Deutschland meckert. Deutschland hat zu viele Arbeitslose. Deutschland hat zu wenige Arbeitswillige. Deutschland fehlt es an Nachwuchskräften. Deutschland ...
Jeden Tag wird eben dieses Deutschland weiter überflutet mit den neuesten Nachrichten rund um das Thema Arbeit. Sicher ist, Deutschland hat in der Tat viele Arbeitslose. Daran ist nichts zu rütteln. Genauso wenig wie daran, dass es zukünftig an Nachwuchskräften mangeln wird. Schließt das Eine das Andere aus? Wie kann es sein, dass es viele Menschen gibt, die Arbeit suchen; viel Arbeit gibt, die Menschen sucht, aber trotzdem kommen beide nicht zusammen?
Vereinzelt liegt es daran, dass es Unternehmen gibt, die Stellenausschreibungen ins Internet und die Printmedien setzen, auf der Suche nach Arbeitswilligen – dies können Praktikanten, Aushilfen, Auszubildende, Ausgelernte, Studierte oder Fachkräfte sein, den geeigneten Bewerber finden, ihn "einstellen", sich aber nie wieder melden.
Der Anfang ist getan, die Bewerbung ist abgeschickt
Nun bekommt dieses Unternehmen eine Menge Zuschriften. Die Stelle ist interessant, viele möchten diese gerne ausüben (einige vielleicht auch nur dem Amt einen Nachweis bringen, dass sie es versucht haben, aber die spielen hier keine Rolle). Jemand, entweder der Chef persönlich oder jemand aus der Personalabteilung, haben nun die ehrenvolle Aufgabe, all diese Bewerbungen zu lesen und zu sortieren. Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Schlecht im Sinne von nicht auf die Vakanz passend oder aber auch schlecht im Sinne von Rechtschreibfehlern oder sonstigen Unmöglichkeiten bei Bewerbungen.
Die Entscheidung ist getroffen – vermeintlich
Nach einem mehr oder weniger langem Auswahlverfahren entscheidet der Chef oder der Personaler oder beide zusammen, dass es diese eine Bewerbung sein soll. Je nach Tätigkeit wird dieser jemand nun zum Vorstellungsgespräch geladen oder hin und wieder auch ohne ein solches direkt eingestellt. Passiert meist nur bei Aushilfen in Heimarbeit, aber es passiert. Nun wurden aber vorher die Konditionen falsch … entweder falsch verstanden oder aber auch falsch dargestellt. Man ist sich also doch noch nicht einig.
Unglaublich, aber wahr
Nun gibt es aber tatsächlich Chefs und oder Personaler, die nach einer solchen Nachricht, dass man sich eben doch noch nicht einig ist, sich einfach nicht mehr melden. Äußert uncool, wie die Jugend zu sagen pflegt. Dramatisch, wie es der Arbeitsmarkt nennen würde. Selbst wenn es sich „nur“ um ein Praktikum, eventuell sogar ein unbezahltes handelt, ist das doch keine Art! Wird es aber nun genau dieser Chef oder Personaler sein, der sich beschwert, dass er trotz der Anzeigenschaltung auf sehr vielen Seiten vor sehr vielen Tagen immer noch niemanden einstellen konnte, der ihm hilft? Hoffentlich nicht, doch wissen tut man es leider nicht …
