
- Plakat Genfer Autosalon 2010 - Geneva Palexpo
Gerade erst aus Detroit zurückgekommen, bereiten sich die Automobilhersteller auf die Präsentationen ihrer neuen Modelle in Genf vor. Die Veranstalter kündigten über 100 Welt- und Europapremieren auf 80.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche an. Der 80. Internationale Autosalon und Zubehör (4. bis 14. März 2010) bietet seinen Besuchern in seinen sieben Hallen auch wieder zahlreiche neue Autos, die ihre Enthüllung in den USA erlebten und die in Genf ihr Europadebüt feiern.
Von Audi kommen der neue Audi A8, der neue Audi A1 und der Audi A7
Der neue Audi A8 ist so ein Fall. Das Licht der Welt erblickte er im sonnigen Miami, wo er am 30. November 2009 am Rande der Messe Kunst und Design der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Show wurde per Internet in die ganze Welt übertragen. Der neue Audi A8 bietet Motoren mit sechs, acht und zwölf Zylindern und hat gegenüber dem Vorgänger an Größe zugelegt. Kritiker bemängeln, dass sein Design zu sehr dem des kleineren Audi A4 ähnelt. Die europäischen Fans können sich erstmals in Genf davon überzeugen, ob dies stimmt. Aber auch der am 10. Februar 2010 in den Medien vorgestellte neue Audi A1 steht live auf dem Genfer Salon; ebenso, wie sein schneller Verwandter Audi RS 5.
BMW bringt die Facelifts zu BMW 3er Coupé und Cabriolet sowie dem X5 mit nach Genf
BMW frischt das Coupé und Cabriolet der 3er-Reihe sowie dem BMW X5 mit einem leichten Facelift auf. Mit dem BMW M3 GTS präsentiert der bayerische Motorenbauer einen um 40 PS stärkeren M3, der für 115.000 Euro 450 PS bereitstellt. Auch der brandneue BMW 5er wird in einer Hybridvariante namens Active Hybrid vorgestellt. Die rumänische Tochter von Renault zeigt, dass ein gelungen gestylter Geländewagen auch für 15.000 Euro zu haben sein kann: Der Duster erblickt das Licht der Autowelt. Für Freunde einer frischen Brise um die Nase bringt Renault mit dem Renault Megance CC und dem Renault Twingo Roadster zwei Cabrios auf den Markt. Der Megane erhält serienmäßig ein Glas-Klappdach; der Twingo sieht arg nach Kohlenkasten aus.
Von Kia Sportage bis Seat Ibiza ST
Kia stellt den neuen Sportage vor. Mazda frischt Mazda 5 und Mazda 6 auf. Der Toyota Auris hat ein Facelift samt Hybridantrieb bekommen und kann den Hype um die Rückrufaktion hoffentlich vergessen machen. Die Toyota-Tochter Lexus bringt die Serienversion des LF-CH, während Mitsubishi den neuen Crossover ASX und den renovierten Outlander enthüllt. Ein ebensolcher Crossover ist der Nissan Juke, der den Weg nach Genf gemeinsam mit dem neuen Micra einschlägt. Der Seat Ibiza erhält mit dem Ibiza ST einen Kombi zur Seite gestellt. Der Kofferraum des kleinen Familientransporters fasst bei nicht umgelegter Rückbank schon 430 Liter. Ganz der Designsprache des Hauses folgend in scharf geschnittener Optik.
VW zeigt den neuen Touareg II und den Polo GTI erstmals vor großem Publikum
Volkswagen stellt den neuen Touareg der zweiten Generation vor. Das Auto wurde ebenfalls am 10. Februar 2010 im Postpalast in München einem handverlesenen Publikum von Thomas Gottschalk vorgestellt. Der Touareg II ist zwar größer, aber auch leichter geworden und folgt mit dem Hybridantrieb den Zeichen der Zeit: Downsizing ist in; der große Zwölfzylinder ist im Touareg II nicht mehr lieferbar. Ein Ersatz für Freunde gehobener Leistung ist der ganz neue V8 TDI mit 4,2 Litern Hubraum und 250 KW / 340 PS. Technik, wie sie auch beim neuen VW Phaeton zu haben sein wird. Neben dem Cross Polo steht auch der Cross Golf in Genf, wo auch der VW Sharan II seine Weltpremiere erlebt.
