Talk Talk hatten ihren Durchbruch 1984 mit der Single „Such a shame“, die in Deutschland Platz # 2 der Single-Charts erreichte. Zwei Jahre vorher erschien ihr Album-Debüt „The Party's over“, das nun dreißig Jahre später von EMI remastert neu veröffentlicht wurde und mit den bereits 1997 remasterten CD konform geht.

Debüt-Album von Talk Talk enthält vier Single-Auskopplungen

Das Erstlingswerk von Mark Hollis, Lee Harris, Paul Webb und Simon Brenner (verließ die Band nach dem ersten Album) und die erste Single-Auskopplung "Mirror Man" setzten Talk Talk gleich mit Bands wie Human League, Soft Cell, Ultravox und Kajagoogoo, wobei Mark Hollis' Gesang weitaus spezieller, extravaganter ist. Das ist er auch bei Live-Auftritten, doch leider löste sich die Band Anfang der 90er Jahre auf, nachdem EMI ein Remix-Album ohne deren Einwilligung veröffentlichte. Songs von Talk Talk wurden in den letzten Jahren von Gwen Stefani (No Doubt) und Sandra (Enigma) gecovert. Neben weiteren Singles wie „Talk Talk“, „Today“ (Platz # 14 UK-Single-Charts) und „Another Word“ enthält „The Party's over“ feine Pop-Perlen mit Trommelwirbel, steten Synth-Melodien und Mark Hollis' uncharakteristischen Gesang. „Have you heard the news?“ enthält ein Hintergrund-Piano, wie man es aus neueren Songs von Client kennt. Das Album-Artwork von „The Party's over“ erinnert stark an Visages „Fade to grey“, aber auch Madonna schien davon später für ihr „Bedtime stories“-Musikvideo inspiriert worden zu sein.

Musikvideos sind auf einer Neuauflage der Best of „Natural History“ enthalten

Talk Talk drehten auch Musikvideos zu ihren Singles, die Anfang der 80er Jahre durch MTV an Bedeutung gewannen. Die Neuauflage von „Natural History - The very best of Talk Talk“ enthält eine DVD mit Talk-Talk-Musikvideos. Das hochdramatische „Today“ wurde im Stile früher The-Cure-, Tom-Petty-, Kim-Carnes-, Howard-Jones-Videos gedreht. Talk Talk gaben sich zu Beginn ihrer Karriere noch sehr gestylt, man könnte sie vor „Such a shame“ vom Styling her noch als „New-Romantic“-Band bezeichnen, so wie Spandau Ballet. Von der Single „Talk Talk“ gibt es gleich zwei Videoversionen. Version 1 ist im Stile Kim Wildes gedreht und Version 2 wie frühe Duran-Duran-Videos. Gar nicht ernsthaft, sondern eher heiter klingen Songs wie „It's so serious“ und „Another word“. Melancholie wie beim Titeltrack des Albums "The Party's over" und das pathetische „Hate“ erinnern stark an New-Wave-Bands wie Alphaville. Talk Talks Debütalbum ist sehr anspruchsvolle, nicht der Mode unterworfene Popmusik.

Trackliste „The Party's over“ (Remasterd) von Talk Talk

  1. Talk Talk
  2. It's so serious
  3. Today
  4. The Party's over
  5. Hate
  6. Have you heard the news?
  7. Mirror man
  8. Another word
  9. Candy
CD „The Party's over“ (Remastered) von Talk Talk erschien am 30. März 2012 bei EMI