"Never Cry Wolf" von "Lord Volture" (2011, Eigenproduktion)

Never Cry Wolf von Lord Volture  - Lord Volture
Never Cry Wolf von Lord Volture - Lord Volture
Die Holländer "Lord Volture" legen mit ihrem Zweitwerk "Never Cry Wolf" (2011) erneut ein Sahneschnittchen für Freunde von US-Power Metal vor. Review.

Um das Fazit direkt vorweg zu nehmen: wer Bands wie "Jag Panzer", "Iced Earth", "Cage" oder "Vicious Rumors" auf seinem täglichen musikalischen Speiseplan hat, dem wird auch das neue Album der Tulpenländler "Lord Volture" exzellent munden. Das zweite Langeisen "Never Cry Wolf" – das Debüt "Beast Of Thunder" erschien 2010 und konnte bereits zahlreiche gute Kritiken einfahren – kitzelt mit seinen elf Songs nämlich genau die Geschmacksknospen, die jeden US Power Metal-Freund anerkennend mit der Zunge schnalzen lassen.

Hochenergetischer und treibender Opener: "Never Cry Wolf"

Das Album geht mit dem Titelsong gleich direkt und mit Schmackes in die Vollen. Ein treibender Schlagzeugbeat, pumpende Basslinien und eingängige Riffs bringen den Heavy Metal-Zug ordentlich in Fahrt, Sänger David Marcelis legt seine energische und voluminöse Stimme drüber und die beiden Gitarren Paul Marcelis und Leon Hermans solieren sich um Kopf und Kragen. Nach knapp sieben Minuten fährt der Zug dann in den Bahnhof ein und hat dem unbedarften Hörer gleich jede Menge Lust auf Mehr gemacht ...

Elf Songs, knapp 70 Minuten Spielzeit – Value for money bei "Lord Volture"

Und in der Tat, da kommt noch jede Menge mehr nach – die Holländer haben sich nicht lumpen lassen und die CD mit knapp 70 Minuten Spielzeit ordentlich befüllt. Zwar ist die Gefahr natürlich auch höher, dass nicht so gelungenes Material seinen Weg auf die Platte findet, doch "Lord Volture" halten die Messlatte auf "Never Cry Wolf" erstaunlich hoch. "Taiga", dessen Grundrhythmus ein wenig an "Iron Maiden" erinnert, die emotionale Ballade "Brother", "The Wolf At Your Door" oder das ein wenig spacige "Korgon's Descent", das mit orientalischen Melodien überrascht, sind allesamt Songs, die auch nach mehrfachem Anhören noch immer jede Menge Spaß machen.

Gastbeiträge auf "Never Cry Wolf" von "Lord Volture" (2011)

Gastbeiträge auf Platten sind meist eine Verbeugung der Band vor einem Vorbild und gleichzeitig für den Gast eine willkommene Gelegenheit das eigene Portfolio zu erweitern. Auf "Never Cry Wolf" hat es sich der Sänger der US-Power Metal-Legende "Cage" nicht nehmen lassen, beim Song "Into The Lair Of A Lion" zum Gesangsmikro zu greifen und damit den knapp Siebenminüter zu veredeln, während der in Holland recht bekannte Gitarrist Mark Bogert bei "Minutes To Madness" eindrucksvoll soliert. Und somit erfüllen diese Beiträge die dritte Aufgabe, nämlich die Songs zu verbessern, voll und ganz ...

Fazit: komplexe Platte, die dennoch viel Spaß macht – "Never Cry Wolf" von "Lord Volture" (2011)

Hat man sich die Zeit genommen, um die komplexen Kompositionen auf "Never Cry Wolf" an sich heranzulassen – was zugegebenermaßen nicht schon beim ersten Hören klappen muss – und hat man sich auch an die zunächst etwas gewöhnungsbedürftigen, weil nicht jederzeit eingängig-nachvollziehbaren Vocals von David Marcelis gewöhnt, bleibt mit dem zweiten Album von "Lord Volture" ein wunderbares Power Metal-Album US-amerikanischer Prägung, das sich anzuhören, jede Menge Spaß bringt. Daumen hoch an unsere westlichen Nachbarn!

Produktionsdaten und Tracklist "Never Cry Wolf" von "Lord Volture" (2011)

Produktionsdaten:

  • Veröffentlichungsdatum: 11. November 2011
  • Line-Up: David Marcelis (lead & backing vocals), Paul Marcelis (lead, rhythm & accoustic guitars, backing vocals), Leon Hermans (lead & rhythm guitars, backing vocals), Simon Geurts (bass, backing vocals), Frank Wintermans (drums, backing vocals)
  • Gäste: Sean Peck (vocals on "Into The Lair Of A Lion"), Mark Bogert (guitar solo on "Minutes To Madness"), Sinem Cangir, Yuma van Eekelen, Bart Hennephof (backing vocals)
  • Songzahl: 11, Dauer: 69:10 Minuten
  • Produzenten: Bart Hennephof, Yuma van Eekelen und Lord Volture
  • Studios: Excess Studio/Rotterdam und Final Focus Studio/Tilburg
  • Artwork: Bas Wijers
  • Label: Lord Volture
  • Management: Rock'n'Growl

Tracklist:

  1. Never Cry Wolf
  2. Taiga
  3. Wendigo
  4. Celestial Bodies Fall
  5. Korgon's Dexcent
  6. Minutes To Madness
  7. Necro Nation
  8. I Am King
  9. Into The Lair Of A Lion
  10. Brother
  11. The Wolf At Your Door
Wolfgang Weitzdörfer, Fotostudio Sabine Winkler

Wolfgang Weitzdörfer - Werdegang Abitur 1996Ausbildung zum Heilerziehungspfleger 1998-2001Berufstätigkeit 2001-20082008 - 2011: Studium BA ...

rss