Neues aus Italien: Von Alfa Giulietta bis Lamborghini Gallardo LP 570-4 Super Veloce
Alfa Romeo stellt den Nachfolger des Alfa 147 vor. Dieser hört auf den Namen Alfa Romeo Giulietta und ähnelt in seiner Formensprache der des Alfa MiTo. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes wurden 2009 in Deutschland ganze 7.674 Exemplare des Kleinwagens zugelassen, also 597,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Kann auch der neue Giulietta solche Steigerungsraten einfahren? Ab 20.500 Euro soll er zu haben sein. Etwas teurer wird das Serienmodell des Alfa Spider, der als Konzeptstudie auf dem gleichen Stand steht. Für Menschen mit nach oben offenem Budget kommen Ferrari 599 Hybrid Concept und Lamborghini Gallardo LP 570-4 Super Veloce. Liebhaber kühler und sachlicherer Schweden können sich den Volvo S60 anschauen.
Peugeot SR1, Mercedes F 800 Style und Mini Countryman
Peugeot bietet schon seit Jahren keine neuen Ansätze im Design seiner Autos an. Der weit aufgerissene Schlund des Frontgrills – zudem schwer sauberzuhalten – soll aber nun bald der Vergangenheit angehören: Mit den Studien der Hybridmodelle SR1 und "5 by Peugeot" kündigt sich ein Strategiewechsel beim Markengesicht an. Mercedes präsentiert das das neue Cabriolet der E-Klasse. Auch eine weiterentwickelte Version des seit 31 Jahren in Produktion befindliche G-Modells steht auf dem Messestand am Lac Leman: Der G 350 Bluetech. Opel bringt den neuen Meriva mit gegenläufig zu öffnenden Türen in die Ausstellungshallen, während Mini den Countryman vorstellt: Er ist länger, breiter und höher als seine Schwestermodelle und bietet serienmäßig vier Türen.
Neues von den VW-Beteiligungen: Porsche 911 GT3 R Hybrid und Bentley Continental Supersports
Porsche gewährt mit dem 911 GT3 R Hybrid mit 642 PS einen Blick in die verbrauchs- und emissionsfreiere Sportwagenzukunft. Doch nebenbei verpasst der Stuttgarter Sportwagenbauer seinen 911 Turbo-Modellen eine Leistungsspritze von 30 PS und nennt dies dann 911 Turbo S. Ganz neu erscheint der Porsche Cayenne II. Bentley bringt das superstarke Cabriolet Continental Supersports mit sportlicher Optik. Sein aus dem Phaeton bekannter Zwölfzylinder leistet 630 PS, stemmt 800 Newtonmeter auf den Allradantrieb und katapultiert den Herrenfahrer in 4,2 Sekunden auf Tempo 100; die Höchstgeschwindigkeit für das nach Angaben von Bentley schnellste viersitzige Cabriolet der Welt wird mit 325 Stundenkilometern angegeben. Innen drin: Alcantara und Leder satt.
Suzuki SX4, Subaru Impreza XV Outback und Lotus Elise
Einen neuen Grill und eine Beplankung rundum gibt Subaru seinem Impreza XV Outback mit in die neue Saison. Suzuki frischt dagegen den SX4 auf. Daneben gibt es Exoten wie den Venom GT von Hennessey zu sehen, der auf der Lotus Elise aufbaut und rund 1.000 PS unter der Haube hat. Ein Lotus Evora kommt als Cup-Rennversion. Die Elise selbst erhält eine neu gestaltete Frontschürze, Designretuschen an Motorabdeckung und Heck, geänderte Scheinwerfer mit integrierten Blinkern sowie Tagfahrlicht in LED-Technik. Der neue Einstiegsmotor mit 136 PS schafft die Euro-5-Norm.
Die Informationen darüber, was sich sonst noch auf dem Genfer Automobilsalon 2010 tut, lesen Sie hier.
