Nina Hagen im Porträt

Die Sängerin und Königin des deutschen Punk

Nina Hagen - http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Tsca
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Nina Hagen gilt als die deutsche Ikone des Punks. Nicht nur ihr extrovertiertes Aussehen und ihre markante Stimme sind ihr Markenzeichen.

Sie ist aus dem deutschen Punk nicht mehr weg zu denken: Nina Hagen. Eine Sängerin, Schauspielerin, Songwriterin und vor allem Kultfigur, die an Ufos glaubt, sich für den Tierschutz einsetzt und Trickfiguren ihre außergewöhnliche Stimme leiht.

Nina Hagens Leben

1955 in Berlin als Tochter der Schauspielerin Eva-Maria Hagen und des Drehbuchautors Hans Oliva-Hagen geboren, besuchte sie das humanistische Heinrich-Schliemann-Gymnasium in Berlin-Prenzlauer Berg.

Nachdem sie 1972 durch die Aufnahmeprüfung an einer Schauspielschule fiel, war sie als Sängerin in polnischen Bands tätig. Ihre einjährige Gesangsausbildung machte sich 1974 bezahlt, als sie bei einem Konzert mit der Band „Automobil“ entdeckt und engagiert wurde, allerdings wechselte sie schon ein Jahr später zu der Gruppe „Fritzens Dampferband“. Als sie ´75 eine Solidaritätsbekundung zu dem aus der DDR ausgebürgerten Musiker Wolf Biermann äußerte, reagierte die Öffentlichkeit abwehrend und ihr Status als beliebte Sängerin brach. Nina emigrierte daher nach Großbritannien.

1977 nahm sie ihre Karriere als Musikerin in der Bundesrepublik wieder auf und sorgte, nachdem sie mit der zuvor gegründete „Nina Hagen Band“ gebrochen hatte, mit Ufo-Theorien und ihrem Einsatz für den Tierschutz für Schlagzeilen.

Auch im Fernsehen sorgte Nina Hagen für Aufsehen: als sie 1979 in der österreichischen Sendung Club2 unterschiedliche Möglichkeiten der weiblichen Masturbation darstellte, musste der Diskussionsleiter später zurücktreten.

Zwei Jahre später bekam sie zusammen mit dem 1988 verstorbenen Gitarristen Ferdinand Karmelk ihre Tochter Cosma Shiva.

Nina Hagen zwischen den Künsten

Nina Hagen schien sich in den 80er und 90er künstlerisch nicht festlegen zu wollen und zeigte sich wandlungsfähig. Mal sang sie auf Deutsch, mal auf Englisch, sprach für Zeichentrickfilme ein, übernahm Filmrollen und sang die Sopran-Partie der Celia Peachum in der „Dreigroschenoper“.

Im Jahr 2000 zeigte sich Nina erneut spirituell: bei der Darbietung „Indische Nacht“ sang sie zwischen Räucherstäbchen Lieder, deren Erlös zum Teil unter anderem an ein deutsches Sterbehospiz und Kinderkrankenhäuser in Indien ging. Im selben Jahr trennte sie sich von ihrem mittlerweile vierten Ehemann David Lynn.

Ein Jahr später bewies sie erneut ihren Facettenreichtum, als sie für das „Rilke Projekt“ u.a. das Gedicht „Wie das Gestirn“ einlas.

Zwischen Auszeichnungen und Abschiebungen

Nachdem sie 2004 sowohl den deutschen Musikpreis Eins Live Krone für ihr Lebenswerk als auch den Kulturpreis Berliner Bär der Boulevardzeitung B.Z. im Bereich Musik erhielt, zeigte sich Nina Hagen 2005 in der Sendung „Menschen bei Maischberger“ als Wahlkämpferin für die Grünen und wurde dort von Sozialwissenschaftlerin Jutta Ditfurth aufgrund ihrer esoterischen Ansichten kritisiert. Ninas Kommentar dazu: „Ich finde es furchtbar, was diese dicke Frau mit mir macht. Jutta Ditfurth ist eine blöde, blöde Kuh. Mit dir werde ich nie wieder reden in der Öffentlichkeit!“. Zwei Jahre später trat Nina erneut in der Sendung auf und wurde von der Moderatorin Sandra Maischberger dazu aufgefordert, das Studio zu verlassen, da sie mit Grimassen und Beleidigungen auf konträre Meinungen reagierte.

Nina Hagen heute

Nachdem Nina Hagen unter anderem als Jurymitglied der TV-Serie „Popstars“, Filmschlager-Sängerin und Produzentin einer Aufklärungsshow über die Medien tätig war, präsentiert sie sich heute als Gegnerin der Atomkraft, Vertreterin des evangelischen Glaubens und noch immer als schrille Sängerin unterschiedlicher Genres. Bunt, schrill, politisch, religiös und punkig präsentiert sich Nina Hagen auf ihrer offiziellen deutschen Internetseite.

Judith Binias, Judith Binias

Judith Binias - Judith Binias, Jahrgang 1985 freiberufl. Autorin/Regisseurin Kurzvita Abitur: 2005 Regiearbeiten: 2009: J. Binias: "Das ...

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