Nichts als Erlösung - neuer Köln-Krimi von Gisa Klönne

Nichrs als Erlösung - Ullstein Verlag
Nichrs als Erlösung - Ullstein Verlag
Der fünfte Fall des Ermittlerduos Judith Krieger und Manni Korzilius führt zu einem lange verschwiegenen Kapitel der deutschen Geschichte.

Auch in Gisa Klönnes neuen, am 10. Oktober 2011 veröffentlichten, Köln-Krimi ermitteln die beliebten Kriminalisten Judith Krieger und Manni Korzilius auf gewohnt unkonventionelle Art und Weise. Die Autorin behandelt ein sensibles Thema, welches seine Wurzeln in der damaligen NS-Zeit hat. Gisa Klönne, die bereits 2009 mit dem Friedrich-Glauser-Preis für den besten Kriminalroman 2009 ausgezeichnet wurde, hat mit ihrem aktuellen Werk wieder einmal einen tiefsinnigen Kriminalroman mit raffinierten Handlungssträngen geschrieben. Erschienen ist der Köln-Krimi "Nichts als Erlösung" am 10. Oktober 2011 im Ullstein Verlag.

Der fünfte Fall des Ermittlerduos

Am Rheinufer in Köln liegt ein brutal ermordeter Mann. Der Mörder ging sehr bestialisch vor, denn dem Toten wurde das Gesicht entfernt. Zeitgleich bekommt Kommissarin Judith Krieger mysteriöse Post, die offensichtlich vom Täter an sie geschickt wurde. Der Brief enthält seltsame zerschnittene Fotografien. Judith Krieger findet das Haus, welches auf einem Foto zu sehen ist. Dieses ist das Elternhaus des misshandelten Toten und war vor Jahren Szenerie eines bis heute nicht aufgeklärten Verbrechens. Schnell findet die Kommissarin heraus, dass die Eltern des Toten damals spurlos verschwanden und dass sie die Leitung eines dubiosen Kinderheimes innehatten. Liegt hier der Schlüssel für den grausamen Mord?

Ein hässliches Kapitel deutscher Geschichte

Judith Kriegers Ermittlungen in dem Mordfall führen sie in dunkle Zeiten deutscher Vergangenheit. Ständig begegnet der Kommissarin und ihrem Team ein merkwürdiger Journalist, der schon des öfteren die Arbeit der Polizei behindert hat. Die Vermutung liegt nahe, dass er auch am Tatort war. Sämtliche Ermittlungen weisen auf eine Familientragödie hin, die ihre Wurzeln in der Vergangenheit hat und immer wieder taucht der Name eines dubiosen Kinderheimes auf. Ist der Mörder ein früheres Heimkind, dass sich jetzt für sein erlittenes Unrecht rächen will? Viele der Verdächtigen haben eine undurchschaubare Vergangenheit, was die Ermittlungen nicht gerade einfach gestaltet. Bald schon fordert der Täter Judith und Manni zu einem heimtückischen Spiel heraus und es wird klar , dass er für die beiden Ermittler kein glückliches Ende vorgesehen hat.

Rasante Handlung - brisantes Thema

Gisa Klönne legt auch in ihrem aktuellen Roman "Nichts als Erlösung" einen rasanten Erzählstil vor. Sie scheut in ihren Krimis nicht davor zurück, auch brisante Themen anzupacken und bedrohlich zu beschreiben. In "Nichts als Erlösung" befasst sich die Bestseller-Autorin intensiv mit einem dunklen Kapitel deutscher Geschichte - der NS-Zeit. Intensiv beschreibt sie die Gefühle der Protagonisten und gibt sogar dem Mörder eine Stimme. Der Leser bekommt hautnah sein Tatmotiv mit, ohne zu wissen, wer er ist. Erst am fulminanten Ende des Romans erklärt sich die persönliche Verbindung Judith Kriegers zu dem Ganzen.

Fazit

Auch der fünfte Krimi um das Ermittlerduo Krieger und Korzilius lebt von überraschenden Wendungen ohne ein Übermaß an blutigen Szenen zu skizzieren. Die Geschichte ist plausibel und sehr spannend erzählt. Der Roman hat durchaus das Potenzial zu einem Bestseller.

"Nichts als Erlösung" von Gisa Klönne, erschienen am 10. Oktober 2011 im Ullstein Verlag, gebunden, 352 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-550-08777-6

Die Autorin bedankt sich beim Ullstein Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag

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Gabriele Pagenhardt von Mainberg - Vor einigen Jahren war ich für ein Berliner Internet-Magazin im Bereich Veranstaltungs- und Ausflugstipps tätig und für ...

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