
- Die Stanley Cup Playoffs garantieren Spannung pur - Repro: Cord Heine
Als erstes Team haben die Detroit Red Wings die zweite Runde der diesjährigen Stanley Cup Playoffs in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL erreicht. Das Team von Trainer Mike Babcock schaffte gegen die Phoenix Coyotes einen sogenannten sweep, indem es die ersten vier Spiele gegen die Mannschaft aus Arizona gewann.
In den "Best Of Seven"-Playoff-Serien der National Hockey League (NHL) zieht jenes Team in die nächste Runde ein, das zuerst vier Partien für sich entscheidet. Die Red Wings (Dritter nach der Vorrunde) gewannen ihre beiden Heimspiele gegen die Coyotes 4:2 bzw. 4:3 und siegten danach auch in der Wüstenstadt Glendale, in der Phoenix (Sechster) seine Heimspiele austrägt, 4:2 und 6:3.
Stanley Cup Favorit Vancouver Canucks wankt
In den drei übrigen Playoff-Paarungen der Western Conference der NHL ist hingegen noch keine Entscheidung gefallen. Vor den Spielen am Osterwochenende steht es zwischen den Stanley-Cup-Favoriten aus Vancouver und dem amtierenden Champion aus Chicago 3:2 für die Canucks (1.). Doch das beste Team der NHL-Vorrunde hat nach zunächst drei Siegen gegen die Blackhawks (8.) seine Souveränität völlig eingebüßt und die Partien vier und fünf hoch verloren.
Der Schwung in dieser Playoff-Serie ist ins Lager der Blackhawks gewechselt. Nach einem 7:2 in der 4. Partie zuhause gewannen die Titelverteidiger aus der "Windy City" das 5. Spiel bei den Canucks am Donnerstagabend (Ortszeit) 5:0 und schockten das Team aus Vancouver und dessen fassungslose Fans, die darauf gehofft hatten, dass ihre Canucks auf eigenem Eis den Sack gegen Chicago zumachen könnten. Die ersten drei Partien dieser Serie hatte Vancouver 2:0, 4:3 und 3:2 gewonnen.
Am Sonntag, 23. April 2011, kommt es in Chicago zum 6. Spiel zwischen beiden Teams und zum dritten Mal hat Vancouver mit dem deutschen Nationalspieler Christian Ehrhoff in seinen Reihen dann die Chance, mit einem Erfolg Chicago auszuschalten und in die 2. Runde der Playoffs vorzustoßen.
NHL-Playoffs: San Jose Sharks bissig
Im Duell Vorrunden-Zweiter gegen Vorrunden-Siebter haben die San Jose Sharks gegen die Los Angeles Kings mit 3:1-Siegen die Nase vorn. San Jose gewann zunächst sein erstes Heimspiel 3:2 nach Verlängerung, im zweiten Spiel siegte Los Angeles 4:0. Als das Heimrecht dann nach L.A. wechselte, verließen zweimal die Gäste aus San Jose das Eis im Staples Center als Sieger (6:5 nach Verlängerung, danach 6:3).
Zwischen den Anaheim Ducks (4.) und den Nashville Predators (5.) steht es in der Playoff-Serie vor der 5. Partie 2:2. Beide Teams haben bisher je ein Heim- und ein Auswärtsspiel gewonnen. Es hieß 4:1 und 4:3 für die Predators sowie 5:3 und 6:3 für die Ducks.
In der Eastern Conference haben noch alle acht Playoff-Teams Chancen aufs Weiterkommen. Vorrunden-Primus Washington Capitals (1.) liegt gegen die New York Rangers (8.) mit 3:1-Siegen in Front. Das erste Heimspiel gewann Washington 2:1 nach Verlängerung, es folgte ein glatter 2:0-Sieg. In New York siegten danach die Rangers 3:2, ehe die Capitals in Spiel vier beim 4:3 in der 2. Verlängerung das bessere Ende für sich hatten.
Pittsburgh Penguins auch ohne Crosby 3:1 vorn
Im Duell der Pittsburgh Penguins (4.) mit den Tampa Bay Lightning (5.) führen die Pinguine auch ohne ihren verletzten Superstar Sidney Crosby nach vier Partien ebenfalls 3:1. Einem 3:0-Auftaktsieg folgte eine 1:5-Heimpleite für Pittsburgh. Als die Playoff-Serie nach Florida wechselte, behielten die Penguins 3:2 und 3:2 in der zweiten Verlängerung die Oberhand. Somit steht Tampa Bay vor der 5. Partie am Samstag in Pittsburgh vor dem Aus.
Die beiden übrigen Playoff-Paarungen in der Eastern Conference stehen jeweils 2:2-Unentschieden. Die Philadelphia Flyers (2.) bügelten gegen die Buffalo Sabres (7.) eine 0:1-Heimschlappe zum Auftakt mit einem 5:4-Erfolg aus. Auch in Buffalo siegten die Flyers danach 4:2, doch die Sabres egalisierten die Serie mit einem 1:0 in Spiel vier.
Kurios verläuft das Duell der Boston Bruins (3.) mit den Montreal Canadiens (6.): Hier gab es bisher vier Triumphe der jeweiligen Gastmannschaft. Die Canadiens siegten in Boston 2:0 und 3:1, ehe die Bruins in Montreal 4:2 bzw. 5:4 nach Verlängerung triumphierten. Spiel 5 steigt am Samstag in Boston.
Quelle für die Statistiken: Website www.nhl.com
