen macht uns dies auch selbst glücklich und hat somit einen doppelt positiven Effekt.
Und als kleine Anmerkung: Wenn man wöchentlich jeden Sonntag mit einem Hund aus dem Tierheim ein, zwei Stunden spazieren geht, freut sich nicht nur das Tier sondern auch Sie selbst, denn durch die Bewegung purzeln die Pfunde.
